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Kultur

Jazz-Musiker, die Säle füllen

Bis in den Mai hinein kommen regionale Größen – aber auch internationale Musiker nach Abensberg. 14 Gigs warten auf Besucher.
Von Wolfgang Abeltshauser

Mitorganisator Scotty Gottwald kommt mit seiner Formation „Cordes Sauvages“ ins Center. Foto: Ulli Zrenner-Wolkenstein

Abensberg.Die Bühne beim Jazzclub ist nach der Winterpause wieder bestens gefüllt. Montag geht es los. Bis in den Mai hinein warten 14 Konzerte auf die Musikfreunde. Die beiden Hauptorganisatoren Scotty Gottwald und Anton Supritz sind sich sicher, für viele Geschmäcker ein Angebot dabei zu haben. Supritz verspricht einige Schmankerl. Es wird traditioneller Jazz zu hören sein – aber auch moderne Varianten.

Es gibt bekannte Gesichter auf der Bühne zu sehen, dazu Größen des Deutschen Jazz und Interessantes aus dem Ausland. Es beginnt am heutigen Montag mit dem Auftritt vom „Sven Ochsenbauer Trio“. Es bietet Latin, Bossa Nova und Modern Jazz.

Die Bühne füllt sich von alleine

Der gute Ruf, den der Abensberger Jazzclub mittlerweile hat, macht es den Organisatoren einfach. Der sei längst auch außerhalb Deutschlands zu hören. Große Mühe, die Bühne im Center Montag für Montag zu füllen, haben sie keine mehr. Mittlerweile gibt es eine Warteliste von Bands und Künstlern, die gerne in der Babonenstadt auftreten wollen. So dass sich eigentlich jetzt schon die Bühne für den Herbst fülle.

Den Abensbergern liefert das einige Höhepunkte. Zu denen sei auf alle Fälle der Auftritt der Schweizer Formation „Ikarus“ zu zählen (19. Februar). Die Band verarbeitet laut Gottwald viele Musikstile – auch Klassik. „Das sind Leute, die Säle füllen“, betont er.

Immer wieder klopfen Künstler an die Tür, die bei Auftritten in Abensberg die schöne Atmosphäre schon genossen und nicht vergessen haben. Der Saxophonist Marc Stucki gehört dazu. Und so kommt er mit seiner jetzigen Formation „Skyjack“ (12. März). Darin vereint sind laut Gottwald einige der besten Jazz-Musiker aus Südafrika.

Nicht nur verschiedene Stile, sondern auch für den Jazz außergewöhnliche Instrumente erwarten die Musikfreunde in den kommenden Wochen. Ein Beispiel dafür ist die Band „Analogue Birds“, die am 26. Februar auftritt. Tom Fronza beherrscht das Didgeridoo – und außerdem die elektronische Musik.

Tradition ist, dass der Jazzclub regionalen Größen ein Forum bieten will. „Hans Attenberger soll immer seinen Platz bekommen“, betont Supritz. Diesmal ist es der 5. März. Der bekannte Abensberger kommt mit seiner derzeitigen Formation „Cuts“ ins Center. Gottwald verspricht „modernen Freejazz in Perfektion“. Die Zuhörer dürfen sich auf Stücke von Michel Jackson oder Whitney Housten in Jazzform freuen. Auch er selbst hat einen Platz auf der Abensberger Bühne ergattert. Am 16. April kommt er mit seiner Band „Cordes Sauvages“.

Der 14. Mai ist nun aus verschiedenen Gründen interessant. Der Offenstettener Nico Graz kommt mit drei Studienkollegen von der Musikhochschule Würzburg an die Abens.

Er ist laut Supritz Beleg dafür, dass die Nachwuchsförderung, die der Jazzclub betreiben will, auch funktioniert. Graz war vor einigen Jahren gemeinsam mit zwei weiteren jungen Musikern eingeladen, um zu spielen. Jetzt kommt er zurück, und zeigt, was er seither gelernt hat. Der, von dem er es gelernt hat, wird eine Woche davor auf der Bühne stehen. Was das Ganze besonders apart macht. „Juri Smirnov ist sein Lehrer“, weiß Supritz. Der kommt gemeinsam mit seinen Kollegen Werner Hausen, Winnie Neumann und Flo Fischer. Ihr Repertoire liegt zwischen Rock und romantischen Balladen.

Gerade Mal 13 Jahre alt

Der zweite Teil in Sachen Nachwuchsförderung im Frühjahr findet bereits am 22. Januar statt. Ettienne Wittich ist gerade Mal 13 Jahre alt. Hat aber beispielsweise schon im Regensburger Jazzclub Applaus erhalten. Er kommt gemeinsam mit seinem Vater Frank Wittich.

Der Montag vor dem Faschingswochenende soll in Zukunft einem speziellen Thema gewidmet sein: den Dixie-Klängen. Den Auftakt machen die „Dixie Dogs“. Bandchef Walter Eberl ist in Abensberg ja auch kein Unbekannter.

Die beiden Macher sind zuversichtlich, dass sie mit diesem Programm wieder Musikfreunde in das Center locken werden. Da zahle sich der Montag als Veranstaltungstag durchaus aus.

An dem gibt es kaum sonst Konzerte. Anton Supritz freut sich darüber hinaus, dass die Mitgliederzahl des Vereins Abensberger Jazzclub ziemlich konstant bei etwa hundert liegt. Was hilft, die Eintrittspreise moderat halten zu können. Denn die Beiträge der Mitglieder fließen auch in die Gagen der Künstler.

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