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Theater

Hans im Glück kommt in den Kreuzgang

Sweety‘s Rabbits treten auch heuer wieder auf. Am 6. Juli steigt die Premiere. Die kleinen Schauspieler proben seit Wochen.
Von Wolfgang Abeltshauser

Die kleinen Schauspieler proben fleißig. Foto: Abeltshauser
Die kleinen Schauspieler proben fleißig. Foto: Abeltshauser

Abensberg.. Ab 6. Juli ist es wieder soweit. „Sweety‘ Rabbits“ – die Kindertheatertruppe um Angelika Süß – steigt zu ihrer nächsten Premiere auf die Bühne. Im Kreuzgang steht „Hans im Glück“ auf dem Programm – ein Kinderstück von Fitzgerald Kusz nach den Gebrüdern Grimm. Seit November sind die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler fleißig am Proben.

Wobei: Erst einmal ging es darum, festzustellen, für was die neue Theatergruppe sich am besten eignet. Denn jedes Jahr schart Theaterikone Süß ja wieder neue kleine Nachwuchsschauspieler um sich. Da diesmal auch einige Kleine im Vorschulalter dabei sind, habe sich ein Stück, bei dem es auch Rollen ohne viel Text gibt – oder ganz ohne. Und da kam ihr dann die Idee, das Stück von Kusz auszuwählen. Nicht zuletzt, weil ihr dessen Bearbeitung ohnehin gefalle. Nun treffen sich aber alle seit Wochen jeden Freitag im VHS-Gebäude am Bahnübergang, um sich auf die Premiere vorzubereiten.

Das ist der Inhalt des Stücks: Ein Klumpen Gold, so groß wie ein Kopf, das ist der Lohn, den Hans von seinem Herrn erhält. Sieben Jahre hat er diesem treue Dienste geleistet, doch jetzt möchte er nur noch eines: nach Hause. Auf seinem Weg begegnen ihm die unterschiedlichsten Menschen, mit denen er ins Gespräch und auch ins Geschäft kommt. Doch das Geschäfte Machen ist nicht Hans Stärke. Tausch um Tausch rinnt ihm sein wohlverdienter Lohn durch die Finger. Doch wird er dadurch unglücklicher?

Von den Gebrüdern Grimm

Das berühmte Märchen der Brüder Grimm stellt nach den Worten von Angelika Süß die Frage nach dem Glück. Und danach, wie schwer – oder leicht – es zu finden ist. Denn was Glück ist und was nicht, liege im Auge des Betrachters. In Zeiten ökonomischer Optimierungsprozesse ein notwendiges Plädoyer für das Glück.

Mitwirkende auf und hinter der Bühne sind: Linda Kröner, Ismail Özsoy, Eqerem Bytyci, Vitus Englerth, Valentin Englerth, Emma Kröner, Verena Englerth, Gerhard Völkl, Volker Hermann, Johannes Murr, Gabi Wiendl, Hans-Jürgen Schuster, Claudia Huber, Agnes Englerth, Eva Huber und Christian Ecker. Regie führt wie immer Angelika Süß. Wie alle Theatergruppen von Angelika Süß treten Sweety’s Rabbits auch diesmal im Kreuzgang auf. Die erfahrene Theaterfrau schätzt die Länge des Stücks auf rund 90 Minuten. Auch das sei ein Grund für die Auswahl gewesen. Länger dürfe es nicht sein. Denn mehr sei den kleinen Schauspielern im Vorschulalter nicht zuzumuten. Dann lasse die Aufmerksamkeit bei den Kindern einfach nach.

Der Autor des Stücks Fitzgerald Kusz erblickte 1944 in Nürnberg das Licht der Welt. Wuchs danach in Fürth auf und studierte in Erlangen. Bis 1982 arbeitete er als Lehrer in Nürnberg. Seither ist er als Schriftsteller tätig. Der Nürnberger ist verheiratet und Vater dreier erwachsener Kinder.

Wie die Theatertruppe wissen lässt, erhielt der Autor zahlreiche Preise und Auszeichnungen. 1992 bekam er das Bundesverdienstkreuz angesteckt, 1998 den Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ausgehändigt. Zahlreiche Buchpublikationen entstammen seiner Feder.

Darüber hinaus schrieb Kusz etliche Theaterstücke. Bekannt sind unter anderem „Schweig Bub“, „Letzter Wille“, „Lametta“. Süß betont weiter, dass es auch zahlreiche Filme, Hörspiele und CD‘s von ihm gibt.

Ein kleines Jubiläum

Die kommenden Aufführungen sind ein kleines Jubiläum für Süß. Gibt es doch ihre Kindertheatergruppe seit nunmehr zehn Jahren. Mittlerweile finden die kleinen Schauspieler vor allem durch Mund-zu-Mund-Propaganda zu ihr. Bisher habe sie sich noch nie Gedanken machen müssen, zu wenige Schauspieler für ein Aufführungsjahr zu finden.

Süß glaubt, dass es daran liege, dass es ja immer Projektarbeit ist. Die Zusammenarbeit ist nach dem letzten Vorhang immer erst einmal beendet. Wem es gefallen habe, dürfe kommendes Jahr einfach wieder kommen. Das sei vielleicht der Vorteil gegenüber einem Verein, bei dem man beitreten muss.

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So kommt man an Karten

  • Aufführungen:

    6. und 7. Juli sowie 13. und 14. Juli um 20 Uhr; 8. und 15 Juli um 16 Uhr – jeweils im Kreuzgang.

  • Vorverkauf:

    Herzogskasten Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, Telefon 91 03 59; Buchhandlung Nagel zu den üblichen Öffnungszeiten, Telefon 9 11 60.

  • Eintritt:

    Eine Karte kostet einheitlich 13 Euro. (wo)

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