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Kelheimer Lied in der Befreiungshalle

Anlässlich der 825-Jahr-Feier der Stadt Kelheim veranstaltet die Musikvereinigung am Sonntag, 10. September, im Unterbau der Befreiungshalle das Gesamtkunstwerk-Erlebnis „Musik um Ludwig I. – Dichtung, Musik, Architektur und Licht“.

Ein wichtiger Programmpunkt ist hier das Kelheimer Lied von Pater Theodor Grau, das in einer achtstimmigen Bläserfassung mit Pauken zur Aufführung kommt.

Vor 25 Jahren, zur 800-Jahrfeier der Stadt, hat Dr.Christoph Lickleder eine Broschüre verfasst mit dem Titel: „Der Kelheimer Komponist P.Theodor Grau, OFM“. Ein wichtiger Beitrag darin ist das Kelheimer Lied.

Anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt hat P. Theodor Grau seiner Heimatstadt sein opus 38 gewidmet. Das im Selbstverlag erschienene Lied „Du Fürstenstadt im Bayerland“ gibt es in verschiedenen Fassungen. Den Text hierzu verfasste Geistl. Rat Andreas Trübswetter, ebenfalls ein gebürtiger Kelheimer.

Der Kelheimer Stadtrat unter Bürgermeister Rath hat am 4.November 1929 einstimmig das Kelheimer Lied als Heimatlied der Stadt angenommen. Dafür gab es, um die Druckkosten zu decken, „250 bis 300 Reichsmark“ aus der Stadtkasse.

Pater Grau hatte das Kelheimer Lied Kronprinz Rupprecht von Bayern übergeben lassen. Er erhielt am 29. Januar 1930 ein Dankschreiben von Graf Soden von der Hof- und Vermögensverwaltung des Kronprinzen: „Mein Allergnädigster Herr ist über diese freundliche Aufmerksamkeit und über Ihre gerade durch die Vertonung dieses Liedes zum Ausdruck gebrachte treu anhängliche Gesinnung sehr erfreut und hat Euer Hochwürden als Zeichen seines Dankes das mitfolgende Bildnis mit eigenhändiger Unterschrift verliehen.“

Der „Regensburger Anzeiger“ spricht in seiner Ausgabe vom 7. Juni 1931 von einer „wohlklingenden, volkstümlichen Weise mit Kehrreim“.

Nun kehrt dieses Lied wieder an seinen Ursprung zurück. Der Bezug zur Befreiungshalle ist in der 4. Strophe hergestellt: „Wie heißt die Stadt, von der mit hoher Lust zum Tempel schaut der Deutsche, kraftbewusst? ‚Befreiungshalle‘ jubelt jeder laut, der überm Berg im Sonnenglanz sie schaut“.

Weiter gelangen Originalkompositionen der Hofkapellmeister Ludwig I. durch das Münchner Männerdoppelquartett zur Aufführung. Brass Unlimited lotet durch doppelchörige Werke Gabrielis und anderer Meister (u.a. Richard Wagner) musikalisch die Architektur des Unterbaus der Befreiungshalle aus. Die Event-Experten veranstalten Lichtspiele: Säulen und Gewölbe werden in Licht getaucht, zudem werden unter anderem Leo von Klenze und der König höchstpersönlich, die Hauptakteure des Ihrler Festspiels, anwesend sein. Die Befreiungshalle ist das Markenzeichen Kelheims schlechthin. Christoph Lickleder will durch diesen Beitrag erreichen, dass sich die Kelheimer/innen und die gesamte Region mit ihr identifizieren.

Das Konzert findet passend zum Tag des Denkmals statt. Karten zu sieben Euro gibt es bei Hierl, Telefon (09441) 5588 , bei der Verwaltung der Befreiungshalle, Telefon (09441) 682070 und an der Tageskasse.

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