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Region Kelheim
Freitag, 20. April 2018 27° 2

Erfreut

Kreativfans kamen in Scharen

Die Jakob-Ihrler-Schule war über Ostern Treff für Bürger und Künstler. Auch der Ratsch im Café ist für viele obligatorisch.
Von Renate Beck

  • Ausstellerin Adelheid Schmailzl erklärte, wie man einen Schal mit einer Hilfsnadel – ähnlich der eines Besenstiels – strickt und häkelt. Fotos: Beck
  • Gastaussteller Bernhard Hönning (rechts) war mit seinem funkelnden Steinschmuck ein Besuchermagnet der diesjährigen Ausstellung.
  • Ausstellerin Angela Eichenseher zeigte „Wiener Kaffeehaus-Stuhlgeflecht“– ein Hobby, bei dem sie alte Stühle aufarbeitet.

Ihrlerstein.Das ganze Osterwochenende über konnten die Besucher der 34. Kunstausstellung viele Kunstwerke betrachten und dabei auch viele Bekannte treffen. Bilder in den unterschiedlichsten Techniken gemalt und sehr viel Kunsthandwerk waren auf zwei Stockwerken verteilt.

Die Ausstellung des Obst- und Gartenbauvereins mit ihren Weiden-Objekten lockte die Besucher am Samstag zur Flechtvorführung. „Weil ich sowas auch in meinem Garten haben will“ sei sie hier, erklärte eine Dame mit Blick auf das Rankgitter mit dem Schriftzug „Welcome“.

Gastausstellerin Barbara Knütter fand nicht nur mit ihren ausgestellten gefilzten Taschen und Schals große Beachtung. Beim Workshop am Ostersonntag begeisterte sie Kinder wie Erwachsene von ihrer Kunst. Selbst angefertigte Filzperlen und Blumen nahmen die Nachwuchskünstler stolz mit nach Hause. Gastaussteller Bernhard Hönning war jeden Tag umzingelt von interessierten Besuchern. Egal ob Frau oder Mann – seine zu Silberschmuck verarbeiteten Steine zogen beide Geschlechter an.

„Diese Glanzeffekte macht alleine die Natur“, schwärmte er und zeigte mit der Taschenlampe auf einen Anhänger in einem der Schaukästen am aufgestellten Baum. „Jeder Stein ist ein Unikat.“ Nicht nur einzigartig und schön, sondern auch zeitlos sei dieser Steinschmuck, befand eine Betrachterin.

Interessiert an einem seltenen Handwerk waren am Montag auch die Zuschauer bei der Flechtvorführung mit Angela Eichenseher. Altes Geflecht raus, neues hineinflechten. Waagerecht, senkrecht, wieder waagerecht und auch zweimal diagonal. „Das Muster muss man flechten, wie vorab die Löcher gebohrt wurden“, erklärte die Stuhlflechterin. Den interessiert über ihre Schulter blickenden Zuschauern erklärte sie auch das „Rosenmuster“ und „Sonnengeflecht“ an der Rückenlehne. Das Wiener Kaffeehaus-Stuhlgeflecht ist ihr Hobby. Die alten Stühle dazu sucht und findet sie zum Beispiel am Flohmarkt.

Ein Ehepaar musterte am Flur einen auf einer Stele ausgestellten bunten Schal. „Der Loop wurde mit einer Art verkürztem Besenstiel in „Broomstick-Lance“-Technik gestrickt“, erklärte Besitzerin Adelheid Schmailzl. Die Aussage, dass dies „ganz einfach“ sei, konnten die Betrachter kaum glauben.

Die Ihrlersteinerin stellt bereits seit 17 Jahren hier aus. In der Vergangenheit hat sie bestickte Stoffe und Ostereier ausgestellt, diesmal gestrickte Schals und Puppen. „Handarbeiten machen mir einfach Spaß und lassen mich abschalten“, verriet sie.

Ausstellungsleiterin Bettina Thoma strahlte angesichts der Besucherzahlen wie der Himmel am Ostermontag. „Die Lose der Losaktion sind auch alle weg“, freute sie sich angesichts der Einnahmen. Auch das „Kreativcafé“ war gut besucht. Eine Gruppe mit vier älteren Ihrlersteiner Damen genoss am Montag dort Kaffee und Kuchen. „Wir sind alle Jahre hier. Solange wir noch können, kommen wir auch weiterhin.“

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