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Region Kelheim
Samstag, 18. August 2018 31° 4

Kultur

Heimatgefühle wurden geweckt

Autorenlesung mit Gerda Stauner in Painten. Die Bücherei hatte zum Tag des Buches auch ein Angebot für Kinder.
Von Lea Hruschka

  • Autorin Gerda Stauner las aus ihrem Roman „Grasmond“. Foto: Lea Hruschka
  • Viele Kinder besuchten die Bücherei zur Lesestunde. Foto: Lea Hruschka

Painten.Der Tag des Buches, der dieses Jahr am 23. April datiert war, wurde in Painten gleich zweimal gefeiert. An einem Tag lud das Bücherei-Team Kinder zu einer Lesestunde ein, am darauffolgenden Tag las Autorin Gerda Stauner aus ihren zwei Romanen vor.

Vorlesen und spielen

Den Donnerstag widmete das Bücherei-Team den kleinen Besuchern. Ab 16 Uhr wurde ein Kinderbuch vorgelesen, Spiele gespielt und gebastelt. Außerdem gab es selbst gemachte Leckereien für die Mädchen und Buben.

Am Freitag wurden die Besucher der Autorenlesung mit einem Sektempfang begrüßt. Sowohl die Leiterin der Bücherei, Claudia Geß, als auch Pfarrer Adrian Latacz wünschten den Zuhörern einen schönen Abend. Außerdem freute sich das Bücherei-Team, dass der „Tag des Buches“ nun schon zum vierten Mal stattfinden kann und dank der zahlreichen Besucher eine feste Institution in Painten geworden ist.

Musikalisch umrahmt wurde die Lesung der Heimatromane durch den Paintner Wolfgang Wagner. Er spielt zwischendurch am Akkordeon.

Die aus Seubersdorf stammende Autorin Gerda Stauner begann, Szenen aus ihrem ersten Roman „Grasmond“ zu lesen. Dieser spielt in zwei Zeitebenen und dreht sich um das Kriegsende 1945 in der Oberpfalz. Der Enkel Melchior versucht zu erfahren, was damals bei seinen Großeltern Anderl und Walburga im Dorf passiert ist. Er vermutet Schlimmes, da die Familie immer abblockt, sobald der Krieg zur Sprache kommt.

Nach den Szenen erklärte Gerda Stauner, dass die Inspiration für diesen Roman von ihrer Oma stammte, die ihr viel vom Kriegsende in Seubersdorf berichtet hatte und ihr die Geschichte „wie einen Samen, der jetzt gereift ist, eingepflanzt hat“.

Zusätzlich sprach die Autorin mit zwei Zeitzeugen, wobei sie feststellte, dass der Krieg in vielen Familien tatsächlich ein Tabuthema ist.

Daraufhin gab es eine Pause, in der die Besucher mit vielen Schmankerln, die das Team der Bücherei selbst gemacht hatte, verköstigt wurden. Die Unterbrechung gab auch Gelegenheit, sich über das vorgetragene Buch und die Thematik auszutauschen.

Auch zweites Werk vorgestellt

Im zweiten Teil des Abends trug Gerda Stauner zwei Szenen aus ihrem zweiten Heimatroman „Sauforst – Vom Suchen und Finden der Heimat“ vor, dessen Handlung in Maxhütte-Haidhof spielt. Der Protagonist Anton, der im 19. Jahrhundert lebt, will nach dem Tod seiner Mutter seinen unbekannten Vater, seine Bestimmung und, wie der Titel schon verrät, seine Heimat finden. 150 Jahre später setzt sich Antons Urenkelin Annette mit der Familiengeschichte auseinander.

Abschließend bedankte sich Leiterin Claudia Geß bei Gerda Stauner für die Lesung und bei Wolfgang Wagner für die musikalische Untermalung des Heimatabends. Die beiden Bücher der Autorin werden in das Repertoire der Paintner Bücherei aufgenommen. Es gab aber auch die Gelegenheit, die interessanten und spannenden Romane selbst zu erwerben.

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