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Kultur

Helmut Achtner singt für Abensberg

Der Liedermacher wird als städtischer Barde gefeiert.

Helmut Achtner (re.) mit seinem Partner Walter Heller  Foto: Schindler
Helmut Achtner (re.) mit seinem Partner Walter Heller Foto: Schindler

Abensberg.Es ist zwar eine Veranstaltung des Kulturprogramms „Novembernebel“, doch es ist keinerlei Novemberblues im Saal des Aventinums, als Florian Krinninger, der Kulturbeauftragte der Stadt Abensberg, Helmut Achtner als den Sänger dieser Stadt begrüßt. Einer, der immer für ein volles Haus sorge. Einer, der einen humorig-hintersinnigen Blick auf den Alltag, den kleinen Mann daselbst werfe, gewürzt mit einer Prise Sarkasmus und einer kleinen Portion Selbstironie.

Seine Zuhörer können mit ihm fühlen, man hat es irgendwie auch schon so erlebt, wenn er Geschichten aus der Jugendzeit erzählt oder manch modernen Unsinn aufs Korn nimmt. Bis dann mittendrin ein Liebeslied aufleuchtet, dass man zerschmelzen könnte. Begleitet und verstärkt wird der Liedermacher von seinem Partner Walter Heller. Beider Gitarren unterstützen mit ihrem melodiösen, klangvollen Sound die Achtnerschen Lieder, die sich musikalisch am Blues- und Country-Stil orientieren. Quasi als „Vorband“ (Welcher Liedermacher hat das schon?!) treten Walter Heller und seine Tochter Laura auf. Sie singt gefühlvolle Lieder über den Wert von Träumen, die kleinen Wunder, die es im Leben eines jeden gibt.

Wer auf der Esoterik-Welle mitschwimmt, geht am Ende von Achtners Konzert frustriert hinaus, wenn er erst aufgefordert wird, einen „Namaste(e)“ mitzutrinken und möglichst den selbst ernannten Schamanen im Kurpark zu besuchen, der einem für 1000 Euro – geradezu ein Schnäppchen – Erleuchtung schenkt, dass die „Chakras brodeln“.

Als Alternative plädiert der Sänger für „Sofaismus“, denn dem kann man zuhause, ohne fremde Anleitung, absolut gebührenfrei nachgehen: „Super für’s eigene Karma“ (und den Weltfrieden). Wer gar nicht auf Esoterisches verzichten will, dem sei entweder „Doga“ empfohlen, ein spezielles Yoga für den eigenen Hund, damit der durch Helden- oder Totenstellung sein wahres Wesen entdeckt.

Aber die Zuhörer wissen, dass es so schlimm selten kommt. So kann der Abend in befreitem Lachen und tosendem Applaus enden.

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