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Sitzung

Historisches Ortsbild erhalten

Das Kirchgässchen bleibt weiterhin in öffentlicher Hand und soll saniert werden. Ein Antrag auf Auflassung wurde abgelehnt.
Von Edith Vetter

Das Kirchgässchen bleibt weiterhin in öffentlicher Hand. Foto: EDITH VETTER
Das Kirchgässchen bleibt weiterhin in öffentlicher Hand. Foto: EDITH VETTER

Rohr.Der Antrag von Stefan Scheugenpflug auf Auflassung der Widmung des beschränkt-öffentlichen Fußweges (Kirchgasse) wurde im Gemeinderat jüngst kontrovers diskutiert und letztendlich mit 6:10 Stimmen abgelehnt. Dem Antragsteller wurde ein Rederecht in der Sitzung erteilt, um die Dinge aus seiner Sicht zu erklären.

Als Gründe führte er eine unzureichende Verkehrssicherheit an, denn Fußgänger, die den Weg verlassen, seien für den Straßenverkehr der Kirch- und der Pfarrgasse nicht rechtzeitig zu erkennen. Ebenfalls seien sowohl der vorhandene Schotterweg als auch die Treppenanlage in keinem guten baulichen Zustand. Auch würde das Kirchgässchen seltener genutzt und der Weg ebenso wie die angrenzenden Privatgrundstücke würden durch die Besucher stark verschmutzt werden.

Die umliegenden Nachbarn unterstützten ebenfalls die Auflassung der Widmung, so Scheugenpflug. Bürgermeister Andreas Rumpel regte an, den Erhalt des historischen Weges in den Gemeindeentwicklungsplan (ISEK) aufzunehmen. Für die Attraktivität des alten Ortskerns sei der Weg unter städtebaulichen Gesichtspunkten im Gesamtkonzept ein wichtiges Kriterium. Auf Nachfrage unseres Medienhauses erläuterte Bürgermeister Rumpel, dass es sich um einen beschränkt-öffentlich gewidmeten Fußweg auf Privatgrund des Eigentümers Scheugenpflug handle. Mit Beschluss vom 16. Februar 1961 wurde der Verlegung des Weges mit gleichzeitiger Eintragung der entsprechenden Grunddienstbarkeit zugestimmt, weil die vorhergehende Generation einen Stall zur Tierhaltung (1961) bauen habe wollen. Als Auflage für das Baurecht wurden die Verlegung und gleichzeitig Duldung des Weges angeordnet. Gerade diese kleinen Wege und Gässchen hätten einen Charme in Orten mit historischem Ortsbild.

Breiten Raum nahm in der Sitzung auch das Thema „Feuerwehrwesen“ ein. Beraten sollte unter anderem die Ausrüstung für die Feuerwehren Helchenbach und Laaberberg werden. Marktgemeinderat Fred Kammermeier beantragte aber, den Punkt Helchenbach in der nächsten Sitzung im nichtöffentlichen Teil vorzuberaten. Rumpel erklärte, dass Helchenbach für die öffentliche Sitzung gelistet wurde, weil eine angedachte Ersatzbeschaffung für das Tragkraftspritzenfahrzeug bereits öffentlich diskutiert werde. Die erzeugte „Unruhe“ würde deshalb, laut Rumpel, eine sofortige öffentliche Behandlung notwendig machen. Mit 13:1 Stimmen wurde beschlossen, die Beschaffung nichtöffentlich vorzuberaten.

Die Ortsfeuerwehr Laaberberg bekommt einen Pkw-Anhänger zum Transport der Hochwasserausrüstung für Ausrüstungsgegenstände, die der Feuerwehrverein bereits gekauft hat. Der Kommandant Sebastian Ottl habe mitgeteilt, dass das 34 Jahre alte Tragkraftspritzenfahrzeug noch fünf Jahre laufen könnte und er an Stelle einer Fahrzeugersatzbeschaffung für einen Anhänger plädiere. Weiter wurde vom Feuerwehrverein mitgeteilt, einen Betrag von rund 1000 Euro für die Beschaffung eines Anhängers mit Plane zur Verfügung zu stellen.

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  • Verkehr:

    Vom Kindergarten bis zum Treppenabgang des Parkplatzes Hallenbad muss der Fußgängerbereich markiert und die Fahrbahn verengt werden. (eav)

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