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Hollerhof startet Förderstättengruppe

Auf dem neuen Hollerhof geht es jetzt los mit einer Notgruppe. Die feierliche Eröffnung wurde auf 2021 verschoben.

Statt einer feierlichen Eröffnung gab es auf dem Hollerhof ein Gruppenfoto. Foto: Winfried Konerding
Statt einer feierlichen Eröffnung gab es auf dem Hollerhof ein Gruppenfoto. Foto: Winfried Konerding

Münchsmünster.Nach gut drei Jahren Planungs- und Bauzeit startet jetzt auf dem neuen Hollerhof in Münchsmünster die Förderstätte ihre erste Gruppe – allerdings zunächst nur als Notgruppe für körper- und mehrfachbehinderte Menschen, die derzeit nicht daheim von ihren Angehörigen betreut werden können. Mit einem Blumenstrauß begrüßten Vereinsvorsitzender Claus Gelhorn, Hollerhaus Geschäftsführer Roman Schiele und Bürgermeister Andreas Meyer am Montag die beiden ersten Klienten.

„Wir freuen uns riesig, dass unsere Klienten endlich eintreffen und Leben ins Haus kommt!“, zeigte sich Roman Schiele begeistert. „Heute ist für uns alle ein ganz besonderer Tag! Es geht endlich los. Menschen mit komplexen Behinderungen aus der Region finden hier nun ein neues Zuhause – moderne, offene Räumlichkeiten in einem wunderbar grünen Umfeld.“

Der Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. aus Ingolstadt setzt mit dem Hollerhof in Münchsmünster nicht nur vom Standort einen neuen Schwerpunkt. „Wer über das weitläufige Gelände hier an der Weiherwiese geht“, so Vereinsvorsitzender Claus Gelhorn, „nimmt neben Wohnheim und Förderstätte auch verschiedene andere Gebäude wahr: ein Gewächshaus, einen großen Geräteschuppen, ein Tierhaus sowie eine Vielzahl von Gartenflächen für Obst- und Gemüseanbau.“ All das wird künftig Raum schaffen für die tierpädagogische und gartentherapeutische Arbeit auf dem Hollerhof. „Gespannt sind wir natürlich alle auf die Alpakas, die im Laufe des Sommers auf dem Hollerhof einziehen werden.“

Das Projekt

  • Vielfalt:

    In der Gemeinde Münchsmünster entsteht der sogenannte Hollerhof. Auf dem Gelände werden eine Förderstätte und ein Wohnheim errichtet. Zudem entstehen vier Sozialwohnungen im Rahmen eines inklusiven Wohnens, ein Begegnungshaus mit Gastronomie, eine Großküche, ein Tier- und ein Gartenhaus.

  • Rahmen:

    Auf dem Hollerhof entstehen insgesamt sieben Förderstättengruppen (mit je sieben Personen) und drei Wohnheimgruppen (mit je acht Personen) für schwer körper- und mehrfachbehinderte erwachsene Menschen.

Bis dahin werden die Landschaftsgärtner die Arbeiten an den Grünanlagen und Weideflächen noch fertigstellen. Die ersten Obstbäume jedenfalls sind schon gepflanzt und stehen derzeit in Blüte. Auf dem 20 000 Quadratmeter großen Gelände sind 24 Wohnheim- und 49 Förderstättenplätze für schwer körper- und mehrfachbehinderte Menschen entstanden. „Der Betrieb kann unter den Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie leider nur schrittweise starten“, so Claus Gelhorn. „Derzeit sind nur Notgruppen erlaubt, für Klienten, die nicht in unseren Wohnheimen oder von Angehörigen daheim betreut werden können. Bis alle sieben Förderstätten- und drei Wohnheimgruppen vor Ort sein werden, wird es wohl noch einige Zeit brauchen.“ Im Wohnheim gibt es zudem auch noch einige freie Plätze. Interessierte können sich darum bewerben.

Gerne hätten die Verantwortlichen die Fertigstellung und den Start des Betriebes mit einer offiziellen Einweihung und einem großen Sommerfest Anfang Juli gefeiert. Aufgrund des Verbotes von größeren Veranstaltungen musste dieses allerdings auf das Jahr 2021 verschoben werden. Ein genauer Termin wird noch bekannt gegeben.

Zuversichtlich zeigt Geschäftsführer Roman Schiele bezüglich des neuen Begegnungshauses auf dem Hollerhof. „Es deutet sich ja an, dass in den nächsten Wochen gastronomische Betriebe unter bestimmten Voraussetzungen wieder starten dürfen. Dann könnten wir vielleicht noch in diesem Sommer den Biergarten am Begegnungshaus öffnen. Gäste werden sich dort dann auch über den kleinen Hopfengarten freuen können, den die Gemeinde Münchsmünster dem Hollerhof geschenkt und eingerichtet hat.“

Gesucht werden weiterhin zusätzliche Fachkräfte für die neue Einrichtung, insbesondere für das Wohnheim. Mit einer großen Kampagne wirbt das Hollerhaus deshalb derzeit auf Plakatwänden und digitalen Werbetafel um neue Mitarbeitende.

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