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Ausflug

Heimatliche Gefilde entdecken

Heuer waren die Ortsteile der Großgemeinde Bad Abbach das Ziel. Es gab manche erstaunliche Erkenntnis auf der Fahrt.
Von Gabi Hueber-Lutz

Kommandant Mathias Prasch demonstriert den Senioren die Ausrüstung der Feuerwehr. Foto: Gabi Hueber-Lutz
Kommandant Mathias Prasch demonstriert den Senioren die Ausrüstung der Feuerwehr. Foto: Gabi Hueber-Lutz

Bad Abbach.Warum denn in die Ferne schweifen? Die Gemeinde nahm sich heuer beim Seniorenausflug die Worte des deutschen Dichterfürsten Goethe zum Motto und lud ihre Senioren zu einer Fahrt durch die Großgemeinde ein. Der Kernort und seine Ortsteile verändern sich laufend. Alle paar Jahre führt der Seniorenausflug deshalb durch heimatliche Gefilde.

Die beiden stellvertretenden Bürgermeister Christian Hanika und Ferdinand Hackelsperger begleiteten die Gäste der Gemeinde auf der Fahrt. „Die Landschaft ist ja sooo schön“, schwärmte eine Bad Abbacher nach dem ersten Stück der Tour. So schön eingebettet liegen die Dörfer in der Landschaft. Sonst fahre sie nur auf der Autobahn oder der B 16. Aber bei dem Ausflug führte die Strecke zunächst über die Gemeindeverbindungsstraßen von Bad Abbach über Peising nach Saalhaupt und Dünzling. Und da war doch etwas mit der Grotte, kann man da hin, wo liegt die? Genau, die Lourdes-Grotte, in der die Dünzlinger zu bestimmten Festen ihre Gottesdienste abhalten und die so idyllisch am Ortsrand im Wald liegt. Bei der Seniorin steht diese Grotte nach dem Ausflug ganz oben auf der Liste der Orte, die sie sich genauer betrachten möchte.

Neue Erkenntnisse

Christian Hanika hat zu jedem Ort, an dem die Gruppe vorbeifährt, sehr viel zu erzählen. Aber auch er bekommt neue Informationen. Beim Frauenbründl gab es doch früher einen Imbiss, der super gelaufen ist, fragt er in die Runde. Die Antwort kommt sofort von einem der Herren: „Ja, der Grüne Baum“. Wieder was gelernt.

Für ganz andere Einblicke begeisterte sich eine weitere alteingesessene Bad Abbacherin: „Die Innenleben der Feuerwehrautos hab ich noch nie so gesehen“, berichtet sie. Gut, dass an diesem Tag bei der Bad Abbacher Stützpunktwehr ein längerer Stopp eingeplant ist. Kommandant Mathias Prasch und sein Stellvertreter Max Neubauer begrüßen ihre Gäste. In zwei Gruppen führen sie sie durch das Feuerwehrhaus mit dem markanten roten Anbau. „Wir haben hier eine super Truppe“, lobt Hanika die Feuerwehr. Er beleuchtet auch die Rolle der Gemeinde: „Der Markt zahlt hier alles, vom Schuhbandl bis zur Drehleiter.“ Die Drehleiter haben die beiden Feuerwehrler auf den Hof gefahren. Sie ist ganz neu.

Probefahrten in luftige Höhen gibt es an diesen Tag nicht. Bei knapp 70 Teilnehmern würde das den zeitlichen Rahmen sprengen. Schließlich wird im Bauhof bereits der Leberkäs für die Brotzeit nach dem Ausflug hergerichtet. Zunächst bleibt man aber noch bei der Feuerwehr. Über 200 Einsätze hat sie heuer schon gehabt, erzählt der Kommandant. Die Gruppe steht neben einem Anhänger, auf dem sich viele Vorrichtungen befinden, die zum Absichern der Feuerwehrleute und der Verkehrsteilnehmer gedacht sind. „Wenn ihr den dran habt, fahrt ihr zur Autobahn“, weiß eine kundige Besucherin. Das sei meistens so, nickt Prasch.

Selbst gemachte Lichtgiraffe

Sehenswert ist der Aufbau hinter den Sicherungsgegenständen. „Das ist unsere Lichtgiraffe.“ Auch wenn die Gemeinde als Dienstherr natürlich für das ganze Equipment der Feuerwehr zuständig ist, die Herren und Damen langen auch selber hin. Den Lichtmasten haben seine Kameraden 1976 gebaut, erzählt Prasch. Er ist bis zu acht Meter ausfahrbar und kann jede Unfallstelle perfekt ausleuchten.

Respektvolles Murmeln im Kreise der Zuhörer. Ein älterer Mann ist sehr beeindruckt: „Dass man so was in Eigenleistung machen konnte.“ Mit herzlichem Dank an die Feuerwehr geht es schließlich wieder weiter. Bad Abbach hat noch mehr zu bieten.

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Der Ausflug

  • Etappe 1:

    von der Bücherei im Kurhaus durch den Kurpark zum Vogelhaus, wo der Bus auf die Teilnehmer wartete;

  • Etappe 2:

    Wertstoffzentrum beim Tunell, Kaiser-Therme, Peising, Frauenbründl, Saalhaupt, Dünzling., danach Stopp bei der Bad Abbacher Feuerwehr;

  • Etappe 3:

    Oberndorf, Lengfeld, Poikam, Freizeitinsel, Bauhof. (lhl)

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