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Kultur

In Abensberg droht die Sascha-Falle

Thomas Seeber und Robert Raith sind im Theater am Bahnhof in einem besonderem Stück zu sehen. Sie haben es sich gewünscht.
Von Wolfgang Abeltshauser

Robert Raith und Thomas Seeber (v. l.) geraten in die Sascha-Falle. Foto: Abeltshauser
Robert Raith und Thomas Seeber (v. l.) geraten in die Sascha-Falle. Foto: Abeltshauser

Abensberg.Thomas Seeber und Robert Raith sind derzeit ganz schön im Stress. Zweimal in der Woche treffen sie sich im Theater am Bahnhof, um zu proben. Und trotzdem freuen sie sich. Endlich haben es die beiden Theaterurgesteine geschafft, gemeinsam in einem Zwei-Mann-Stück auf der Bühne zu stehen. Damit nicht genug. Die Beiden haben sich zusammen mit Regisseurin Steffi Wildenhein eine Komödie ausgesucht, die ein ganz spezielles gesellschaftliches Thema zum Inhalt hat.

Die Beiden spielen ein altes Liebespaar: Arno und Ben haben sich vor genau zwanzig Jahren kennen und lieben gelernt. Das muss gefeiert werden! Ein „Vertrautheits-Quiz“, dazu ein romantisches Essen bei Kerzenschein.... Es könnte so schön sein. Wäre da nicht Sascha, dieses Sahnestück zum Anbeißen, dem beide heimlich zu erliegen hoffen. Ausgerechnet an diesem Jubiläumstag soll der an der Tür klingeln.

Bei der Fortbildung schnackelte es

Vor einiger Zeit machten Raith und Seeber bei einer Theaterfortbildung mit. „Da mimten wir ein homosexuelles Paar“, erinnert sich Seeber. So entstand die Idee. Sie führt dazu, dass der Theaterverein Lampenfieber wieder einmal eine spezielle Premiere vor sich hat. Die steigt am 14. März um 19.30 Uhr.

Spaß

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Die Zwei hatten aber schon länger den Plan, gemeinsam etwas auf die Bühne zu bringen. Schon allein, weil sie körperlich so gut zusammenpassen würden. Was jetzt natürlich ein Spaß ist – misst Raith doch deutlich mehr Zentimeter als sein Compagnon. Allein das würde viele Möglichkeiten bieten, lustige Szenen zu generieren.

Abwechslung zum Herbst

Da im vergangenem Herbst ein großes Stück mit vielen Schauspielern auf die Bühne gebracht wurde, passe dies nun auch als Abwechslung. Seit Oktober bereiten sich alle Drei auf die Premiere vor.

Das ist für die beiden Schauspieler rein handwerklich eine Herausforderung. Das Stück zählt rund 90 Minuten – Seeber und Raith sind dabei die meiste Zeit über auf der Bühne. Das geht an die Kondition. „Sie sind nach den Proben manchmal schon sehr erschöpft“, beobachtet die Regisseurin.

Der Weg ins Theater

  • Termine:

    Das Stück wird an folgenden Tagen aufgeführt: 14., 20., 21., 27. und 28. März um 19.30 Uhr sowie am 15., 22. und 29. März um 17 Uhr. Ort ist jeweils das Theater am Bahnhof. Der Eintritt kostet zwölf Euro (neun für Kinder bis 16 Jahren).

  • Tickets:

    Tickets gibt es im bellibri Montag bis Samstag von 9.30 bis 12.30 Uhr sowie Dienstag bis Freitag von 14.30 bis 18 Uhr, im Herzogskasten Montag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr sowie Freitag von 10 bis 12 Uhr. (wo)

Es ist viel Text zu lernen. Wobei das nicht das Problem darstelle. Da habe laut Raith ein jeder seine Art und Weise. Da komme es nicht auf die Menge an. Aber die Stimmbänder leiden laut Seeber. Der setzt da auf bestimmte Stimmübungen, um sie elastisch zu halten.

Uraufführung in Lübeck

Das Stück stammt aus der Feder von Martina Nowatzyk und Uli Sandau. Letzterer gründete in den 90er-Jahren in Lübeck das Privattheater Partout. Seine Co-Autorin schreibt für das dortige Ensemble immer wieder Stücke. Die Sascha-Falle feierte im hohen Norden im November 2012 Uraufführung. Wildenhein und Seeber hatten das Stück übrigens vor einigen Jahren schon einmal mit Blick. Damals fehlte es aber am entsprechenden Partner.

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Zu viel soll über das Ende der Komödie nicht verraten werden. Aber: „Es geht positiv aus“, verspricht Wildenhein. Es zeige sich, was eine Beziehung aushalten könne und müsse. Was übrigens für alle Paare gelte – also auch für heterosexuelle. Auf das Publikum warten außerdem einige Überraschungen. Wir dürfen also gespannt sein.

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