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Gemeinderat

Hausen muss in Infrastruktur investieren

Mittels Oberbauverstärkung soll der Esper Weg in Großmuß 2021 saniert werden. Auch eine Kanalsanierung steht an.
Von Edith Vetter

Der marode Esper Weg in Großmuß soll durch eine Oberbauverstärkung 2021 saniert werden.  Foto: Edith Vetter
Der marode Esper Weg in Großmuß soll durch eine Oberbauverstärkung 2021 saniert werden. Foto: Edith Vetter

Hausen.Straßensanierungen im Ortsbereich und die Kanalsanierung in Großmuß standen in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates im Pfarrheim Herrnwahlthann im Mittelpunkt.

Bei einem Ortstermin zur Sichtung der beiden Straßen „Esper Weg“ und „Naffenhofen“ mit einigen Gemeinderäten wurde die Dringlichkeit einer Sanierung in den nächsten Jahren verdeutlicht, informierte Bürgermeister Erwin Ranftl (FW). Da die Straßenschäden enorm seien, war man sich einig, jeweils die komplette Straße zu sanieren. In Naffenhofen ab der Staatsstraße bis zur Gemeindegrenze und beim Esper Weg ab dem Moosgraben bis zum Ende der Straße Richtung Herrnwahlthann/Kreuth. Die früher angedachte, billigere Variante der Stabilisierung durch Bodenverfestigung mit einem Asphalt-Kalk-Zement-Gemisch wurde verworfen, da sie nicht förderfähig sei, erklärte Bauamtsleiter Stefan Krausenecker. Nach Rücksprache mit der Regierung von Niederbayern würden beide Straßenzüge (Naffenhofen und Esper Weg) mit einem Vollausbau oder Oberbauverstärkung mit einer Straßenbreite von 4,50 Meter förderfähige Maßnahmen sein. Bei der Oberbauverstärkung (Auftrag von vier Zentimetern Deckschicht), auf einer Länge von einem Kilometer lägen die Kosten bei circa 325 000 Euro.

Baubeginn frühestens 2021

Der Fördersatz würde zwischen 50 und 60 Prozent (ohne Planungskosten) betragen, ergänzte Ranftl. Einstimmig wurde beschlossen, als erste Baumaßnahme den Esper Weg anzustreben. Im Vorfeld sei eine Baugrunduntersuchung vonnöten sowie eine Ausschreibung der Sanierungsmaßnahme. Krausenecker erklärte, dass er begleitend die Bauüberwachung übernehmen könne. Mit dem Baubeginn am Esper Weg sei frühestens 2021 zu rechnen.

Im Jahr 2018 wurde im Ortsteil Großmuß der gesamte Kanal durch eine Spezialfirma befahren, um etwaige Schäden festzustellen. Das Ergebnis, das das Ingenieur-Büro Huber mittels „Ampelplan“ sichtbar machte, stellte Klärwärter Tobias Pernpaintner den Räten vor. Um langfristig größere Schäden in der unterirdischen Infrastruktur sowie Verunreinigungen des Grundwassers zu vermeiden, seien Sanierungsmaßnahmen der Abwasserleitungen an den rot gekennzeichneten Stellen zwingend notwendig. Die Schäden durch defekte Einläufe, Setzungen, Risse oder Verstopfungen im Kanalsystem durch Wurzeln sowie starke Fremdwasserzufuhr müssten behoben werden.

Anfragen:

  • Löschweiher:

    Dietmar Pernpeintner (CSU) sagte, dass der Zulauf beim Herrnwahlthanner Löschweiher defekt sei und man den Schaden beheben sollte. Hierzu erklärte der Gemeindearbeiter, dass vor kurzem mittels Spülwagen die Leitung gereinigt wurde.

  • Milchvieh:

    Für den Bau eines Milchviehstalls östlich der Autobahn „Im Sand“ wurde eine neue Trassenverlegung für die Wasserleitung erforderlich. Diese führt nun ab Anwesen Kick ab Dietenhofen über gemeindliche Straßen mittels Bohrspülverfahren bis zum Neubau. (eav)

Priorität habe die Kirchstraße, da diese im Zuge der Straßensanierung der KEH11 bis zur Kirche im Frühjahr 2020 vom Landkreis saniert werde und sich die Gemeinde zwecks Gehwegneubau anhängen könnte, erklärte Bürgermeister Ranftl. Trübe Aussichten demonstrierte Pernpaintner auch beim Hauptsammler in der Einmußer Straße, hier seien Leitungen zugewachsen und Risse im Kanal zu verzeichnen.

Kanal muss saniert werden

Rot im Ampelplan heiße „sofort“ und orange „bald“, erklärte er auf die Dringlichkeitsfrage gegenüber einigen Räten. Gemeinderat Uli Stubenrauch (FW) sehe allerdings bei „Rot“ keinen umgehenden Handlungsbedarf, da sei sicher noch ein zeitlicher Puffer vorhanden. Dem entgegnete Gemeinderat Robert Schmack (CSU), dass durch Risse im Kanal Fäkalien in das Grundwasser gelangen könnten und er bei „Rot“ durchaus dringenden Handlungsbedarf sehe. In der Landwirtschaft würden zur Grundwasservorsorge verschärfte Düngevorschriften vorgegeben, und als Gemeinde warte man ab. „Das kann nicht sein“, so Schmack. Einstimmig wurde beschlossen, den Kanal abschnittsweise, je nach Dringlichkeit und Haushaltslage, zu sanieren. Begonnen werde in der Kirchstraße Anfang des Jahres.

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