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Valentinstag

Landrat überbringt süße Grüße

Landrat Martin Neumeyer und Mitarbeiter der Goldberg-Klinik besuchten die Patienten. Die Hauptperson verschlief alles.
von Roland Kugler

Besuch für die Patienten gab es von Landrat Martin Neumeyer (2. v. l.) und Mitarbeitern der Goldberg-Klinik. Foto: Kugler
Besuch für die Patienten gab es von Landrat Martin Neumeyer (2. v. l.) und Mitarbeitern der Goldberg-Klinik. Foto: Kugler

Kelheim.Blumen gab es am Valentinstag keine für die Patienten der Goldberg-Klinik. Dafür aber Pralinen – und die kamen sogar noch besser an. Überbracht wurden sie von Landrat Martin Neumeyer beim traditionellen Valentinstagsbesuch im Kelheimer Krankenhaus. Obwohl er gerade vom politischen Aschermittwoch aus Passau kam und auch vom Fasching noch etwas mitgenommen war, ging er in jedes Zimmer und überbrachte Valentinstagsgrüße und Genesungswünsche.

Gerade mal sieben Stunden alt

Begleitet wurde er dabei vom ärztlichen Direktor Dr. Norbert Kutz, von Geschäftsführerin Dagmar Reich und Ärzten und Pflegern der verschiedenen Stationen. Für eine junge Dame gab es dann doch Blumen, aber das verschlief diese tief und fest. Sophia Zinner, sieben Stunden alt, 4160 Gramm schwer und 53 Zentimeter lang. Ein richtiger Wonneproppen also die neue Kelheimerin mit diesen Maßen, und ein echtes Valentinstagsmädchen.

Sophia Zinner mit Mama Sandra Reim. Die neue Kelheimerin ist ein echtes Valentinstagsmädchen.  Foto: Kugler
Sophia Zinner mit Mama Sandra Reim. Die neue Kelheimerin ist ein echtes Valentinstagsmädchen. Foto: Kugler

„Alles gut gegangen, und schnell“ sagte Mama Sandra Reim über die Geburt am Morgen und nahm den Blumenstrauß in Empfang. Gut gelaunt und fit, kein Wunder, denn Sophia ist bereits ihre dritte Tochter, sie hat also mittlerweile Übung. Nur der Papa, Alexander Zinner, müsse sich noch ein wenig erholen. „Aber sonst hat auch er die Geburt gut überstanden“, versicherte die Mama.

„Wir hatten schon Valentinstage mit fünf Babys, manchmal kommt auch keines“, sagte Dagmar Reich. Im nächsten Zimmer gab es gerade Familienbesuch. Uroma und Uropa sahen zum ersten Mal ihre Urenkelin Johanna. „Hauptsache gesund“, sagten sie gerührt und waren voller Freude. Aber auch auf den anderen Stationen war der überraschende Besuch gerngesehen. Auch bei Alwin Maag, dem es laut eigener Aussage langsam wieder besser gehe. „Mei, mi hats halt dapackelt“, erzählt er und konnte schon wieder lachen. Sein Zimmerkollege Rudolf Weissberger war ebenfalls guter Dinge, er hofft bald wieder nach Hause zu dürfen. „Ko ma lassn“, meinte er zu den kleinen aber feinen Pralinen.

„Ja servus Martin, wos machstn du da“, wurde der Landrat andernorts begrüßt – zufällig kannte er einige Patienten persönlich. Überrascht und erfreut waren aber alle über die nette Geste und die guten Wünsche.

Aus dem Schlaf gerissen

Nur eine Frau war etwas verwirrt. Verständlich, sie wurde vom Besuchstrupp aus dem Schlaf geweckt.

Dr. Kutz musste sich vorzeitig verabschieden, er wurde im OP gebraucht. „Das ist halt Echtbetrieb bei uns“ sagte er und war schon unterwegs. Ansonsten achten die Mitarbeiter sehr darauf, dass bei aller Arbeit und Routine, bei allem Stress und Pflegenotstand auch das Zwischenmenschliche nicht auf der Strecke bleibe. „Wir schauen, dass wir mit den Patienten reden und Zeit für sie haben“, sagten Pflegedienstleitung Andrea Scheibenpflug und Pflegerin Silvia Körber. Aber nicht jeder hat Angehörige oder bekommt Besuch. Dann gibt es den Patientenbesuchskreis von ehrenamtlich Engagierten, damit niemand alleine gelassen wird oder sich einsam fühlt. Auf Wunsch gibt es auch ein Gespräch mit Seelsorger Egon Dünhofer, er ist seit 24 Jahren Geistlicher für das Krankenhaus und hält dort auch Gottesdienste.

Am Valentinstag aber war keiner allein, da bekamen alle Besuch und ein kleines Geschenk.

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