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Spende

Kleine Dinge – enorme Leistung

Der Flohmarkt hat in 15 Jahren 380 000 Euro erwirtschaftet.
Von Gabi Hueber-Lutz

Martha Schießl, Agnes Menke, Barbara Maier, Sieglinde Paulus, Lina Kraus-Adlhoch und Thekla Kißlinger (v. l.) arbeiten im Flohmarkt.  Foto: Hueber-Lutz
Martha Schießl, Agnes Menke, Barbara Maier, Sieglinde Paulus, Lina Kraus-Adlhoch und Thekla Kißlinger (v. l.) arbeiten im Flohmarkt. Foto: Hueber-Lutz

Bad Abbach.In kleinen Lettern steht eine Zahl auf dem Zettel, den Lina Kraus-Adlhoch für ihre Mitarbeiterinnen im Flohmarkt ausgedruckt hat: 380 000 Euro. Je näher man diese Zahl betrachtet, desto mehr Gewicht erhält sie. Sie ist entstanden aus ehrenamtlicher Arbeit, erwirtschaftet aus kleinen Beträgen, gesammelt und komplett gespendet an die beiden Ortskirchen und Frauenbründl.

Vor 15 Jahren hat die Bad Abbacherin den Flohmarkt in den Räumen ihres ehemaligen Ladens in der Fußgängerzone eröffnet. Mit gespendeten Waren und freiwilligen Helferinnen hat sie den Verkauf aufgezogen, um bei der Renovierung der Marktkirche mitzuhelfen. Die Kirche ist längst renoviert, neue Aufgaben sind entstanden und Lina Kraus-Adlhoch machte weiter. Wenn es nach ihr geht, noch bis sie hundert ist, wie sie schmunzelnd versichert. Bis dahin sind es noch einige Jahre. Seit dem Beginn des Flohmarkts ist auch Martha Schießl dabei. Die beiden Damen lassen sich von ihren jüngeren Kunden durchaus auch einmal helfen. Wenn jemand zum Beispiel etwas aus dem großen Schaufenster haben will, darf er gerne selber hineinkrabbeln. Preisschilder findet man nirgends. Da fragt man einfach, was der Gegenstand der Wahl kostet. Manche lieben es dann zu feilschen, andere runden auf. Je nach Temperament. Der bunte Kosmos aus tausend Dingen ist ständig in Bewegung. Zu jeder Öffnungszeit kommen neue Raritäten hinzu und verlassen andere das Geschäft. Und immer bleiben ein paar Euro in der Kasse hängen, aus denen dann auf einmal viele werden. 29 30 waren es im Dezember.

Zum 15-Jährigen überreichte die „Chefin“ ihrem Team einige Blumen und lud zum Mittagessen ein. Wie auch die beiden Damen der ersten Stunde tun Sieglinde Paulus, Barbara Maier, Susanna Damsky, Thekla Kißlinger und Agnes Menke abwechselnd Dienst. Der Floh- und Raritätenmarkt, von der Chefin „Graffl-Lodn“ getauft, hat von Donnerstag bis Sonntag immer jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet, am Freitag bereits ab 9.30 Uhr.

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