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Abgestimmt

Krass ey: „Babo“ ist das Jugendwort 2013

Die Jury hat gewählt. Und der Chef der „Babo“nenstadt hat es immer schon gewusst: „Abensberg war immer schon kosmopolitisch“, sagt Dr. Uwe Brandl.

Dieser „Graf Babo“ hatte sich vor ein paar Jahren auf den Gillamoos-Auszug verirrt. Foto: mf/Archiv

Abensberg/Berlin.„Babo“ ist zum Jugendwort des Jahres 2013 gewählt worden. Der aus dem Türkischen stammende Ausdruck – zu übersetzen etwa mit Boss oder Anführer – wurde von einer Jury vor den Begriffen „fame“, „gediegen“, „in your face“ und „Hakuna Matata“ gekürt, wie der Langenscheidt-Verlag am Montag bekanntgab. Jugendliche hatten im Internet ihre Vorschläge eingereicht, am Ende entschied eine Jury.

Grund genug für uns, den Chef der „Babo“nenstadt um ein Statement zu bitten, mit einem Zwinkersmiley ;) natürlich. Und Dr. Uwe Brandl, Nach-, Nach-, Nach-, Nach-, Nachfolger der „Babo“nen (rein rechtlich gesehen ;) reagierte prompt und schrieb uns folgende Mail:

„War irgendwie klar. Abensberg war immer schon kosmopolitisch. Wie Ahnenforscher jetzt nachwiesen, ist es nur konsequent, dass Martin Neumeyer Integrationsbeauftragter der Staatsregierung wurde. Schon im elften Jahrhundert bewies ein aus dem osmanischen Reich eingewanderter Babo, dass die Abensberger über eine hohe Integrationskraft verfügten, indem sie jenen Babo zum Grafen ihres blühenden Städtchens erhoben.

Dass Jugendliche in Erinnerung an das historische Beispiel herausragende Persönlichkeiten mit dem Titel Babo adeln zeigt, dass die Abensberger Vergangenheit auch heute noch beispielgebend die Zukunft prägt. ;-)))

MfG

Uwe Brandl“

Die dpa meldet weiter: „Ein Erwachsener kann mit dem Begriff „Babo“ wenig anfangen – aber die Erfahrung haben viele in den vergangenen Jahren bei Wörtern wie ,Yolo‘ (2012: die Abkürzung für die englische Phrase ,you only live once‘ – deutsch ,du lebst nur einmal‘) und eine Aufforderung, eine Chance zu nutzen), ,Swag‘ (2011: von englisch ‚to swagger‘, deutsch ,prahlen, stolzieren‘ für eine beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung), ,Niveaulimbo‘ (2010: bezeichnet das ständige Absinken des Niveaus beispielsweise im Fernsehen), ,hartzen‘ (2009: umgangssprachlich das Bestreiten des Lebensunterhalts durch Arbeitslosengeld II) oder ,Gammelfleischparty‘ (2008: Ü-30-Party) vermutlich bereits gemacht. Nicht so die Abensberger. Denen – und der Fairness halber auch den Riedenburgern – ist der Begriff der Babonen geläufig.

Alles Bosse, die Babonen in Abensberg, in Riedenburg und sonst auf der Welt: Graf Babo hatte bekanntlich 32 Söhne und acht Töchter ...(dpa/dt)

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