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Region Kelheim
Freitag, 17. August 2018 31° 2

Natur

Landwirte für Wiesen ausgezeichnet

Bei der Wiesenmeisterschaft 2018 im Donau-Isar-Hügelland zählt vor allem der Erhalt der Artenvielfalt.

Die erfolgreichen Teilnehmer aus dem Landkreis Kelheim Foto: Forstner
Die erfolgreichen Teilnehmer aus dem Landkreis Kelheim Foto: Forstner

Kelheim.Zwei landwirtschaftliche Betriebe aus dem Landkreis Kelheim gehören zu den Top 5 der Wiesenmeisterschaft 2018. Das Gemeinschaftsprojekt von Bund Naturschutz in Bayern und Bayerischer Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) zeichnet jedes Jahr Landwirte aus, die besonders artenreiche Wiesen und Weiden erhalten. Die Gewinner wurden im Rahmen eines Festaktes in Landshut geehrt.

Der Wiesenwettbewerb findet seit 10 Jahren jährlich in einer anderen Region Bayerns statt, in diesem Jahr im Donau-Isar-Hügelland in den Landkreisen Landshut und Kelheim. Die Wiesen wurden nicht nur nach Kulturlandschaftswert und Artenvielfalt, sondern auch nach landwirtschaftlicher Verwertung und Futterertrag bewertet. In diesem Jahr hatten sich 25 landwirtschaftliche Betriebe mit ihren Wiesen für den Wettbewerb angemeldet.

Den ersten Preis erhielt der Milchviehbetrieb von Andreas Strasser in Geisenhausen (Stützenbruck). Zweiter Preisträger wurde der Betrieb von Edeltraud Melzl-Butz in Rottenburg (Viehhausen). Als dritter Preisträger wurde der Imkerbetrieb von Georg Oswald aus Pfeffenhausen / Oberlauterbach.

Platz vier und fünf gehen in den Landkreis Kelheim

Aus dem Landkreis Kelheim nahmen zwölf landwirtschaftliche Betriebe teil. Den vierten Preis errang der Betrieb von Maria Eichstetter aus Elsendorf. Ihre 60 Hektar sind seit 2006 ein Naturland-Betrieb. Sie wurde ausgewählt wegen eines kleinen, aber stabilem Vorkommens der im Naturraum äußerst selten gewordenen Trollblume.

Der fünfte Preis wurde an den Betrieb von Maria Berger aus Ebrantshausen vergeben. Auch sie betreibt einen kleinen Nebenerwerb mit Streuobst, Bienenhaltung und Pferdeheuverkauf. Berger wurde ausgezeichnet wegen des Erhalts von verschiedener Arten der bodensauren Magerrasen und Sandrasen. Außerdem besitze sie eine sehr strukturreiche Hanglage mit hohem Naturschutzwert.

Der Bund Naturschutz-Vorsitzende Richard Mergner wies bei der Auszeichnung darauf hin, das „artenreiche Wiesen oft nur noch Relikte in einer ansonsten höchst intensiv genutzten Agrarlandschaft sind“.

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