MyMz
Anzeige

Gemeinderat

Kampf gegen Algen bei Essing fruchtet

Der Zwischenbericht zum Algenproblem in der Restaltmühl lässt hoffen. Straßenerneuerung wird finanzieller Kraftakt.
Von Renate Beck

Seit August bringen Georg Reithmeier und die Mitarbeiter des Essinger Bauhofes ein mit speziellen Wirkeigenschaften ausgestattetes Quarz-/Steinmehl in die Restaltmühl ein.  Foto: Renate Beck
Seit August bringen Georg Reithmeier und die Mitarbeiter des Essinger Bauhofes ein mit speziellen Wirkeigenschaften ausgestattetes Quarz-/Steinmehl in die Restaltmühl ein. Foto: Renate Beck

Essing.„Das Konzept hat dieses Jahr gut gegriffen“, berichtete Frank Servos von der Firma NaturSinn den Markträten in der jüngsten Sitzung. Wegen des langjährigen Algenproblems der Restaltmühl wurde diese Augsburger Firma vergangenen Sommer beauftragt, ein mit spezifischen Wirkeigenschaften ausgestattetes Quarz- beziehungsweise Steinmehl in immer geringer werdenden Mengen in das Gewässer einzubringen.

Der Essinger Georg Reithmeier, langjähriger Gewässerwart des Kreisfischereivereins und Mitarbeiter des Essinger Bauhofs brachten dies wie geplant die vergangenen Monate über aus. In seinem Zwischenbericht blickte Servos mit den Räten und Zuhörern zurück auf die Vorbereitungen mit der Ersteinbringung und Mahd im August. „Die Biologie fing schon vor dem Mähen an zu arbeiten.“ Bei Servos Rückfrage beim gewässerkundigen Georg Reithmeier soll sich dieser sehr beeindruckt gezeigt haben. Im Gegensatz zu den Jahren vorher konnte man schon sehr bald durch klares Wasser bis auf den Grund sehen. Anwohner, darunter auch Bürgermeister Jörg Nowy, könnten dies bestätigen.

Die Messergebnisse zeigen laut Servos, dass die Phosphatbelastung zurück geht. Markus Mederer (FCW) gab in diesem Zusammenhang Stickstoffeinträge durch Gülle zu Bedenken. „Das Gewässer kann diese biologischen Einträge derzeit verarbeiten“ versicherte Servos. Im kommenden Jahr wird die Behandlung unter laufenden Kontrollen fortgesetzt. „Ziel ist es, nicht zu mähen. Sonst hat es keinen Sinn.“ Bürgermeister Nowy meinte: „Die Stunde der Wahrheit kommt.“

Stunde der Wahrheit

Wohl auch eine Stunde der Wahrheit kam bei den dringend notwendigen Straßensanierungen im Ortsbereich Altessing. Franz Wutz vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Painten stellte die Planungen dazu vor. Es geht um die Hammerschmiedstraße, die Schellneckerstraße, die Schulstraße und den Burgweg. Nowy sprach dabei von einer Kostenhöhe von etwa 2,5 Millionen Euro. 2020/2021 will die Marktgemeinde mit der Hammerschmiedstraße, einem Teilbereich der Schellneckerstraße und der Schulstraße starten. 2022 ist geplant, den verbliebenen Teilbereich der Schellneckerstraße zu sanieren. Die Kirche und der Gasthof Ehrl sollen dabei stets anfahrbar bleiben. Im Zuge der Straßensanierung werden von der Wassergruppe neue Wasserleitungen verlegt. Diskussionsfähig war Wutz` Vorschlag zu den Sanierungsmaßnahmen am Burgweg. Ursprünglich sprach er von einer Erneuerung der Trag- und Deckschicht.

Bernhard Hierl (FCW) äußerte Bedenken wegen der Wasserleitung. Hierl hätte gerne die komplette Straße erneuert.

Rissiger Burgweg

2020 soll der 420 Meter lange Burgweg mit seinen Spalten und Rissen nun aus Kostengründen nur im stark betroffenen Bereich bis zur Hausnummer 6 ausgebaut werden, der Rest des Burgweges wird vorerst nur gefräst und asphaltiert. An der abschüssigen Böschung soll eine Stahl-Leitplanke angebracht werden. „2,5 Millionen - das Geld haben wir nicht. Von den Anwohner gibt es keine Beiträge mehr dazu“, so Nowys. Seinem Vorschlag, trotzdem die Planungen in Angriff zu nehmen, eventuelle Städtebauförderung abzuklären und einen Finanzierungsplan aufzustellen, stimmten die Räte zu. Nach Vorstellung der Haushaltszahlen will man weiter beraten. Planer Wutz soll die Ausschreibungen vorbereiten. „Auch die Wassergruppe braucht entsprechenden Vorlauf.“

Weitere Themen

  • Breitbandversorgung:

    Die Beratung im Gremium hängt mit den Straßensanierungen in Altessing zusammen. Ein Antrag auf Erstellung eines Masterplanes wird in die Wege geleitet; ein Förderantrag gestellt.

  • Wahlleiter:

    Zu den Kommunalwahlen 2020 wird Kämmerer Frank Fiebig als Wahlleiter und Ingeborg Schneeberger als stellvertretende Wahlleiterin ernannt.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Kelheim finden Sie hier

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht