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Auszeichnung

Kulturpreis für E. W. Heine

Der renommierte Schriftsteller hat in vielen Werken dem Landkreis Kelheim, seiner Wahlheimat, ein literarisches Denkmal gesetzt

  • E. W. Heine Fotos: Archiv
  • E. W. Heine (rechts) hat den Archäologiepark in Worte gefasst. 2007 wurde die Station bei Prunn eröffnet.

Kelheim. Die Entscheidung den Kunst- und Kulturpreis des Landkreises Kelheim 2012 dem renommierten Autor E. W. Heine zu verleihen, fiel in der Vergabesitzung am Donnerstag vergangener Woche, teilte das Landratsamt am Montag mit. Dem Gremium gehören die Kreissparkasse, der Landkreis, sieben Kreistagsmitglieder und Sachverständige aus der Kulturszene an.

„Für die diesjährige Preisvergabe ist eine Vielzahl würdiger Kandidaten aus allen künstlerischen Sparten vorgeschlagen worden“, so Landrat Dr. Hubert Faltermeier, „dies zeigt, wie lebhaft die Kulturszene in unserem Landkreis ist. Eine Auswahl ist bei so vielen renommierten Künstlern aus Malerei, Musik, Theater und Heimatpflege nicht einfach zu treffen – ein überaus angenehmes Luxusproblem. Ich freue mich aber sehr, dass das Vergabegremium eine gute und trotz der wirklich schwierigen Entscheidung einmütige Wahl getroffen hat. Es ist uns eine Freude, einem so bekannten Autor wie Herrn Heine Heimat geworden zu sein. Das Lesevergnügen, das die Bücher von E. W. Heine vermitteln, haben ihn zum Bestsellerautor gemacht, seine Fangemeinde ist riesig, seine Bücher unterhalten nicht nur, sie bilden auf angenehmste Weise. Darüber hinaus ist E. W. Heine für unseren Landkreis eine literarisch wirkende Multiplikationsfigur, die den Namen unserer Region in viele Länder trägt.“

Den Archäologiepark beschrieben

Dieter Scholz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Kelheim, freut sich: „Für die Kreissparkasse Kelheim gehört die Förderung von Kunst und Kultur schon immer zum Kern ihres gesellschaftlichen Engagements. Schließlich hängt die Lebensqualität einer Region auch stark von ihrem kulturellen Angebot ab. Der Kunst- und Kulturpreis wurde in diesem Jahr an den bekannten Schriftsteller E.W. Heine vergeben. Wir freuen uns darüber und gratulieren im Namen des Vorstandes und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreissparkasse Kelheim recht herzlich“.

Der Schriftsteller E. W. Heine, geboren 1940 in Berlin, lebt seit 30 Jahren im Landkreis – in Großmuß bei Hausen. Der Landkreis ist ihm zur zweiten Heimat geworden, wie seine literarische Arbeit immer wieder beweist: Mit seinem Roman „Das Halsband der Taube“, der sich mit den Hintergründen des Attentats an Ludwig dem Kelheimer befasst, hat er der Stadt Kelheim weltweit ein Denkmal gesetzt. Der Roman wurde in vielen Sprachen übersetzt(französisch, spanisch, griechisch, russisch, türkisch u. a.).

Ein anderer Roman, „Papavera“, erzählt von einem Mädchen aus dem Altmühltal auf der Suche nach seinem verschollenen Vater. „Papavera“ ist im Mittelalter angesiedelt.

Im Archäologie Park Altmühltal schrieb E. W. Heine für die Fundstellen spannende Geschichten, die sich genau an die historischen Gegebenheiten halten: Geschichte lebt von Geschichten.

Heines Werk umfasst eine ganze Reihe historischer Romane, kulturgeschichtliche Bücher, Musikerbiografien, Theaterstücke, Hörspiele und Drehbücher. Ganz besonderer Beliebtheit erfreuen sich seine makabren Kurzgeschichten, die als „Kille Kille Geschichten“ immer wieder neu verlegt werden.

Vom Mittelalter in die Zukunft

Sein eben erst erschienener Roman „Magna Mater“ handelt von einer zukünftigen Gesellschaft, die sich nur noch der Vernunft verpflichtet fühlt.

Neben seinen Erfolgen als Schriftsteller war Herr Heine ebenso erfolgreicher Architekt und Stadtplaner in Saudi Arabien und Südafrika. Der Schweizer Hörfunk verlieh im den „Goldenen Sherlock“ für das beste Hörspiel des Jahres (2005). Die feierliche Verleihung des Kunst- und Kulturpreises findet voraussichtlich Ende Juli im Sparkassensaal in Kelheim statt.

Die Verleihung des Kunst- und Kulturpreises ist mit der Überreichung eines Geldpreises der Kreissparkasse Kelheim in Höhe von 5000 Euro verbunden. Der Preis wurde im Jahr 1999 erstmals an den Laienspielkreis St. Salvator Mainburg, im Jahr 2002 an Dr. Christoph Lickleder, 2004 an die Gruppe Kunst, 2006 an die Schwoagara Dorfbühne, 2008 an Angerer den Älteren und 2010 an die Kinderliederband Donikkl vergeben.

Mit dem Kunst- und Kulturpreis werden Einzelpersonen, Personengruppen oder Vereinigungen, die durch Geburt, Leben oder Wirken mit dem Landkreis verbunden sind und sich durch ihr Werk hervorragende Verdienste um das kulturelle Leben im Landkreis in den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Theater, Literatur, Brauchtumspflege oder wissenschaftliche Leistungen erworben haben, ausgezeichnet.

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