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Lengfeld hat sich einen Treff geschaffen

Am Anfang stand der Protest der Bürger in Lengfeld. Jetzt wird der „Treffpunkt Lengfeld“ fast täglich genutzt.
Von Gabi Hueber-Lutz

Der neue „Treffpunkt Lengfeld“ erhielt von Pfarrer Peter Schubert den kirchlichen Segen. Heiner Rieger schilderte die Entstehung des Treffpunkts Lengfeld. Foto: Hueber-Lutz
Der neue „Treffpunkt Lengfeld“ erhielt von Pfarrer Peter Schubert den kirchlichen Segen. Heiner Rieger schilderte die Entstehung des Treffpunkts Lengfeld. Foto: Hueber-Lutz

Lengfeld.„Treffpunkt Lengfeld“ prangt in großen Lettern inmitten eines roten Punktes an der Fassade. Das Haus, das früher das Heim der Feuerwehr samt ihres Fahrzeugs war, ist heute zu einem Haus für alle Bewohner des größten Bad Abbacher Ortsteils ausgebaut. Zu verdanken ist dies der Tatsache, dass aus dem bisherigen Multifunktionsraum ein Gruppenraum für die Betreuung von Krippenkindern wurde. Neben dem Kindergarten gibt es in Lengfeld einen Gruppenraum, der bisher von allen Vereinen und bei Festen genutzt wurde.

Als bekannt wurde, dass dieser Raum vorübergehend für die Betreuung von Kleinkindern benötigt wird, war der Protest groß. Und erfolgreich. Denn nun gibt es den „Treffpunkt Lengfeld“. Er wurde im ehemaligen Feuerwehrhaus verwirklicht und erhielt jetzt den kirchlichen Segen. Heiner Rieger von der Lengfelder Feuerwehr blickte für die Vereinsgemeinschaft Lengfeld zurück: „Maibaumfest 2016 – ein Aufschrei ging durch Lengfeld!“ Der Raum, der von den Vereinen sehr gut genutzt wurde, sollte nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch die Durchführung vieler Festivitäten, wie zum Beispiel des Christkindlmarktes oder des Bürgerfestes, seien an dem Raum gehangen. Der Großteil der kulturelle Veranstaltungen Lengfelds finde in diesem Bereich statt.

Man setzte sich zusammen und führte eine sachliche Diskussion, erinnerte sich stellvertretender Bürgermeister Christian Hanika in seinem Grußwort. Im Gemeinderat wurde daraufhin auch diskutiert, aber sehr kontrovers. Viele Gemeinderäte waren damals der Meinung, dass es so etwas wie einen Treffpunkt für Vereine auch in anderen Ortsteilen nicht gäbe. Da Lengfeld aber um die 2000 Einwohner hat und es hier sehr viele Aktivitäten gebe, entschied sich das Gremium letztlich denkbar knapp mit 11:12- Stimmen für die Sanierung des alten Feuerwehrhauses. Die Kosten wurden dabei auf 60 000 Euro gedeckelt.

Es folgte eine Phase der intensiven Zusammenarbeit aller Beteiligten. Reinhard Langer vom Bauamt übernahm die Planung, der Bauhof leistete einiges an Arbeit, Spendengelder kamen dazu, und auch Eigenleistungen aus Lengfelder Vereinen. Die Arbeiten waren umfangreich. Das Ausfahrtstor wich Terrassentüren, Fenster und eine Akustikdecke wurde eingebaut, die Toiletten wurden saniert und eine Küchenzeile installiert. Der Raum bekam einen neuen Boden und einen neuen Innen- und Außenanstrich.

„94 Euro sind noch übrig“, verkündete Langer bei der Einweihung. Denn die gesamten Umbauten endeten mit einer Punktlandung: Genau 59 906,12 Euro waren ausgegeben worden. So war es also ein Freudentag als Pfarrer Peter Schubert das Gebäude zunächst von außen und dann auch noch von innen segnete. „Wir sind für unseren Treffpunkt dankbar und stolz darauf!“, sagte Heiner Rieger abschließend. Der Raum werde fast täglich genutzt und auch weitere Anfragen für die Nutzung lägen vor.

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