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Helau

Jamaikaner und Clowns erobern „Boin“

Bei bestem Faschingswetter verwandelte sich Painten in eine bunte Narrenhochburg. Auch ordentlich derbleckt wurde wieder.
von David Santl

  • Mit dem Oldtimer war das Hemauer Prinzenpaar ein echter Hingucker. Foto: David Santl
  • Ein bestens gelaunter Michael Raßhofer im Bauarbeiter-Kostüm Foto: David Santl
  • Franzi und Anna derbleckten auf dem Marktplatz die Prominenz. Foto: David Santl

Painten.Faschingsdienstag, 14 Uhr in Painten: Wer den perfekten Ausklang der fünften Jahreszeit suchte, der war in „Boin“ genau richtig. Einmal mehr drängten sich unzählige bunt verkleidete Narren auf dem neuen Marktplatz. Aus gutem Grund: „Bei uns wird nicht hauptsächlich die große Politik aufs Korn genommen. Das Schöne am Paintner Fasching ist, dass hier die Leute selber ausgespielt werden“, erklärte ein bestens gelaunter Michael Raßhofer in Bauarbeiter-Kostüm.

Da macht es dem Bürgermeister auch nichts aus, wenn er selbst derbleckt wird. „Und die Moral von der Geschicht‘ – einen Faschingszug ohne Bürgermeister gibt‘s wohl nicht“, dichtete die SG Painten beim traditionellen Derblecken am Marktplatz. In der Tat hatte Raßhofer wieder selbst dazu beigetragen, dass seine Paintner ordentlich zu lachen hatten. Um der Sicherheit in der Sporthalle Rechnung zu tragen, ließ Raßhofer alle Glasflaschen verbieten. Kurz darauf war er selbst beim Training, vergaß jedoch das vom ihm eingeführte Verbot. Mit schmerzlichen Folgen: Gerade als er sich erfrischen wollte, machte er eine falsche Bewegung und schlug sich mit seiner Wasserflasche die Lippe auf.

Für einige Lacher beim „Bointerer“ Narrenvolk sorgte auch Pfarrer Adrian Latacz, als er mehrere Kinder auf einmal taufte und die Namen durcheinanderbrachte. Auch der „Schuster Schore“, der an Halloween den Kindern Süßigkeiten schenkte und den Müttern einen Schnaps anbieten wollte, bekam sein Fett weg. Er schenkte ihnen nämlich keinen Schnaps ein, sondern Balsamico-Essig. Dass man Heu nicht herstellen kann, indem man Gras in der Mikrowelle erhitzt, wurde ebenfalls klar.

Ein bisschen Politik gab es aber trotzdem: Die KLJB Painten nahm die geplatzten Jamaika-Sondierungen aufs Korn. So war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel vertreten, jedoch nur auf Pullis und mit Rastalocken. „Ich war schon öfters hier. Mir gefällt das immer sehr gut“, bemerkte Anas Ashlak aus Syrien, der mit seiner Tochter das ausgelassene Treiben verfolgte. Und diese Bezeichnung ist keine Untertreibung: Neben Clowns und flauschigen Eisbären waren auch Christbäume unterwegs. „Wer nicht hupft, ist Faschingsmuffel“, skandierte die Hemauer Prinzengarde und schon legten auch die Besucher einen halben Gardetanz hin. Faschingsmuffel zu sein, wollten sich die Paintner eben nicht nachsagen lassen.

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