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Im Kiga steht das Leben nicht still

In St. Laurentius wird gearbeitet. Die Kinder freuen sich über Post.

  • Mit der Notbetreuungsgruppe werden Drachen gebastelt. Fotos: Mayer
  • Jedes Kindergartenkind bekommt Post aus St. Laurentius

Neustadt an der Donau.Im Kindergarten St. Laurentius in Neustadt (Neubau) steht die Welt zur Zeit genauso Kopf wie überall. Anfangs war es eine sehr merkwürdige Situation, ohne Kinder im Kindergarten zu arbeiten, teilt Kindergartenleiterin Monika Mayer mit. Das Personal erledigte viele schriftliche Arbeiten, für die im Alltag schwer Zeit ist. Es wurden Bögen ausgewertet, Spielmaterialien überarbeitet, Belehrungsordner, Hygienehandbücher, Brandschutzpläne und vieles mehr intensiv durchgegangen.

„Wir nähen außerdem derzeit neue Tücher für den Sportunterricht, erarbeiten zukünftige Projekte, stellen Legematerialien her, beschäftigen uns viel mit dem Thema situationsorientiertes Arbeiten. „Unser Kindergarten-Team hat in den letzten Wochen also trotzdem nicht still gestanden“, sagt mayer. Derzeit werde intensiv an einer zusätzlichen neuen Art der Zusammenarbeit mit den Eltern gearbeitet. „Wir haben nun die sogenannte Kita-Info-App“, sagt sie. „Mithilfe dieser App können Elternbriefe und weitere Informationen weitergegeben werden, Kinder abwesend gemeldet werden, Rückmeldungen gegeben werden, und vieles mehr.“ Das Kindergartenpersonal bittet deshalb alle Eltern, sich die App zeitnah kostenfrei herunterzuladen. So kann der Informationsfluss gut und schnell stattfinden.

„Wir vermissen unsere Kinder: Es ist sehr merkwürdig, mit nur so wenigen Kindern in unserer Notbetreuung zu arbeiten. Es werden allmählich mehr“, schildert Mayer. Die Gruppen werden allerdings sehr klein gehalten und bleiben in der gleichen Zusammensetzung. Es wird nicht durchgewechselt, um das Infektionsrisiko klein zu halten. Das Personal arbeitet in zwei Personalgruppen im wöchentlichen Wechsel zu Hause oder im Kindergarten. So soll die Aufrechterhaltung des Betriebes gesichert sein, wenn eine Hälfte wegen Quarantäne ausfallen sollte. Um den Kontakt zu den Kindern und den Familien nicht zu verlieren, bekommt jedes einzelne der 111 Kindergartenkinder wöchentlich Post vom Personal ausgeliefert. „Wir packen einige Ideen für die Beschäftigung wie Bastelmaterial mit Anleitung, Blumensamen mit bebilderter Vorgehensweise zum Anpflanzen, Lieder rein“, erklärt die Kindergartenleiterin. Das kommt gut an.

Durch die aktuelle Situation konnte das Treffen im Rathaus mit allen Kindergärten und dem Rathauspersonal noch nicht stattfinden. Dieses Treffen wird erst Ende Mai sein, erst danach kann Auskunft über die zukünftige Platzvergabe gegeben werden.

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