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Nachwuchs

Jugend ist fit für den Notfall

Dem Jugend-Wissenstest der Feuerwehr unterzogen sich 179 Teilnehmer. Seit zwei Jahren findet er in Kelheim statt.
Von Renate Beck

Bis auf 30 Metern Höhe fährt der Maschinist die Drehleiter mit den Prüflingen im Korb den Nachthimmel empor.  Foto: Renate Beck
Bis auf 30 Metern Höhe fährt der Maschinist die Drehleiter mit den Prüflingen im Korb den Nachthimmel empor. Foto: Renate Beck

Kelheim.„Welche W-Fragen gehören zum Inhalt einer Notrufmeldung?“, lautete eine von mehreren Prüfungsfragen, die beim Jugend-Wissenstest der Feuerwehr richtig zu beantworten waren. In den Räumlichkeiten und am Übungshof der Feuerwehr Kelheim zeigten 179 weibliche und männliche Nachwuchs-Feuerwehrler sowohl im theoretischen wie auch im praktischen Teil das richtige Verhalten in Notfällen.

Gut vorbereitet

17.42 Uhr: In der Halle legt der letzte Prüfling seinen Stift beiseite. Am Übungshof davor warten alle gespannt auf den praktischen Prüfungsteil. Auch Sonja Pöschl. „Und, waren es schwere Fragen?“ – „Nein. Wir sind ja gut vorbereitet“, gibt sie der Reporterin zur Antwort. Vorbereitet und zum Prüfungsabend begleitet wurden die Jugendlichen von ihren jeweiligen Jugendleitern. Kreisbrandmeister Wolfgang Weiß weiß deren Arbeit zu schätzen: „In den Feuerwehren wird gute Arbeit geleistet.

Alles richtig? Foto: Renate Beck
Alles richtig? Foto: Renate Beck

Die Jugendwarte machen die Vorbereitungen zu diesem Test.“ Der Wissenstest besteht aus vier Stufen. „Mit jeder Stufe steigert sich der Schwierigkeitsgrad“, so Weiß. Er freut sich, dass alle, die vergangenes Jahr Stufe 1 absolvierten, heuer Stufe 2 machen. Hauptorganisator Wolfgang Weiß teilt die Schiedsrichter-Teams zu. „Lasst Euch Zeit. Überlegt was ihr machen sollt“, ermuntert er die Jugendlichen. BRK-Notfallsanitäterin Christina Keller begleitet und bewertet die ersten Teilnehmer der praktischen Prüfung. Kreisbrandmeister Weiß ist den aus dem ganzen Landkreis angereisten Schiedsrichterteams dankbar für deren Unterstützung. Auch Tim Rauch vom BRK Kelheim ist an diesem Freitag für die Prüfung als Notfallsanitäter vor Ort. Mit Rudi Pritsch von der FW Landkreis Kelheim prüft er die Floriansjünger. Beiden liegt „die Jugendausbildung sehr am Herzen“.

Jugendwissenstest

  • Teilnehmerzahl:

    179

  • Teilnehmende Orte:

    Affecking, Bad Abbach, Essing, Ihrlerstein, Jachenhausen, Kapfelberg, Kelheim-Stadt, Kelheimwinzer, Lengfeld, Lohstadt, Maierhofen, Meihern, Mitterfecking, Oberndorf, Otterzhofen, Painten, Peising, Perletzhofen, Poikam, Prunn, Riedenburg, Saal, Staubing, Teugn

„Überblick über den Bewusstseinszustand des Verletzten und der Umgebung verschafft; Atmung des Betroffenen überprüft; Notruf abgesetzt; Betroffenen in die stabile Seitenlage gebracht; nach der Durchführung der stabilen Seitenlage für Wärmeerhalt und Betreuung gesorgt“ – und schon hat der Prüfling die volle Punktzahl bei der Übung „Auffinden einer bewusstlosen Person“ erreicht.

Prüfung für den Notfall

Seit 1973 gibt es einen Jugend-Wissenstest der Feuerwehr. Er dient laut Weiß als Ergänzung zur Feuerwehr-Grundausbildung. Die Staatliche Feuerwehrschule gibt das Thema dazu vor. Bis vor Kurzem richteten die einzelnen Feuerwehren diesen jährlichen Test auf kommunaler Ebene aus. Seit zwei Jahren gibt es nun einen gemeinsamen Termin im Kelheimer FW-Gerätehaus. Kreisbrandmeister Weiß glaubt, dass dieser Prüfungsabend in großer Runde der Jugend gefällt.

Nach der Abzeichenübergabe im Beisein von Kommandanten und Bürgermeistern ist jede Nervosität vorbei – auch Dank des Schnitzels auf dem Teller. Selbst die W-Fragen sind dann gelöst: „Wo ist das Ereignis?; Wer ruft an?; Was ist geschehen?“

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