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Hopfenanbau

Investitionen in die Region

Der Vorstandsvorsitzende der Hopfenverwertungsgenossenschaft spricht von Millionenprojekten in der Hallertau.
Von Wolfgang Abeltshauser

Die Hopfenverwertungsgenossenschaft (HVG) will ihre gute Position am Weltmarkt halten und setzt deshalb auf Investitionen in der Region. Allein 50 Millionen Euro werden in das Werk in St. Johann gepumpt. Foto: Abeltshauser
Die Hopfenverwertungsgenossenschaft (HVG) will ihre gute Position am Weltmarkt halten und setzt deshalb auf Investitionen in der Region. Allein 50 Millionen Euro werden in das Werk in St. Johann gepumpt. Foto: Abeltshauser

Mainburg.Die Hopfenverwertungsgenossenschaft (HVG) will ihre gute Position am Weltmarkt halten und setzt deshalb auf Investitionen in der Region. Allein 50 Millionen Euro werden in das Werk in St. Johann gepumpt, so sagte es der HVG-Vorstandsvorsitzende Dr. Johann Pichlmaier bei der jüngsten Vertreterversammlung in der Mainburger Stadthalle. Grundsätzlich sehe es auf dem Hopfenmarkt für die Hallertauer Landwirte ganz gut aus, betonte er.

Glaube an die führende Rolle

„Wir glauben an eine führende Rolle Deutschlands auf dem Welthopfenmarkt“, sorgte er für Zuversicht. Deshalb sind nach seinen Worten größere Investitionen geplant. Im Blick sind die Verarbeitungswerke, an denen die HVG Anteile hält. Wie von unserem Medienhaus bereits berichtet, soll die Hopfenextraktion von Wolnzach nach St. Johann wechseln.

Darüber hinaus habe man mittlerweile gemeinsam mit dem Mitgesellschafter, der Firma Barth, ein Standortkonzept ausgearbeitet. Was die Bereiche Verarbeitung, Lager und Energie betreffe. „Auf diese Weise werden alleine in St. Johann weit mehr als 50 Millionen Euro investiert“, rechnete er vor. Das Werk werde so seine weltweite Führungsrolle in Sachen Hopfenverarbeitung behalten. Rund 30 Prozent der Welternte werde dort behandelt.

Die Wahlen

  • Routinemäßig gab es

    für Vorstand und Aufsichtsrat der Hopfenverwertungsgenossenschaft Wahlen. Dort scheidet ein gewisser Prozentsatz von Mitgliedern turnusmäßig aus – sie können sich aber wieder zur Wahl stellen. Im Vorstand bleibt so Wolfgang Ruther aus dem Anbaugebiet Tettnang.

  • Im Aufsichtsrat bleiben

    Reiner Joachim und Bert Christmann aus dem Anbaugebiet Elbe-Saale sowie Albert Eisenmann, Georg Lutz, Sebastian Burger und Alois Widmann aus der Hallertau. Franz Xaver Metz stellte sich nicht mehr zur Wahl, für ihn wurde Sebastian Burger gewählt. Beide stammen aus Oberhatzkofen.

Außerdem fließt Geld in die Mainburger Immobilien der HVG. Die Vacu-Packanlage wird erneuert. Außerdem wird das Labor aufgerüstet. Hier gehe es um einen mittleren fünfstelligen Betrag.

Was den Hopfen- und Biermarkt grundsätzlich betrifft, sieht es in Pichlmaiers Augen derzeit gut aus. „Triebfeder für unsere Produktion und die Vermarktung ist nach wie vor das Craft Bier Segment.“ Zwar seien die Boom-Zeiten vorbei. Allerdings hält er Wachstumsraten von fünf bis sechs Prozent im Jahr für immer noch sehr beachtlich. Außerdem gebe es erste Hinweise für einen ansteigenden Bierausstoß.

Im Wirtschaftsjahr 2016/17 seien zum Teil sehr gute Preise – gerade auf dem Freihopfenmarkt – erzielt worden. Ausschlaggebend ist hier die Ernte 2016. Das war Balsam auf die Wunden der Hallertauer Pflanzer. Nachdem die Ernte ein Jahr zuvor sehr schlecht gewesen sei. Die Ernte 2017 sei auf den ersten Blick ebenso nicht schlecht gewesen. Aber immerhin schon um tausend Tonnen geringer ausgefallen.

Schlechte Alphawerte

„Besonders enttäuscht haben dann aber die Alphawerte.“ Was nicht nur schlecht für die Landwirte gewesen sei. Es habe die Geschäfte der HVG unmittelbar belastet. Um Brauereiverträge zu erfüllen, mussten Fehlmengen über den Spotmarkt beschafft werden. Für deutlich mehr Geld als es im Normalfall gewesen wäre.

Blicken landwirtschaftliche Verbände und Organisationen zur EU nach Brüssel, sind sie nicht immer gut gelaunt. Denn oft gibt es Kritik an den Europapolitikern. Was sich aber in Sachen Handelsabkommen abzeichne, gefällt Pichlmaier. Solche würden sich derzeit mit wichtigen Ländern wie Japan oder Mexiko anbahnen.

Da ginge es um den Abbau von Zöllen und die Absicherung von geschützten geographischen Angaben (ggA‘s). „Insofern begrüßen wir die Aktivitäten der EU. Sowohl der Hallertauer Hopfen als auch der Abensberger Spargel sind ggA‘s.

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