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Openair

Leberkäsjunkies gastieren in Abensberg

Die Liebesinsel war bei der Filmpremiere des neuen Eberhofer-Krimis gut besucht. Das Angebot wird am Wochenende wiederholt.
von Lea Hruschka

Zahlreiche Besucher kamen zur Liebesinsel, um unter freien Himmel den neuen „Eberhofer“-Krimi anzuschauen. Foto: Lea Hruschka
Zahlreiche Besucher kamen zur Liebesinsel, um unter freien Himmel den neuen „Eberhofer“-Krimi anzuschauen. Foto: Lea Hruschka

Abensberg.Mit bayerischer Blasmusik und dem Geruch von frischem Leberkäs wurden die Gäste des Freiluftkinos empfangen – alles passend zum Film, dem „Leberkäsjunkie“. Am Freitag, Samstag und Sonntag konnten sich die Besucher um 16 Uhr oder 18.30 Uhr die neue Verfilmung zur Buchreihe von Autorin Rita Falk ansehen. Dazu wurde die Liebesinsel mit ihrem besonderen Flair mit Biertischgarnituren und allerlei Verpflegungsständen aufwendig hergerichtet. Es gab natürlich Popcorn und - nicht so typisch für ein Kino – die Leberkässemmel – zu kaufen. Außerdem wurden Käse und Brezen sowie Getränke angeboten.

Doch wer steckt eigentlich hinter diesem riesigen Aufgebot? Es ist weder ein Event-Management noch die PR-Agentur der neuen „Eberhofer“-Films, sondern waren 15 Schülerinnen und Schüler des Johannes-Nepomuk-Gymnasiums. Sie besuchten die elfte Jahrgangsstufe und stellten die große Veranstaltung zusammen mit ihrer Lehrerin Frauke Kurth auf die Beine. Im Rahmen des P-Seminars wurde das Projekt im Fach Geographie von Kurth angeboten.

Teamfähigkeit gelernt

„Ein Kino hat Auswirkungen auf den Tourismus in einer Region und Forschung zum Tourismus ist Teil der Geographie“, erklärt Kurth die Hintergründe. Für die Schülerinnen und Schüler war es ein Wunschseminar, wie Paula und Lena erklären. Die beiden kannten die Veranstaltungen, die Frau Kurth bereits organisiert hatte, wie das Farbfestival Color Crush. „Nun konnte man es selbst in die Hand nehmen“, freuten sie sich. Dazu gehörte dann einiges an Organisation. Im vergangene Schuljahr planten die Gymnasiasten wöchentlich zusammen mit Kurth. Es wurden die Gruppen Marketing, Bewirtung, Orga-vor-Ort und das Schatzmeister-Team gebildet.

Castro Dokyi Affum verteilte am Sonntagnachmittag viele Autogramme an die Fans auf der Abensberger Liebesinsel. Foto: Lea Hruschka
Castro Dokyi Affum verteilte am Sonntagnachmittag viele Autogramme an die Fans auf der Abensberger Liebesinsel. Foto: Lea Hruschka

Schwierig für die jungen Veranstalter war dann vor allem die Sponsorensuche und die Kalkulation des Essens. Doch Frau Kurth stand ihren Schülern mit Rat und Tat zur Seite, auch wenn sie ihre Schüler die Teamfähigkeit vor allem so beibrachte, indem sie sie „alleine laufen ließ“. Eine besondere Hilfe für das Team war außerdem die Familie Kroiß vom Roxy-Kino.

Um was geht’s?

  • Eberhofers Probleme:

    Im sechsten Teil erschwert Eberhofers angeschlagener Gesundheitszustand durch cholesterinlastige Ernährung die Ermittlungen in Niederkaltenkirchen.

  • Wiederholung:

    Das Open-Air-Kino wird am Freitag, Samstag und Sonntag für alle Freiluftfans wiederholt. Beginn der Vorstellungen ist jeweils um 19 Uhr, Einlass ist ab 18 Uhr.

Sie machte es erst möglich, dass der neue Eberhofer-Film in Abensberg Weltpremiere feiern durfte. Der sechste Teil von Erfolgsautorin Rita Falk feiert nämlich erst am 1. August offiziell Premiere – nur die Abensberger Besucher durften den Film exklusiv vorab sehen. Bis zu 240 Kilometer fuhren die Eberhofer-Fans also, um ihren Lieblingskommissar schon vor Kinostart ermitteln zu sehen. „Das war viel Arbeit und nicht ganz einfach mit dem Umbau nebenbei, doch es hat sich gelohnt“, freute sich Gerda Kroiß.

Autogramme von Buengo

Sogar einen echten Star konnten sie nach Abensberg locken: Castro Dokyi Affum, der im Film den Hauptverdächtigen Fußballer Buengo verkörperte, besuchte die Fans am Sonntagabend. Er stellte sich den Fragen von Roxy-Kinobesitzer Jakob Kroiß und denen der Schüler, die von Frauke Kurth im Eberhofer-Outfit gestellt wurden. Mit seiner gelassenen Art sorgte der gebürtige Ghanese für viele Lacher. „Der Humor in Ghana ist sehr ähnlich zu dem in Bayern. Vielleicht wird der Film dort ja auch gezeigt – mit Untertitel“, hofft der Schauspieler, der 2008 nach Deutschland kam, aber dennoch nicht ganz im Ernst.

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