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Gemeinderat

Hoffnung auf friedliche Zeiten

Die Arbeit im Bad Abbacher Gremium schien 2019 oft schwierig. Die Zuversicht auf bessere Zusammenarbeit ist da.
Von Gabi Hueber-Lutz

Der Gemeinderat tagt im Bad Abbacher Rathaus. Der Haussegen im Gremium hing im letzten Jahr mitunter schief. Foto: Gabi Hueber-Lutz
Der Gemeinderat tagt im Bad Abbacher Rathaus. Der Haussegen im Gremium hing im letzten Jahr mitunter schief. Foto: Gabi Hueber-Lutz

Bad Abbach.Die letzte Sitzung des Gemeinderats im Jahr gehört in Bad Abbach traditionell dem Rückblick der Gruppierungen und Fraktionen. Seit September vertritt zweiter Bürgermeister Christian Hanika gemeinsam mit drittem Bürgermeister Ferdinand Hackelsperger das Gemeindeoberhaupt Ludwig Wachs. Zu Beginn der Sitzung hatte Hanika eine gute Nachricht: „Ludwig Wachs ist zu hundert Prozent geheilt und kommt im Januar wieder zurück.“

In seinem Rückblick beschäftigte sich Hanika hauptsächlich mit der Stimmung im Gremium. Der „emotionale Tiefpunkt“ sei das Thema Wahlleiter gewesen. Wie berichtet hatte die CSU bei der Sitzung Anfang Oktober beantragt, Geschäftsleiter Georg Brunner wegen eines Facebook-Likes nicht zum Wahlleiter zu ernennen. Zugleich habe dieser Tiefpunkt aber auch eine positive Überraschung gebracht, so Hanika. Man habe sich nämlich zusammengesetzt und alle hätten sich ausgesprochen. „Seither ist es angenehm und konstruktiv.“ Für die Zukunft stünden viele Aufgaben an, und der Bürger habe den Gemeinderat gewählt, damit er arbeite und das Beste für die Bürger erreiche.

Persönliche Befindlichkeiten

Josef Meier, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, dankte den beiden Stellvertretern für den Fleiß und den Sachverstand, mit dem sie die Führung des Marktes übernommen hätten. Auch er ging auf den Umgang im Gremium und mit der Verwaltung ein. Teil des Charakters eines Menschen seien seine Feinfühligkeit und Besonnenheit. Heuer habe man feststellen müssen, dass persönliche Befindlichkeiten über das Gemeinwohl gestellt worden seien. Gremiumsmitglieder und Beschäftigte der Verwaltung seien zum Teil diffamiert worden. „Werden wir disziplinierter und gelassener in unserer Wortwahl“, appellierte er an das Gremium.

Für Erstaunen sorgte Andreas Diermeier, der Fraktionsvorsitzende der CSU. Es sei die Zeit der guten Vorsätze, sagte er. Er habe sich vorgenommen, im Gremium nicht mehr so viel zu schwätzen. Diesen Vorsatz setze er heute gleich um, sagte er und wünschte allen frohe Weihnachten.

Bauausschuss

  • Veränderung:

    Der Wasserzweckverband braucht an seinem Standort in Lengfeld am Thürmerweg mehr Platz. Daher soll der Verband zum Teil ein danebenliegendes Wohnhaus als Büro nutzen.

  • Änderung:

    Einstimmig genehmigte der Bauausschuss die Nutzungsänderung. Aus dem Wohnhaus kann ein Bürogebäude werden. Die benötigten Stellplätze werden geschaffen. (lhl)

Seine Nachrednerin, Bettina Grünewald, Fraktionsvorsitzende der Zukunft Bad Abbach, war sichtlich erstaunt ob dieses Statements, ließ einen Teil ihrer eigenen Rede fallen und sagte, sie wünsche sich von Herzen, „dass wir einen respektvollen Wahlkampf führen“ und umsichtig und taktvoll im Umgang mit den sozialen Medien seien. Siegfried Schneider, Vertreter des innovativen Netzwerks Bad Abbach, sprach das Thema Fraktionssprecher und Fraktionsstatus an. Aus Sicht der kleinen Gruppierungen sollte das Thema gelöst werden. Hanika verwies auf die nächste Fraktionssprechersitzung. Generell solle sich aber das neu zu wählende Gremium damit beschäftigen. Elfriede Bürckstümmer, Vertreterin der SPD, sah das letzte Jahr als geprägt von Ärger, Differenzen und Enttäuschungen an. Nur wenn alle zusammen ihre Ideen einbrächte, werde man den Weg, der in Bad Abbach begonnen wurde, weitergehen können.

Wahlhelfer gesucht

Erich Wagner von den Aktiven Bürgern dankte allen für die konstruktive Zusammenarbeit und dritter Bürgermeister Ferdinand Hackelsperger sagte, man könne durchaus auch stolz sein. Es sei einiges passiert und auf den Weg gebracht worden.

Auch eine Beschlussfassung gab es bei der Sitzung: Das Erfrischungsgeld für die Wahlvorstände bei den kommenden Kommunalwahlen wurde von 50 Euro auf hundert Euro erhöht. Der Aufwand bei Kommunalwahlen sei hoch, sagte Brunner, und Wahlhelfer seien nicht leicht zu bekommen.

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