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Unterhaltung

Jugend rettet den Weiberfasching

Die Traditionsveranstaltung im Langquaider Fasching soll nicht sterben – weil sich die Macher zurückzogen, war Engagement von anderer Seite gefragt.
VON EDITH VETTER, MZ

Kunterbunte Kostümierungen und gute Laune – das soll es wieder geben am Unsinnigen in Langquaid. Foto: Vetter

LANGQUAID.Die närrische Zeit hat in jeder Hinsicht begonnen. Prinzengarde und die Tollitäten üben für ihre Auftritte, und längst werden Vorbereitungen für die Faschingsumzüge getroffen. Damit der „Weiberfasching“ am Unsinnigen Donnerstag weiter lebt, haben sich die jungen Leute des Jugendvereins Langquaid zusammengeschlossen, um die Tradition des „Weiberfaschings“ weiterzuführen. Die vielversprechende Veranstaltung findet am 7. Februar im Stadl des Geflügelzuchtvereins Langquaid statt. Beginn 20 Uhr.

Nach Bekanntwerden, dass die Macher des Weiberfaschings nicht mehr zur Verfügung stehen würden, sei der Jugendverein in die Bresche gesprungen. „Als Vorstand Andreas Scherbel den Vorschlag machte, einen Weiberfasching zu organisieren, haben wir das Ganze zuerst als ,Hirngespinst‘ abgetan“, erinnerte sich Lena Weber, die dem Faschingskomitee angehört. Doch der Funke sei sehr schnell auf sie übergesprungen.

Seit Mitte Dezember machten die junge Leute Nägel mit Köpfen. Die Jugendlichen im Alter von 19 bis 21 Jahren holten sich Rat bei ihren Vorgängerinnen und bei den Eltern, die den Weiberfasching noch in seiner vollen Blüte erlebten.

Die Mütter schwärmen noch immer

„Meine Mutter schwärmt heute noch von den lustigen Einlagen eines Männerballetts“, sagte Lena Weber. Bis zu 200 Frauen kamen in fantasievollen Kostümen, es gab Showeinlagen, Maskenprämierungen und Tombolas. Auf diesen Ideen-Zug sprangen sie letztendlich auf. Zuerst suchten sie ein ansprechendes Thema –nämlich die vier Elemente: Luft, Erde, Wasser und Feuer. Das sei ein weites Feld, um ein schönes Kostüm kreieren zu können, meinte die Faschingsexpertin. „Als Showeinlage konnten wir unsere Männer motivieren, in einem „Männerballett“ aufzutreten. Die Choreographie wird von uns übernommen.“ Lediglich die Tatsache, dass sie im „Rüschen-Tütü-Rock“ auftreten müssen, bereite noch ein wenig Unbehagen, schmunzelte sie. Als musikalische Begleitung wurde die Tanz- und Stimmungsband „Band HTMO“ (Hermann Teubl Mansarden Orchester) engagiert. Wir verlassen uns da ganz auf die Erfahrung der Tanz- und Stimmungsband, sagte Lena, damit der Abend in jeder Hinsicht ein Erfolg wird.

Geflügel-Stadl wird zum Festsaal

Bezüglich des Veranstaltungsortes wählten sie die kostengünstige Variante. Der Geflügelzuchtverein hat ihnen den Stadl für eine geringe Miete zur Verfügung gestellt. Für das leibliche Wohl sei auch bestens gesorgt. Ein Langquaider Catering übernimmt das Essen; Kaffee und Kuchen werden vom Jugendverein übernommen. Eine große Tombola und eine Kostümprämierung runden den Abend ab. Der Verein habe bereits in allen Geschäften Flyer ausgelegt und die Resonanz sei bisher schon recht positiv. Karten im Vorverkauf gibt es bis 28. Januar bei Raumausstatter Weber und Schreibwaren Schmid. Der Eintritt kostet 5 Euro (Vorverkauf) bzw. 7 Euro (Abendkasse).

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