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Freitag, 21. September 2018 27° 1

Fussball

Kinder hatten das Tor im Blick

Von Mittwoch bis Freitag verbesserten beim TSV Bad Abbach 60 Kinder ihre Fähigkeiten. Der Spaß kam dabei nicht zu kurz.
von Thomas Kreidemeier

Sichtlich hatten die fußballbegeisterten Kinder beim Training und Spielen unter Anleitung der TSV-Landesligaspieler viel Spaß. Foto: Kreidemeier
Sichtlich hatten die fußballbegeisterten Kinder beim Training und Spielen unter Anleitung der TSV-Landesligaspieler viel Spaß. Foto: Kreidemeier

Bad Abbach.„Ihr geht mit dem Ball durch die Stangen, dribbelt durch die Hütchen und dann mit Tempo dort rüber. Ball da liegen lassen, über die Hürden springen, Ball wieder holen und aufs Tor schießen“, erklärt Kai Roob die nächste Übung. Klingt zwar eigentlich recht einfach, klappt in der Praxis bei den sieben- und achtjährigen Kids aber nicht ganz so gut. „Ich darf noch meinen Nachschuss machen“, beschwert sich ein kleiner Stürmer, aber Joshua im Tor widerspricht: „Ich hab ihn sicher gefangen.“ Und sein Torwartkollege Julian stimmt ihm zu: „Dann gibt’s keinen Nachschuss.“

Es ist der zweite Tag beim Fußballcamp des TSV Bad Abbach. Der 20-jährige Kai Roob, der beim TSV Bad Abbach in der Landesliga Stammspieler ist, kümmert sich zusammen mit Dominik Zurek, der noch in der Jugend bei der JFG Donautal kickt, um die kleineren Kinder. Sechs bis zwölf Jahre sind die Mädchen und Jungen beim Fußballcamp alt und je nach Alter und Können in vier Gruppen mit je 15 Kindern eingeteilt. Bei Roob und seiner Truppe steht gerade ein Parcours auf dem Programm.

Gedribbelt und geschossen

„Wir haben schon viel Verschiedenes gemacht. Wir haben gegeneinander gespielt, gedribbelt, geschossen und Spiele gespielt“, sagt Felix (7). „Das Gegeneinanderspielen hat mir am meisten Spaß gemacht. Ich freue mich darauf, wenn wir nachher wieder spielen“, fügt er hinzu. Josef (7), der in der F-Jugend von Bad Abbach spielt, erklärt: „Meine Eltern haben mich für das Camp angemeldet, weil ich das gern mag.“ Ihm macht es besonders Spaß, Tore zu schießen und Tricks zu üben. Der achtjährige Vitus, der mitmacht, „weil ein Freund von mir hier auch dabei ist und ich gerne Fußball spiele“, fand den Parcours besonders toll.

Einige Koordinationsübungen waren auch ohne Ball zu absolvieren. Foto: Kreidemeier
Einige Koordinationsübungen waren auch ohne Ball zu absolvieren. Foto: Kreidemeier

Bei den allerjüngsten, den Sechs- und Siebenjährigen, sind die Übungen, angepasst an die Altersstufe, noch etwas simpler: Einwürfe machen und den Ball hin und her passen wird hier trainiert. Bei den älteren Kindern bilden Zweikämpfe einen Schwerpunkt: eins gegen eins oder zwei gegen zwei aufs Tor lassen TSV-Keeper Fabian Fuchs und sein Partner Paul Misslbeck ihre Schützlinge trainieren. Die Gruppe von Landesligaspieler Calvin Zethmeier und Phillip Dziemba misst sich im Sprint. „Ihr macht einen Purzelbaum, rennt dann vor, wieder zurück und klatscht ab“, erklärt Zethmeier. „Du hattest fünf Meter Vorsprung und versaust es noch“, schimpft ein Junge danach seinen Teamkollegen. „Ja, aber dafür habe ich die Ninjarolle des Todes gemacht“, rechtfertigt der sich.

Gegen Mittag lassen die Kräfte langsam nach. Da kommt die Obstpause um elf Uhr für die Fußballer gerade recht. Doch auch die Trainer wollen nicht zu kurz kommen. „Entweder du gibst mir jetzt deinen Apfel oder du machst fünf Liegestütze“, droht Betreuer Phillip scherzhaft einem seiner Jungs. „Da mache ich lieber die Liegestütze“, kontert der.

Die Kräfte lassen nach

Mit den Kräften lässt auch die Motivation der Kids ein wenig nach. Kai Roob versucht mühsam, seine Gruppe unter Kontrolle zu halten. „Das machen wir ganz einfach. Wenn noch einer Quatsch macht, geht er raus. Weil so habe ich da keinen Bock drauf“, schimpft er. Am Ende halten die Kinder dann doch noch durch, bis es endlich Essen gibt.

„Den Kindern wird über den Mannschaftssport ein soziales Verhalten vermittelt, es entwickeln sich Freundschaften und sie haben Bewegung“, erklärt Veranstalter Walter Sperger seine Intention hinter dem Camp, das sich ausdrücklich auch an Flüchtlingskinder richtet. Im Gegensatz zu anderen Vereinen lässt der TSV keine externen Trainer kommen, sondern die eigenen Spieler trainieren hier den Nachwuchs.

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