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Advent

Ihre Stimmen verzauberten Langquaid

Der Nachwuchschor der Domspatzen brillierte beim Weihnachtskonzert. Der Erlös des Konzertes kommt ausnahmslos der Grund- und Mittelschule zugute.

Nicht nur stimmlich, sondern auch optisch ohne Tadel: der Nachwuchschor der Domspatzen in Langquaid. Foto: Vetter

Langquaid.Schon die ersten Töne von „Rorate coeli desuper“ (Tauet Himmel, den Gerechten) zeigten, was den Nachwuchschor der Regensburger Domspatzen so besonders wirken lässt: die jugendliche Frische, die offene Andersartigkeit die herrlichen Stimmen.

Dynamisch, temperamentvoll mit glockenhellen Tönen, so besonders wie Schneeflocken im Juli – untermalt von Violinen und Klavier. Trotz des nasskalten Wetters und vorweihnachtlicher Konkurrenzveranstaltungen blieb kein Sitz in der Sporthalle der Grund- und Mittelschule unbesetzt. Denn das Weihnachtskonzert des berühmten Knabenchores unter Leitung von Kathrin Giehl war das musikalische Highlight im Langquaider Adventskalender. Organisiert wurde es vom Förderverein der Langquaider Schulen.

Vorsitzender Jürgen Schlape, Bürgermeister Herbert Blascheck und Rektorin Claudia Müller bezeichneten das Konzert als musikalischen Glanzpunkt und dankten dem Chor, der Menschen aller Generationen begeistere. Unter großem Beifall betraten die 36 Knaben und 20 jungen Männer in ihren blauen Anzügen mit roter Fliege einzeln die Bühne. Dann stimmte sich das Orchester ein und ehrfürchtige Stille breitete sich aus. Sechsstimmige, vierstimmige A-capella-Werke der Vokalpolyphonie wechselten sich ab mit Adventskantaten der Barockzeit, Chorstücken des 20. Jahrhunderts sowie alpenländischem Liedgut. Die Chorleiterin engte ihr Ensemble nicht ein, man merkte den Sängern ihre Leidenschaft für die Musik und die Begeisterung beim Singen an. Das Publikum spürte das und war von Anfang an dabei, oft allzu fleißig mit Zwischenbeifall.

Das Kommen des Erlösers wurde aus Sicht eines Hirtenjungen bezaubernd von einem Chorknaben rezitiert. Die Sehnsucht und Erwartung des Volkes Israel, die Verkündigung an Maria, der Weg der Hirten zur Krippe und schließlich die Begegnung mit dem neugeborenen Kind, dem Messias.

Die kristallklare Reinheit der Stimmen und die musikalische Einheit des Chores, der Solisten und des Orchesters prägten dieses wunderbare Konzert.

Beim letzten Ton huschte ein beseelter Ausdruck über die jungen Gesichter – und fand in den Mienen der Zuhörer Widerhall. Mit anhaltendem Applaus honorierten diese das herausragende Konzert. Artig verbeugten sich die Scholaren vor ihrem Publikum und bedankten sich mit einer Zugabe. (eav)

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