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Bauen

Investor nimmt Ratschlag der Politik an

Im Abensberger Ortsteil Offenstetten entstehen weitere Häuser. Die Infrastruktur wird dafür angepasst.
Von Wolfgang Abeltshauser

Dieser Bereich des Herrensteigs in Offenstetten wird breiter. Foto: Abeltshauser
Dieser Bereich des Herrensteigs in Offenstetten wird breiter. Foto: Abeltshauser

Abensberg.Die Hinweise von Verwaltung und Stadtrat haben Wirkung gezeigt. Am Herrensteig in Offenstetten sollen weitere Häuser entstehen. Die Frage ist, ob die gleichnamige Straße dem zu erwartenden zusätzlichen Verkehr gewachsen ist. Abensberger Politiker hatten da im Vorfeld ihre Zweifel. Jetzt hat der Investor darauf reagiert.

Grundsätzlich sei es ein gutes Projekt. Da war sich die Mehrheit der Abensberger Politiker schon vor einigen Wochen sicher. Am Herrensteig sollen zusätzliche Wohnungen entstehen. Bauamtsleiter Peter Schmid spricht von einem Doppelhaus, einem Reihenhaus mit drei Wohneinheiten und einem Vierparteienhaus.

Nachverdichtung in Offenstetten

Letztendlich ist das genau das, wovon nicht nur Bürgermeister Dr. Uwe Brandl (CSU) seit langem spricht. Es ist die oft beschriebene Nachverdichtung von Parzellen, die derzeit mit weniger Häusern bebaut sind.

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Debatte über Wohnungen in Abensberg

Abensbergs Politik ist sich einig: Es muss mehr gebaut werden. Die Frage ist: Wie intensiv? Neue Regeln sind im Gespräch.

Allerdings ist sich Michaela Mader-Hampp von der SPD nicht sicher, ob die Straße das aushält. Schon jetzt sei sie ja ziemlich eng. Wenn dort in Zukunft mehr Menschen wohnen, werde die Situation sicherlich nicht besser.

Brandl stimmt ihr da durchaus zu. Die Straße auszubauen würde helfen. Das soll geschehen. Der Investor hat laut Schmid zugesagt, den entsprechenden Bereich der Straße auf sechs Meter zu verbreitern. Er stellt demnach sogar eigenen Grund dafür zur Verfügung.

Nur eine Gegenstimme

Da hat es sich ausgezahlt, von Verwaltungsseite auf die Situation hinzuweisen. Das hatten bei der Aufstellung des dazugehörigen Bebauungsplans vor einigen Wochen mehrere Räte gefordert. Im jüngsten Bauausschuss stimmten fast alle Mitglieder für diese vorgestellte Planung. Allein Richard Zieglmeier (Grüne) war dagegen.

Räder runter von der Straße

  • Situation:

    Derzeit gibt es an der Max-Bronold-Straße im Bereich des E-Werks keinen Radweg. Darauf wies Michaela Mader-Hampp (SPD) im Bauausschuss hin. Der Gehweg wäre aber breit genug, um in als kombinierte Strecke auszuweisen.

  • Sicherheit:

    Für Radfahrer wäre das ein Plus an Sicherheit. Außerdem wären sie kein Hindernis mehr für die Autofahrer. Die Stadtverwaltung will das laut Bauamtsleiter Peter Schmid jetzt prüfen. (wo)

Es ist nicht ausgeschlossen, dass es ein Landwirt aus Sandharlanden auf ein Wettrennen mit der Stadt ankommen lassen will. In der jüngsten Gremiumssitzung, die vom stellvertretenden Bürgermeister Dr. Bernhard Resch (Fraktion Land) geleitet wurde, lag ein Bauantrag auf dem Tisch.

Wohngebiet soll kommen

Der Landwirt will seine im Norden des Dorfes liegende Milchviehanlage vergrößern. Von der Stadt ist aber laut Schmid zeitnah beabsichtigt, das südlich liegende Grundstück als allgemeines Wohngebiet auszuweisen. Im Flächennutzungsplan ist es laut Resch bereits als solches dargestellt. Derzeit laufen nach ihren Worten abschließende Grundstücksverhandlungen.

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Laut Interpretation der Stadt widerspreche der eingereichte Bauantrag der grundsätzlichen Planung der Kommune. So führen es Resch und Schmid aus. Reinhard Handschuh (Fraktion Land) sieht es ebenso. Er will sich nicht vorstellen, aus diesem Grund das kommunale Projekt zu ändern.

Eine große Gefahr

Immerhin stehe man kurz vor dem Abschluss der Vorbereitungen. „Endlich ist es möglich, ein Baugebiet auszuweisen“, betont der Politiker, der selbst in Sandharlanden lebt. Das landwirtschaftliche Vorhaben würde das enorm gefährden. Er schlägt vor, dass der Landwirt im Norden seines Areals erweitert – und nicht im Süden.

Die Mitglieder des Bauausschusses verweigerten jetzt einhellig das gemeindliche Einvernehmen. Resch sieht das auch als begründet. Immerhin sei das Baugebiet ja schon im Flächennutzungsplan dargestellt. Entscheiden werden jetzt die Bauexperten im Landratsamt.

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