MyMz
Anzeige

Verein

Jubiläum mit Fahne für Aventinus Buam

Die Burschenschaft aus Abensberg feiert Zehnjähriges. Nun verfügt sie auch über ein sichtbares Zeichen ihrer Freundschaft.
Von Roswitha Priller

Kaplan Steffen Brinkmann weiht die neue Fahne der Aventinus Buam. Rechts stehen Ministranten mit den Bändern bereit. Foto: Priller
Kaplan Steffen Brinkmann weiht die neue Fahne der Aventinus Buam. Rechts stehen Ministranten mit den Bändern bereit. Foto: Priller

Abensberg.Der Sonntag begann früh für die Abensberger. Wurden sie doch schon um fünf Uhr morgens durch die Weckschüsse der Böllerschützen aus den Federn gerissen. Nach Wunsch der Aventinus Buam sollten halt alle Abensberger wirklich pünktlich zur festlichen Fahnenweihe in der Abensberger Klosterkirche aufstehen. Auch das ist ein Stück bayerisches Brauchtum, das bei dem Burschenverein hoch im Kurs steht. „Wir haben uns bereits um sieben Uhr zum Weißwurstfrühstück im Weißbierstadl getroffen“, gab Vereinsvorsitzender Siegfried Müller Auskunft. Schließlich sollte dieser ganz besondere Festtag in der Vereinsgeschichte auch gut gestärkt begangen werden.

Ihr zehnjähriges Jubiläum nahmen die Aventinus Buam zum Anlass, dem Verein mit einer eigenen Fahne ein weiteres Symbol von Zusammengehörigkeit und Freundschaft zu geben. „Bisher sind wir bei Umzügen und offiziellen Veranstaltung immer in unserer Vereinstracht – Lederhosen und einer mit dem Konterfei Aventinus’ bestickten Trachtenweste – aufgetreten. Jetzt haben wir als weithin sichtbares Zeichen noch unsere schöne Fahne.“, sagte Müller.

Abordnung aus NRW

Festprediger Kaplan Steffen Brinkmann hob in seiner Predigt die Besonderheit einer Fahnenweihe hervor. „Eine Fahnenweihe ist immer ein besonders feierlicher Anlass. Die Fahne dient als äußeres Zeichen unserer Zusammengehörigkeit und unserer Freundschaft“, sagte Kaplan Brinkmann. Denn auch er zählt zu den Mitgliedern der Aventinus Buam. Und freute sich besonders, dass auch ein Verein aus seinem Heimatort in Nordrhein-Westfalen unter den zahlreichen Fahnenabordnungen war.

Andreas Eder zeigt stolz die Rückseite der Fahne her. Foto: Priller
Andreas Eder zeigt stolz die Rückseite der Fahne her. Foto: Priller

Über zwei Dutzend Fähnriche standen mit ihren Fahnen vor der „Sommerkirche“ der Abensberger – in der Klosterkirche werden nur von Frühjahr bis Herbst Gottesdienste abgehalten – den Festgottesdienstbesuchern ein ehrenvolles Spalier.

Durch das schritten dann auch Ehrengäste wie Landrat Martin Neumeyer, Schirmherr und erster Bürgermeister Dr. Uwe Brandl sowie sein Stellvertreter Dr. Bernhard Resch. „Ihr seid inzwischen aus Abensberg nicht mehr wegzudenken“, meinte Kaplan Brinkmann.

Heimat und Tradition seien bei den Aventinus Buam bestens miteinander verbunden. Zudem hätten sie mit ihren Spendenbeträgen an soziale und karitative Einrichtungen viel Gutes in Abensberg und Umgebung bewirkt. Der Festgottesdienst wurde von der Abensberger Stadtkapelle unter Leitung von Christian Hofner musikalisch umrahmt. Sie spielte unter anderem Auszüge aus der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert. „Freundschaft erleben, Tradition pflegen“, ist der Wahlspruch der Aventinus Buam, der auch auf der Rückseite der Fahne kunstvoll eingestickt ist. „Der Mensch braucht das Angeschlossen sein“, sagte auch Brinkmann.

Großer Festzug

Zur Weihe der Fahne trat Fahnenträger Andreas Eder vor den Altar. Das erste Band bekam die neue Fahne vom Patenschaftsverein KLJB Pullach-Arnhofen überreicht. Das zweite Band zum Gedenken an die Verstorbenen stiftete die Stadt Abensberg. Es wurde von der Dirndlkönigin Antonia Obermeier überreicht. Mit der frischgeweihten Fahne durfte sich Eder im Anschluss in die Mitte der anderen Fahnen in den Altarraum stellen. Der Festgottesdienst wurde mit der Bayern-Hymne beendet. Von der Klosterkirche ging es im Festzug mit einigen hundert Teilnehmern zum Weißbierstadl, wo auch schon am Samstag gefeiert worden war.

Weitere Nachrichten aus Abensberg finden Sie hier

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht