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Testlauf

Herausforderung für die Feuerwehr

Bei der abendlichen Großübung in Laubhof waren 150 Feuerwehrler im Einsatz. Das Szenario: Ein brennendes Anwesen.
Von Petra Kolbinger

Gut 150 Feuerwehrmänner- und frauen der Stützpunktwehr und aller Ortsteilfeuerwehren haben an der diesjährigen gemeinsamen Großübung in Laubhof teilgenommen. Foto: Petra Kolbinger
Gut 150 Feuerwehrmänner- und frauen der Stützpunktwehr und aller Ortsteilfeuerwehren haben an der diesjährigen gemeinsamen Großübung in Laubhof teilgenommen. Foto: Petra Kolbinger

Riedenburg.Der Mond steht wie eine schmale Sichel am Himmel. Dichter Rauch wabert über den kleinen Riedenburger Ortsteil Laubhof. Rotierendes Blaulicht und die Reflektoren an der Einsatzkleidung von mehr als 150 Feuerwehrleuten beherrschen das Bild. Was aussieht wie ein wahres Schreckensszenario, entpuppt sich als zweite gemeinsame Großübung aller elf Ortsteilwehren und der Stützpunktfeuerwehr Riedenburg. War im vergangenen Jahr die Pappenfabrik Schauplatz des nächtlichen „Brandfalles“, so wurde heuer der Brand eines Anwesens in Laubhof simuliert.

Wie schon im Vorjahr wartete auch in diesem Jahr eine ganz spezielle Herausforderung auf die Floriansjünger. Das Löschwasser für Laubhof kommt im Brandfall aus dem Hochbehälter Thann. Schon unter Normalbedingungen ist die Löschwasserversorgung problematisch. Weil der Hochbehälter aktuell saniert wird, kämpften die Löschtrupps am vergangenen Mittwoch unter zusätzlich erschwerten Bedingungen. Der Großteil des Löschwassers musste aus dem Altmühlmünsterer Bach bezogen werden. Um 18.30 Uhr ging der Erstalarm in der Einsatzzentrale ein, nur dreizehn Minuten später begannen die ersten Feuerwehrler mit der Verlegung der Schlauchleitung. Knapp eineinhalb Kilometer lang war sie am Ende. 75 Schläuche waren im Einsatz, sechs Pumpen beförderten das Löschwasser über 110 Höhenmeter vom Bach bis zur „Brandstelle“ in Laubhof.

Mehr zur Übung

  • Löschwasserbehälter:

    Seit langem steht fest, dass ein Löschwasserbehälter in Laubhof unverzichtbar ist. Riedenburgs Bürgermeister Siegfried Lösch informierte, dass die Standortsuche noch laufe. Man stehe aber in Verhandlungen mit Grundstückseigentümern. Wenn am Jahresende der Thanner Hochbehälter fertig saniert sein wird, soll auch klar sein, welche Kapazitäten der Löschwasserbehälter in Laubhof haben muss, um im Brandfall ausreichend Wasser liefern zu können.

  • Abschluss:

    Der ereignisreiche Abend klang mit einer Besprechung und einem gemütlichen Beisammensein im Gerätehaus der Feuerwehr Meihern in Deising aus. Die Kameradschaft gilt es zu pflegen.

Nach einer Stunde und 12 Minuten war die Großübung beendet und das komplette Übungsszenario zur allseitigen Zufriedenheit abgearbeitet. „Ich bin sehr stolz auf unsere Feuerwehrmänner und -frauen. Wir sind top aufgestellt, alle arbeiten reibungslos zusammen und bilden gemeinsam eine wirklich schlagkräftige Gesamtfeuerwehr“, lobte Riedenburgs Bürgermeister Siegfried Lösch (CSU) die Einsatzkräfte. Dass sich so viele Feuerwehrleute Zeit für die Übung genommen haben, freue ihn besonders. „Das ist nicht selbstverständlich“, betonte er und dankte allen Beteiligten, die zu der Großübung ausgerückt waren. Nicht zu vergessen waren die Floriansjünger, die während der Großübung mit einem Fahrzeug in der Stützpunktfeuerwehr zur Gebietsabsicherung zurückgeblieben waren, um zwischenzeitlich die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.

„Die Zusammenarbeit war top“, lobte auch Kommandant Johann Bühler und gab an, auch künftig jährlich eine Großübung aller Gemeindefeuerwehren abhalten zu wollen. Er dankte neben allen Teilnehmern der Übung vor allem auch den Kommandanten der Meiherner Feuerwehr, Konrad Halbig und Simon Meier. Sie hatten die Übung im Vorfeld organisiert. Bühler dankte außerdem den Eigentümern des Geländes, die ihr Anwesen für die Übung zur Verfügung gestellt hatten.

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