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Montag, 24. September 2018 24° 6

Einsatz

Jugend löscht und rettet gemeinsam

Die Großübung der Jugendlichen der Inspektion Nord in Bad Abbach brachte Erfahrung und machte dem Feuerwehrnachwuchs Spaß.
Gabi Hueber-Lutz

Die Großübung der Jugendlichen der Inspektion Nord in Bad Abbach brachte Erfahrung und machte dem Feuerwehrnachwuchs Spaß. Fotos von Gabi Hueber-Lutz

Bad Abbach. Um 13.36 Uhr war das erste Martinshorn zu hören. Schnell kamen weitere dazu. Was dann folgte, war nicht nur eine ausgefeilt geplante Übung, sondern auch eine mächtige Demonstration der Stärke in der Gemeinschaft. Und es war Motivation pur für den Feuerwehrnachwuchs bei der Stange zu bleiben und sich der Gemeinschaftsaufgabe Feuerwehr zu stellen.

200 Feuerwehranwärter der Inspektion Nord zeigten am Samstag auf der Bad Abbacher Freizeitinsel wie Rädchen ineinandergreifen. Sie kamen aus 25 Feuerwehren von Meihern bis Oberndorf und von Teugn bis Weltenburg. Hundert Erwachsene hatten für sie ein Szenario aufgebaut, bei dem sie das anwenden mussten, was sie in ihren Ortsfeuerwehren gelernt haben.

Auch auf der Freizeitinsel hatten etliche Feuerwehren aufgebaut.
Auch auf der Freizeitinsel hatten etliche Feuerwehren aufgebaut.

Keine Feuerwehr arbeitete für sich allein. Jede war Teil einer Aufgabe. Zum Beispiel baute die Feuerwehr Weltenburg auf der nördlichen Donauseite Pumpen auf und kuppelte Saugleitungen zusammen, verlegte dann gemeinsam mit der Feuerwehr Lohstadt ungefähr 400 Meter Schlauch über die Fußgängerbrücke und landete beim Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Painten, die damit gegen einen Waldbrand vorging. Erfolgreich, versteht sich.

Der Waldbrand war Teil der Aufgabe, die die Feuerwehrführung dem Nachwuchs gestellt hatte. Zündelnde Kinder lösten laut Drehbuch einen Waldbrand aus und flohen dann voller Panik. Von der Wasser- und der Landseite aus wurde der Brand bekämpft und Suchtrupps schwärmten aus, um die Kinder zu suchen.

„Diese Übung ist ein großes Zeichen an die Gesellschaft, dass wir zusammenstehen.“

Karl-Heinz Rott

Nicht nur zweibeinige, auch Hundestaffeln waren mit von der Partie. Golden Retriever Finley und seine tierischen Kollegen suchten nach verunglückten Jugendlichen und wurden fündig. Mithilfe der neuen Bad Abbacher Drehleiter betrachteten Landrat Martin Neumeyer und Bad Abbachs Bürgermeister Ludwig Wachs das Szenario aus luftigen Höhen.

Ganz am Boden blieb dagegen die Unterstützungsgruppe der örtlichen Einsatzleitung, die das Geschehen an einer großen Tafel festhielt. Gut eine Stunde dauerte die ganze Aktion, dann waren alle Aufgaben gelöst und es ging ans Aufräumen. Im Bad Abbacher Feuerwehrhaus wartete dann auf die hungrigen und durstigen Helden schon eine Stärkung. Zuvor aber dankte Einsatzleiter Wolfgang Weiß allen Teilnehmern: „Mich freut es, dass ihr alle teilgenommen habt.“ (lhl)

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