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Region Kelheim
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Brauchtum

Hopfenzupfer wieder startklar

Die Chiamata di Marzo in Recoaro Terme findet in diesem Jahr mit einer größeren Beteiligung aus Neustadt als sonst statt.
Von Jochen Dannenberg

Die Hopenzupfergruppe aus Neustadt wird heuer zum vierten Mal nach Recoaro Terme fahren. Foto: Dannenberg
Die Hopenzupfergruppe aus Neustadt wird heuer zum vierten Mal nach Recoaro Terme fahren. Foto: Dannenberg

Neustadt. Alle zwei Jahre feiert Neustadts Partnerstadt eines der berühmtesten Feste in den Kleinen Dolomiten – die Chiamata di Marzo. Heuer ist es wieder soweit, am letzten Februar-Wochenende findet das traditionsreiche Winteraustreiben statt, mit dem Recoaro auch seine glorreiche Vergangenheit als einst mondäner Kurort feiert.

Viele Neustädter werden dabei sein. Für Stadtrat Anton Stadler ist das Fest eine der wichtigsten Veranstaltungen im Rahmen der Städtepartnerschaft. „Ein Höhepunkt der vielen Beziehungen zwischen Recoaresi und Neustädtern ist ganz sicher das Altbayerische Stadtfest am zweiten Juli-Wochenende, ein weiteres Highlight ist natürlich die Chiamata im Februar“, sagt Stadler.

Er muss es wissen. Nicht nur weil er Referent des Stadtrats für die Beziehungen nach Recoaro ist, sondern weil er selbst schon oft in der italienischen Partnerstadt war. Auch als Aktiver. Und als solcher wird er auch in diesem Jahr vor Ort sein. „Im Schlepptau“ des Stadtrats ist wieder die Hopfenzupfergruppe aus Neustadt. Seit sie vor einigen Jahren erstmals an dem Umzug der Chiamata di Marzo neben Dutzenden anderer Gruppen teilgenommen hat, ist sie zu einem Publikumsliebling geworden.

Beim Umzug werden u.a. alte Handwerke dargestellt. Die Teilnehmer treten in historischen Kostümen auf. Der Zug dauert mehrere Stunden, Tausende Besucher säumen die Strecke in der malerischen Altstadt von Recoaro.

Auch Musik aus Neustadt

„Wir werden heuer zum vierten Mal dabei sein“, sagt Stadler. „Die Stimmung bei der Chiamata ist einfach wunderbar, der Umzug macht auch als Teilnehmer viel Spaß.“ An ihrem Konzept wird die Hopfenzupfergruppe voraussichtlich nichts ändern. Die Frauen, Männer und Kinder werden sich wieder in altes Gewand kleiden, Säcke mit Hopfen nach Italien mitnehmen und dann am Zug teilnehmen. Während des Umzuges werden die Hopfenzupfer wieder Schmalzbrote und Bier verteilen.

Die Beteiligung Neustadts an dem Fest, sagt Anton Stadler weiter, wird sich aber nicht nur auf die Hopfenzupfer beschränken. Auch für Musik will Neustadt in Recoaro sorgen. So ist geplant, dass Stadtrat und Heimatpfleger Edi Albrecht mit der Marchinger Feuerwehrkapelle nach Italien reist. „Recoaro ist eine Reise wert“, ist Anton Stadler überzeugt. Dazu trägt in diesem Jahr auch wieder das Programm der Fahrt bei, die erneut von der Stadt Neustadt organisiert wird. Nach der Anreise mit dem Bus am Freitag, 23. Februar, und einem mehrgängigen Menü steht am Samstag ein Ausflug nach Padua an. „Am Samstagabend“, weiß Anton Stadler, „ist in der Stadt überall was los.“ Die Chiamata ist nämlich mehr als der große Umzug, es ist ein Fest.

Reiches Programm

Am Sonntag steht schließlich der Zug auf dem Programm, der traditionelle Höhepunkt des Wochenendes. Vorher und hinterher gibt es u.a. Konzerte und einen Gottesdienst in cimbrischer Sprache, der Sprache jener deutschen Siedler, die sich zwischen 1050 und 1350 vor allem im Gebiet der heutigen Provinzen Trient, Verona und Vicenza angesiedelt haben. In Sprachinseln haben sich die urtümlichen deutschen Dialekte bis ins 20. Jahrhundert als Umgangssprache erhalten. Am Montag, 26. Februar, geht es zurück nach Neustadt.

Wer nicht mitfährt: Beim Stadtfest wird es wieder die „Italienische Nacht“ und den italienischen Pavillon geben. „Eventuell“, sagt Stadler., „werden wir dabei wieder eine Espresso-Bar haben.“ Unter Umständen wird es heuer auch mal einen „Extra-Verkauf“ mit Produkten aus Recoaro in Neustadt geben.

Weitere Berichte aus Neustadt

Mit dem Bus

  • Vom 23. bis 26. Februar

    fährt wieder ein Reisebus, den die Stadt Neustadt organisiert, zur Chiamata di Marzo in Recoaro Terme.

  • Der Preis

    für die Fahrt beträgt 160 Euro (Übernachtung im Doppelzimmer, inklusive Frühstück und Menü am Freitagabend). Anmeldung bei der Stadtkasse, Tel. (0 94 45) 97 17 31.

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