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Freitag, 20. Juli 2018 31° 2

Schule

Kinder holten sich verdiente Medaillen

In Hausen herrschte Wettkampffieber auf der Tartanbahn. Dabei ging es aber nicht um Leistung, sondern um Spaß am Sport.
Von Edith Vetter

Die Mini-Olympiade kam bei den Grundschülern super gut an. Foto: Vetter
Die Mini-Olympiade kam bei den Grundschülern super gut an. Foto: Vetter

Hausen.Auf dem Schul-Sportplatz herrscht reges Treiben. Anstelle von Lesen, Schreiben und Rechnen ist Spielen, Rennen, Springen und Werfen angesagt. Die Kinder der zweiten und dritten Klasse kämpfen mit Begeisterung um jeden Punkt bei der „Kinderolympiade“ – denn es winken auch Goldmedaillen.

Die Organisation und Durchführung dieses Kindersporttages lag in den Händen der TWK-Events. Die Philosophie des TWK „Kindersport mit Herz“, mehr Sport an Schulen, Kindergärten und in sozialen Bereichen anzubieten, setzte der engagierte Trainer Ben Diehl an diesem Vormittag in die Tat um. Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Ihn auszuleben ist entscheidend für ihre gesunde Entwicklung. Deshalb habe sich die Schulleitung entschlossen, das Angebot dieses Kindersporttages anzunehmen, erklärte die Lehrerin und Sportbeauftragte Kerstin Bringk. Da die Zweitklässler noch wenig Wettkampferfahrung hätten, wurden sie für den Sporttag ausgewählt.

Trainer Diehl fand von Anfang an den richtigen Ton und schaffte es mühelos, die Aufmerksamkeit der 33 Kinder den ganzen Vormittag aufrecht zu erhalten. Dies geschah durch ein abwechslungsreiches Sportprogramm, das je nach Wettbewerb auf Spiel, Leistung oder Konzentration setzte. „Just for fun!“ stand bei allen Disziplinen im Vordergrund. „Die Kinder strengen sich an, weil es ihnen Freude macht und kein Leistungsdruck dahinter steckt“, erklärte Diehl. Das begann bereits mit dem Aufwärmprogramm in Form von lustigen Bewegungs- oder Konzentrationsübungen. Anschließend wurden die Kids in Ländergruppen eingeteilt, in denen sie bei den verschiedenen Sportarten blieben. Es gab bei allen Disziplinen vor den Wettkämpfen „Probeläufe“.

Bei der Weitsprunggrube genau das Absprungbrett zu treffen, das war schon eine sportliche Herausforderung. Aber an guten Ratschlägen vonseiten des Trainers fehlte es ja nicht. „Wenn du das Capy runter tust, kannst vielleicht weiter springen“, meinte Ben. Beim neu kreierten „Dreisprung“ von Michael wurde allerdings ein Auge zugedrückt. „Das probierst jetzt noch einmal“, ermunterte er den Athleten. Bei den Wettkämpfen ging es nicht nur um sportliche Leistungen. Es wurden ebenso Denk- oder Konzentrationsaufgaben mit eingebaut. „Wer weiß, was ein Staffellauf ist?“, fragte Ben die Schüler. Da nur zögerliche Antworten kamen, erklärte der Trainer, wie und wo man den Stab übergeben muss oder wie man sprintet.

Nach einer verdienten Pause traten die Athleten gestärkt wieder gegeneinander an, und zwar im Weitwurf mit dem 80-Gramm-Schlagball. Zum Teil recht ausgepowert, aber mit leuchtenden Augen und stolzer Brust nahmen die Kleinen bei der abschließenden Siegerehrung ihre Goldmedaillen entgegen.

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