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Gemeinderat

Investitionen in Bad Abbachs Zukunft

Der Schulumbau macht Fortschritte. Für ein Multifunktionshaus mit Jugendtreff werden Fördermittel ausgelotet.
Von Gabi Hueber-Lutz

Zwischen der Grundschule und der Angrüner Mittelschule entsteht derzeit der Verbindungsbau. Ende 2020 soll er fertig sein. Foto: Gabi Hueber-Lutz
Zwischen der Grundschule und der Angrüner Mittelschule entsteht derzeit der Verbindungsbau. Ende 2020 soll er fertig sein. Foto: Gabi Hueber-Lutz

Bad Abbach.Mit zwei großen Themen beschäftigte sich der Schulausschuss bei seiner Sitzung am Dienstag: mit dem Fortschritt an der Baustelle Schule und den Planungen zum Jugendtreff. Mitarbeiter von Arge Gutthann erläuterten den laufenden ersten Bauabschnitt des Millionenprojekts Schulumbau. Derzeit wird der Mittelbau erstellt, der beide Schulen verbinden wird.

Mit dem Bezug dieses Erweiterungsbaus rechnen die Fachleute bis Weihnachten 2020. Der Fertigstellungstermin des Mittelbaus war bereits vor einiger Zeit von September auf Dezember 2020 korrigiert worden. Probleme gibt es nach wie vor mit der Hackschnitzelheizung. Der Boden ist dort, wo der Bunker für die Hackschnitzel entstehen soll, sehr schlecht. Ein Heizcontainer übernimmt derzeit wie geplant als Provisorium die Wärmeversorgung der Schulen. Er wird mit Flüssiggas versorgt. Diese Zwischenlösung soll bis August 2020 beendet und ein Erdgasbrenner installiert sein. Im Bunker für die Hackschnitzel stehe immer viel Wasser, berichtete Max Kefer. Wenn der Hackschnitzelbunker betoniert sei, sei dieses Wasser weg, wurde ihm versichert.

Weitere Ausschreibungen

Noch keine neuen Information hatten die Fachleute zur Kostenentwicklung. Ernst Gassner wollte diese Berechnung bis zur Sitzung des Finanzausschusses zwei Tage später erhalten. Das bekam er zugesagt. Derzeit werden die nächsten Ausschreibungen vorbereitet. Stellvertretender Bürgermeister Christian Hanika fragte nach der aktuellen Situation bei Ausschreibungen. Mit einer generellen Aussage musste auch der Fachmann passen. Manchmal bleibe man in allen Gewerken unter den geschätzten Kosten, ein anderes Mal bekomme man keine Angebote auf den Tisch.

Im Juli war Spatenstich:

Tradition

Schulen: Es wird erweitert und saniert

In Bad Abbach fand ein verspäteter Spatenstich mit Bekenntnis zum Schulstandort statt - trotz Kritik und hohen Kosten.

Intensiv beschäftigte sich der Ausschuss mit dem geplanten Haus für den Jugendtreff und für diverse andere Einrichtungen. Das Gebäude hat noch keinen rechten Namen. Klar sei, dass hier der Jugendtreff eine feste Bleibe bekommen werde. Manchmal könne es aber vom Namen abhängen, wie viele Fördermittel fließen.

Standortsuche

  • Jugendtreff:

    Die Container des Treffs am Gutenbergring müssen der neuen Bebauung des Areals weichen.

  • Ansiedlung:

    Früher war geplant, einen Jugendtreff hinter der Erweiterungsfläche für den Friedhof zu errichten. Nun soll er auf einem Grundstück der Kirche am Gutenbergring entstehen. Die Gemeinde wird dieses Grundstück in Erbpacht nutzen. (lhl)

Darauf machte Anika Baumeister aufmerksam, die das Konzept eines Multifunktionsgebäudes für Bad Abbach in ihrer Bachelorarbeit ausgeführt hat. Zum Beispiel dürfe es nicht sein, dass der Jugendtreff vom Konzept her andere Institutionen in dem Gebäude nur dulde, sondern er müsse in das Gesamtkonzept integriert sein. Konzepte für einen Jugendtreff gibt es schon mehrere, allerdings für einen anderen Standort näher an der Staatsstraße und mit einem integrierten Kindergarten. Dieses Konzept aus dem Jahr 2016 hatte ein zweigeschossiges Gebäude von damals veranschlagten drei Millionen Euro Kosten vorgesehen, sagte Hanika. Der Kindergarten ist mittlerweile im Haus für Kinder verwirklicht. Nun sollen andere Funktionen wie ein zentrales Café für Jung und Alt mit Außenbereich, Funktionsräume für Vereine, VHS, Werkstätten oder ein Musikraum integriert werden.

Erst die Förderung erkunden

Andreas Diermeier, gemeinsam mit Reinhold Meny Jugendbeauftragter der Gemeinde, schlug vor, zunächst die Fördermöglichkeiten zu eruieren, da daran meist auch eine bestimmte Raumplanung gebunden sei. Josef Mayer stimmte zu, betonte aber, man solle den vorhandenen Bedarf nicht vergessen. Ein wichtiges Thema sei auch ein Platz für Sozialberatung, sagte Meny und schlug außerdem vor, sich mit der Caritas-Sozialstation in Verbindung zu setzen, die Räumlichkeiten suche. Vielleicht könnte die Caritas in diesem Bereich andocken und man könnte gemeinsam Einrichtungen, wie etwa die Heizung, nutzen.

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