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Region Kelheim
Donnerstag, 16. August 2018 30° 1

Eröffnung

Kühles Bier und neue Betten in Essing

Mit Freude startet die Familie Schneider in ihrem neuen Bierhotel mit angeschlossener Schaubrauerei durch.
Von Renate Beck

Stehempfang in der Lobby des neuen Bierhotels Schneider Foto: Beck
Stehempfang in der Lobby des neuen Bierhotels Schneider Foto: Beck

Essing.„Begeisterung hat uns angetrieben: Wir tun das, was wir lieben!“ Den Beweis dazu lieferte die Familie Schneider vergangenen Mittwoch ihren etwa 60 geladenen Gästen beim Stehempfang in der Lobby und dem anschließenden Abendessen im Brauereigasthof. Mit dem Segen von Pfarrer Hans-Jürgen Koller eröffnete man gemeinsam das neue Bierhotel mit Schaubrauerei.

Matthias Schneider dankte den Firmen und Mitwirkenden, die geholfen haben, „dass wir das so gut hinbekommen haben“. Alte Materalien aus dem ursprünglichen Gebäude wurden wiederverwendet und mit neuen, modernen Gegenständen kombiniert. Aufbereitete Holzbalken schmücken die Decke der Lobby.

Auf dem Weg ins Sudhaus

Stufen führen hinauf aufs neue Sudhaus. Untenliegende Fenster geben Einblicke in die aufwendige Technik der Anlage. Der anwesende Diplom-Braumeister Wolfgang Rath von der Herstellerfirma Caspary freute sich über den Auftrag des Brauereianlagenbaus. Matthias Schneider war nach Auskunft von dessen Vater Josef 2005 in China. Dort war er mit diesem System und der damit verbundenen Arbeit vertraut. „Diese Tanks haben ihm schon damals gut gefallen“, so  Josef Schneider.

Ein Leinwandbild an der Wand erinnert an die Stufen hinauf zum Kessel des ursprünglichen Sudhauses. Auch im neuen Sudhaus führen Treppen hinauf zu den Tanks. Über den Köpfen der Gäste, abgesichert durch die Reling, sprach Braumeister Matthias Schneider über die kurze Bauphase vom Abriss der alten Pension an diesem Platz bis zum neuen Bierhotel Schneider von heute: „Am 30. Januar 2017 der Abriss, Abbau vom nebenstehenden Simon-Haus, am 5. Mai wurde die Baugrube ausgehoben, am 18. Mai kam die Bodenplatte drauf, am 9. September der Dachstuhl.“

Matthias (links) und Johannes Schneider führen den Familienbetrieb mit altbewährten und auch eigenen Ideen fort. Foto: Beck
Matthias (links) und Johannes Schneider führen den Familienbetrieb mit altbewährten und auch eigenen Ideen fort. Foto: Beck

Ein besonderes Highlight sei die am 19. Oktober gelieferte Brauerei gewesen. Zehn Tage vor dem Heiligabend habe man die Außenwände gestrichen. „Alle Zahnräder haben gut gegriffen.“ Die Familie Schneider habe die Baustelle mit Leid und Freude erlebt. „Wobei aber die Freude überwogen hat“,  so der junge Familienvater. Erna Wittenzellner arbeitet seit vielen Jahren im Büro des Brauereigasthofes. Sie sagte, sie habe die Bauphase spannend empfunden. „Vor allem den Abriss. Der war gigantisch.“ Landrat Neumeyer wünschte den „Buben“ (das sind die Söhne von Ute und Josef Schneider) der Familie Schneider im Namen des Landkreises alles Gute.

Zurück bis ins 17. Jahrhundert geht die Geschichte der Brauerei. Matthias und Johannes Schneider führen den „Hotel und Brauereigasthof“ weiter. Sichtbar stolz zeigte sich Mama Schneider, dass Matthias‘ Bräu-Traum wahrgeworden ist. Mut, Kraft, Ausdauer und Firmenweitsicht gehört nach Meinung von Bürgermeister Jörg Nowy dazu, dieses Projekt an der engen Straße zu verwirklichen. Rückblickend sei die gewählte Bauzeit mit dem zeitgleichen Straßenbau die richtige Entscheidung gewesen. Carola Schneider fand die vergangenen Monate zwar sehr anstrengend, der Zusammenhalt in der Familie habe diese stressige Zeit aber entschärft. Sie lobte ihren Mann: „Ich bin stolz auf meinen Matthias. Er ist ein Superheld der Organisation.“

Bier schmeckt besser denn je

Mit seinem gut gekühlten, unfiltrierten Hellen in der Hand schwärmte nicht nur Albert Lorenz von der Raiffeisenbank: „Das Bier schmeckt besser denn je.“ Die Stufen zum Tankraum hinauf enden unten im Gewölbekeller. Im modern gestalteten Tagungsraum lädt dort der restaurierte Brunnen zum Verweilen ein. Für Braukurse, Verkostungen und Seminare stehen die neuen Räume gegenüber dem bestehenden Brauereigasthof nun bereit.

14 neue Doppelzimmer erweitern die Kapazität des bereits bestehenden Hotel- und Brauereigasthofes in unmittelbarer Nachbarschaft. Brauerertypische Bilder schmücken die Rückwände der Betten. Foto: Beck
14 neue Doppelzimmer erweitern die Kapazität des bereits bestehenden Hotel- und Brauereigasthofes in unmittelbarer Nachbarschaft. Brauerertypische Bilder schmücken die Rückwände der Betten. Foto: Beck

Auch die Kapazität an Hotelzimmern wurde erweitert. Über drei Ebenen verteilt können sich die künftigen Übernachtungsgäste wohlfühlen. „Die Zimmer sind genial“, schwärmte ein geladener Gast angesichts der geschmacksvoll eingerichteten Räume.

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