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Zehentstadl

Krieg, Bürgerfest, Dorfidylle und Jazz

Gerda Stauner liest auf Einladung des Kreativforums in Train aus „Grasmond“ und dazu gibt’s passend oberpfälzer Jazz.

Gerda Stauner (rechts) liest am 27. Oktober in Train aus „Gasmond“, dazu gibt es Jazz-Musik. Foto: Adi Spangler
Gerda Stauner (rechts) liest am 27. Oktober in Train aus „Gasmond“, dazu gibt es Jazz-Musik. Foto: Adi Spangler

Train. Moderner Heimatroman trifft auf oberpfälzer Jazz: Gerda Stauner liest aus „Grasmond“ und die Sängerin Stefanie Polster umrahmt die Lesepassagen, begleitet von Klavier (Tom Jahn) und Kontrabass (Matthias Hamburger, Musiklehrer und Zweigstellenleiter der Musikschule Train). Wo? Im Zehentstadl in Train.

Die gebürtige Seubersdorferin Gerda Stauner liest am 27. Oktober um 20 Uhr im Zehentstadl aus ihrem Debütbuch „Grasmond“, in welchem sie ihr Geburtsjahr 1973 wieder aufleben lässt. Die fesselnde Familiengeschichte ist eingebettet in die Ereignisse der lebensbedrohenden letzten Tage des Zweiten Weltkrieges im Oberpfälzer Dorf Fichtenried. Gleichzeitig spannt sie einen Bogen zu den Anfängen der Altstadtsanierung in Regensburg und zu den turbulenten Geschehnissen rund um das erste Bürgerfest im Sommer 1973.

Im Roman steht die flirrende Hitze, die das Hoch „Ove“ dem ersten Regensburger Bürgerfest beschert, in krassem Gegensatz zum schlammigen Frühjahr 1945, in welchem Fichtenried gerade noch der Zerstörung durch die einrückenden Amerikaner entkommt. Der prosaische Akzent bei der Beschreibung der Natur, die diese beiden so weit auseinanderliegenden Ereignisse umrahmt, ist der Autorin bestens gelungen, urteilt Bernhard M. Baron vom Literaturportal Bayern.

Blick in die Vergangenheit

Der klare Bezug zur Heimat der Autorin ist in dem zeitgeschichtlichen Roman deutlich spürbar: Das Auflebenlassen des dörflichen, oft bäuerlich geprägten Alltags in der Stoapfalz ist ihr detailreich und dennoch schnörkellos gelungen. Wohl auch, weil Gerda Stauner diesen als Kind gerade noch so erlebt hat, bevor er für immer verschwunden ist. Der Zehentstadl in Train bietet dazu die perfekte Kulisse, um als Zuhörer in das Geschehen einzutauchen.

Musikalische Begleitung

Eine stimmungsvolle Ergänzung zu den Textpassagen gestaltet für den Abend die Sängerin Stefanie Polster – in Begleitung von Matthias Hamburger am Kontrabass (Musiklehrer und Zweigstellenleiter der Musikschule Train) und Tom Jahn am Klavier. Inspiriert von der kargen Landschaft der Oberpfalz und den Charakteren im Buch hat sie ihre Songs minimalistisch und jazzig arrangiert. Sie singt mit Oberpfälzer Dialekt und schafft dabei eine passende Verbindung zu Gerda Stauners Dialogen.

Die musikalische Lesung im Zehentstadl wird übrigens vom Kreativforum Schlossplatz e.V. Train veranstaltet.

Vorverkauf

  • Informationen über

    die Autorin findet man auf ihrer Internetseite www.gerda-stauner.de, weitere Infos über die Sängerin unter www.stefaniepolster.com.

  • Karten gibt es

    an folgenden Vorverkaufsstellen: Bäckerei Buchta St. Johann, Tel. (0 94 44) 8214; Metzgerei Fritsch Train, Tel. (0 94 44) 8320; Gemeindekanzlei Zehentstadl (Do. 16.30 bis 18.30 Uhr), Tel. (0 94 44) 87 500; Online-Reservierung unter www.kreativforum-schlossplatz.de

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