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Gymnasium

Jetzt brechen neue Zeiten an

Alexander Wildgans ist neuer Schulleiter am Gabelsberger Gymnasium in Mainburg. Die Stelle war monatelang vakant.
Von Wolfgang Abeltshauser

Alexander Wildgans ist gespannt auf die neue Herausforderung.Foto: Abeltshauser

Mainburg.Alexander Wildgans ist der neue Leiter des Gabelsberger Gymnasiums Mainburg. Der 50-jährige Wahlregensburger hat den Posten nach den Osterfeiertagen angetreten. Damit geht für die Schulfamilie ein unschönes Kapitel zu Ende. Denn der Posten war in der Praxis ein dreiviertel Jahr unbesetzt. Nachdem sein Vorgänger im vorigen Jahr wegen Untreue an einer anderen Schule verurteilt und suspendiert worden war.

Noch herrscht Ruhe an der Mainburger Schule. Das gilt aber nicht für den neuen Chef. Er ist erst seit einigen Stunden im Amt. Langweilig wird es ihm nicht – auch wenn die meisten Kollegen und die Schüler noch in den Ferien sind. Der zweifache Familienvater versucht sich mit seinem Stellvertreter Franz Baumer so schnell wie möglich einzuarbeiten. Ansonsten sitzt er an seinem Schreibtisch – und lernt. So schnell wie möglich wolle er seine Kollegen kennen. Und mit Namen ansprechen können. Also paukt er Vor- und Zunamen. Prägt sich dazu die Fotos der Einzelnen ein.

Das erste Mal beschnuppert haben sich alle schon vor den Ferien. Vor einigen Wochen gab es einen Kurzbesuch an der neuen Schule. Auch für einige gute Wünsche für die diesjährigen Abiturienten hat es schon gereicht.

Rückkehr nach Niederbayern

Das zeigt, dass er engagiert zu Werke gehen will. Zuvor war er einige Jahre Mitglied der Schulleitung am Gymnasium in Neutraubling. Es sei Zeit gewesen, den nächsten Schritt zu machen. Die frei gewordene Stelle in Mainburg sei da zum richtigen Zeitpunkt gekommen. Dass es eine Rückkehr nach Niederbayern gebe, passe zudem. „Ich habe positive Erinnerungen.“ Erste schritte als Lehrer machte der 50-Jährige unter anderem in Eggenfelden.

„Ich freue mich auf die Aufgabe, die für mich ja neu ist.“ Wildgans klettert die Karriereleiter hoch. Seine Motivation sei das aber gar nicht. Das angesprochene Neue reize ihn. Was sein bisheriger Werdegang durchaus aufzeigt. Lange Jahre war er am Siemensgymnasium in Regensburg Seminarlehrer für Englisch. Was bedeutet, er hat an der Ausbildung seiner jungen Kollegen in besagtem Schulfach mitgewirkt. Ab 2012 weilte Wildgans mit seiner Familie in Kalifornien. „Ein Auslandseinsatz war immer mein Ziel“, sagt er im Rückblick. Der Pädagoge wirkte dort als Fachbetreuer für den Deutschunterricht. Mit Schülern kam er da gar nicht in Berührung. Als Rektor sei es ihm schon wichtig, zumindest einige Unterrichtsstunden in seinen Fächern Englisch und Geschichte geben zu dürfen.

Das Mainburger Schulzentrum (Archivbild: April 2016) mit dem Gabelsberger Gymnasium (rechts).. Foto: Satzl

Wobei die Hautplast selbstverständlich im Organisatorischen liegen werde. Was das bedeutet, hat er Lob für seinen Stellvertreter Baumer parat. Der und seine Mannschaft habe es gut hinbekommen. Immerhin war die Schule seit Sommer vergangenen Jahres ohne Chef. „Baumer hat seinen Job hervorragend gemacht“, schließt sich dem Christine Biebl an. Gleiches gelte für die Menschen, die ihn unterstützt haben.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Alexander Wildgans und neue Ideen von außen.“

Gabriele Biebl, Elternbeiratsvorsitzende

Die Vorsitzende des Elternbeirats wusste seit dem Beginn der Osterferien, dass ein neuer Schulleiter kommt. Da sei es in der Schule vermeldet worden. Positiv ist für die Trainerin nicht nur, dass die Führungsmannschaft der Schule wieder vollständig ist. Es sei gut, dass jemand von außen komme. Der mit neuen Ideen aufwarten könne. Denn der Neue wolle durchaus eigene Akzente setzen. Und habe schon Dinge im Hinterkopf. Darüber zu sprechen sei jetzt aber noch zu früh. „Ich muss erst einmal ankommen.“

Soziale Medien im Blick

Auch wenn er keine Einzelheiten kennt, weiß der Neue von der Unruhe, welche die Vorgänge um seinen Vorgänger an der Schule verursacht haben. Der Familienvater will sich damit aber gar nicht beschäftigen. Er blickt nach vorne. „Ich mag nicht in alten Themen wühlen“, sagt er.

Er hat seine eigenen: Wichtig sei ihm auf alle Fälle das Thema Digitalisierung. Es sei schon eine Aufgabe der Schule, den Kindern den richtigen Umgang mit digitalen Medien beizubringen. Auch für ihn sind diese wichtig. Wobei er aber das althergebrachte Handwerkszeug durchaus zu schätzen wisse. Schöne Schreibgeräte nehme er gerne in die Hand. Zu einem anderen heißdiskutierten Thema hat er übrigens eine deutliche Meinung. Es komme ihm durchaus gelegen, dass das neunjährige Gymnasium wiederkehrt.

Letztendlich hat es die Schulfamilie dem Patenonkel von Wildgans zu verdanken, dass der auf dem Chefsessel sitzt. Der Taufpate war ein Freund des Vaters – und Lehrer an einem Gymnasium. Das sei wohl der letzte Auslöser gewesen, sich für ein entsprechendes Studium zu entscheiden. Grundsätzlich überrascht es nicht. War doch sein Vater ebenso Lehrer. Trotzdem habe er lange überlegt, bis er am Ende seiner Schulzeit zum Entschluss kam, in die Fußstapfen des Vaters und des Patenonkels zu treten. Am Gymnasium reizt ihn nicht zuletzt, mit Kindern und Jugendlichen verschiedensten Alters konfrontiert zu sein.

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