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Helfende Hände für Abensbergs Bedürftige

Ein Projekt von Elke und Albert Pinnecker sorgt dafür, dass auch in Zukunft Nahrungsmittel in der Stadt verteilt werden.
Von Wolfgang Abeltshauser

Gisela Bauer, Tanja Köhler und Adriana Loeb (v. l.) verteilen regelmäßig Lebensmittel in Abensberg.Sie haben ihren Mundschutz nur für das Foto kurz abgenommen. Foto: Albert Pinnacker
Gisela Bauer, Tanja Köhler und Adriana Loeb (v. l.) verteilen regelmäßig Lebensmittel in Abensberg.Sie haben ihren Mundschutz nur für das Foto kurz abgenommen. Foto: Albert Pinnacker

Abensberg.Elke und Albert Pinnecker aus Offenstetten haben eine klare Meinung: „Wir finden es unmöglich, Essen wegzuwerfen.“ Als sie in der Mittelbayerischen einen Artikel lasen, der darüber berichtet, dass Menschen in Kelheim Essen teilen und verschenken wollen, überlegten sie nicht lange. Sie gründeten eine eigene Gruppe für den Abensberger Raum, die schon jede Menge Zulauf hat. Jetzt haben sie sich sogar entschlossen, Bedürftigen zu helfen. Sie verteilen Lebensmittel.

Foodsharing heißt der englische Begriff, auf den sich die beiden berufen. Nahrungsmittel sollen nicht mehr in der Abfalltonne landen, sondern bei Bedarf untereinander getauscht oder verschenkt werden. „Nichts ist schlimmer, als wenn man Lebensmittel, die noch zum Verzehr geeignet sind, einfach wegschmeißt“, sagen sie.

Verbraucher

Die Essens-Retter aus Kelheim

Der Landkreis Kelheim hat eine Foodsharing-Gruppe. Aktuell läuft das Verschenken von Lebensmitteln jedoch schleppend.

Alles begann Ende Januar. Die Beiden gründeten eine Facebook-Gruppe. „Mittlerweile sind wir auf weit über 600 Mitglieder gewachsen,“ freut sich Albert Pinnecker. Nie im Leben hätten sie sich vorstellen können, dass ihr Projekt so eine Resonanz erhält. Täglich kämen neue Mitglieder hinzu. Wer etwas abzugeben hat, vermeldet das im Internet. Interessierte können sich darauf melden. Und dann könne man einen Treffpunkt ausmachen.

Sich selbst überrascht

Daran gedacht, dass ihr Projekt dazu noch einen ganz anderen Weg nimmt, haben sie zum Gründungszeitpunkt schon gleich gar nicht. Eines Tages lasen sie die Meldung, dass die Abensberger Tafel ihren Dienst bis auf Weiteres eingestellt hat. Aus Sicherheitsbedenken für ihre Mitarbeiter und Kunden habe man sich dazu entschlossen.

Elke und Albert Pinnecker Foto: Abeltshauser
Elke und Albert Pinnecker Foto: Abeltshauser

„Wir haben uns nach kurzer Sicherheitsüberlegung entschlossen, dort auszuhelfen. Wir bieten gespendete Lebensmittel den betroffenen Mitbürgern an.“ Albert Pinnecker begann, Lebensmittelläden nach Spenden zu abzuklappern.

Geschäftsleute ziehen mit

Er hatte Erfolg damit: Mittlerweile machen Abensberger und Neustädter Supermärkte mit. Von dort werden die Nahrungsmittel jeweils am Tag der Verteilung abgeholt. Die Pinneckers betonten, dass es dazu weitere Sachspenden, die bei der Logistik helfen, von Geschäftsleuten aus der Region gibt. Darüber hinaus fanden sich fleißige Hände, die für die freiwilligen Helfer und ihre Kunden Mund-Nasen-Schutz-Masken genäht haben. Aus dem Kreis der Gruppe engagieren sich neben den Pinneckers besonders Gisela Bauer, Tanja Köhler und Adriana Loeb.

Zwei Mal in der Woche

  • Termine:

    Zwei Mal in der Woche stehen die helfenden Hände bereit: Mittwochs wird zwischen 16.30 und 18 Uhr verteilt. Samstags ist es zwischen 9.30 und 12 Uhr soweit.

  • Menge:

    Elke Pinnecker betont, dass die Nahrungsmittel in haushaltsüblichen Mengen abgegeben werden. Es ist also nicht möglich, sich etwa den Kofferraum mit Reispackungen zu füllen. (wo)

Die Stadt hatte der Gruppe den Vorplatz beim Jugendzentrum als Fläche zur Verfügung gestellt. In den Augen von Elke Pinnecker ist es dort aber zu abgelegen. Deshalb sind sie mittlerweile auf das Gelände des Getränkemarktes Fellmeyer in die Regensburger Straße gewechselt. Dorthin können die Menschen kommen und sich – wie früher bei der Tafel – Nahrungsmittel abholen.

Bisher mit der Resonanz zufrieden

Bisher sind die Initiatoren mit der Resonanz zufrieden. Immerhin kamen pro Ausgabetag im Durchschnitt jeweils rund 20 Personen. Richtiggehend Werbung für die Aktion habe man bisher ja noch gar nicht gemacht. Und die Organisatoren gehen davon aus, dass ihr eigentliches Klientel nicht unbedingt im Internet unterwegs ist. Nur dort haben sie ihr Projekt bisher publik gemacht.

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Elke Pinnecker betont, dass ein jeder zum Abholen kommen dürfe. Allerdings sei die Aktion schon in erster Linie für diejenigen Menschen gedacht, die bisher zur Tafel gegangen sind. Etwa einen Berechtigungsschein müsse aber niemand vorzeigen. Beide sind sich sicher, das Projekt solange fortzuführen, bis die Tafel ihre Arbeit wieder aufnimmt.

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