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Lückenschluss im Goldtal

Entlang der Goethestraße kann ein weiteres Baugebiet entstehen. Verkehrssündern sagt Bad Abbach den Kampf an.
Von Gabi Hueber-Lutz

Im Baugebiet zwischen der Theodor-Storm-Straße und der Thomas-Mann-Straße werden 37 Wohneinheiten entstehen. Foto: Gabi Hueber-Lutz
Im Baugebiet zwischen der Theodor-Storm-Straße und der Thomas-Mann-Straße werden 37 Wohneinheiten entstehen. Foto: Gabi Hueber-Lutz

Bad Abbach.Im Goldtal soll eine große Baulücke geschlossen werden. In seiner Sitzung am Dienstag hat der Gemeinderat die Änderung des Bebauungsplans beschlossen, der das Grundstück zwischen der Theodor-Storm-Straße und der Thomas-Mann-Straße betrifft. Nördlich und südlich wird es von der Kühbergstraße und der Goethestraße begrenzt.

Martin Huber vom gleichnamigen Ingenieurbüro stellte eine überarbeitete Planung vor, die auf generelle Zustimmung im Gemeinderat stieß. Die Bebauung wird nun deutlich lockerer, als dies in der früheren Planung vorgesehen gewesen war. Statt 56 Wohneinheiten werden nun 37 entstehen, statt Mehrfamilienhäusern nun ausschließlich Ein- und Zweifamilienhäuser. „Eine Planung, mit der man absolut leben kann“, sagte Bürgermeister Ludwig Wachs. Pro Wohneinheit sind zwei Stellplätze auf den Grundstücken eingeplant. Entlang der Theodor-Storm-Straße kann weiterhin in Längsrichtung geparkt werden. Der Planer wurde jedoch gebeten, nochmals in sich zu gehen, um drei wegfallende öffentliche Parkplätze noch irgendwo auf dem Grundstück zu realisieren.

Schützenheim rückt näher

Ebenso einstimmig wurde der Satzungsbeschluss für die Änderung des Bebauungsplans Freizeitinsel gefasst. Die Änderung wurde nötig, weil die Bad Abbacher Schützen nahe des TSV-Geländes ihr Schützenheim bauen wollen. Bei der öffentlichen Auslegung der Planung gab es vonseiten der Fachstellen keine grundsätzlichen Bedenken. Andreas Diermeier stimmte als Schützenmeister der Königlich-Privilegierten Feuer- und Zimmerstutzengesellschaft nicht mit. Der Satzungsbeschluss bedeutet für die Schützen, dass sie nach längerem Prozedere jetzt Planungssicherheit haben und an ihrer Planung und dem Bauantrag weiter arbeiten können.

Wahlkampf

Podiumsdiskussion in Bad Abbach abgesagt

Die „Zukunft“ hatte zwei der Bürgermeisterkandidaten zur Debatte eingeladen. Nun wird gestritten, wer abgesagt hat.

Irgendwann demnächst wird in Bad Abbach wieder mehr geblitzt und aufgeschrieben. Der Gemeinderat hat nämlich beschlossen, die Überwachung des ruhenden und des fließenden Verkehrs in die Hände des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz zu legen.

Bisher hatte man eine Zweckvereinbarung mit der Stadt Regensburg. Dieser Vertrag wird nun gekündigt, weil die Überwachung nicht funktionierte, wie Bürgermeister Wachs sagte. Wegen Personalmangels habe der Überwachungsdienst die Gemeinde Bad Abbach nicht in dem Maße bedienen können, wie das notwendig gewesen wäre. Thomas Gräml vom Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz stellte in der Sitzung den Verband und dessen Arbeitsweise vor. Waren 2015 elf Kommunen in diesem Zweckverband zusammengeschlossen, so sind es aktuell über 80. Der Verband arbeitet je nach Bedarf. Die Gemeinde kann den Umfang der Überwachung des ruhenden und des fließenden Verkehrs relativ flexibel gestalten. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts hat der Zweckverband keine Gewinnerzielungsabsichten, das heißt, es wird in Absprache mit der Gemeinde auch dort überwacht, wo es finanziell nicht so rentabel ist.

Fußweg Kühberg

  • Baugebiet:

    Im Abschnitt zwischen der Theodor-Storm-Straße und der Thomas-Mann-Straße wird auf der südlichen Seite der Kühbergstraße wegen der Geländeverhältnisse kein Gehweg entstehen.

  • Kühbergstraße:

    Auf der nördlichen Seite der Straße gibt es ab dem Kreisel einen Gehweg bis zur Rosenstraße, der aber wegen seiner Beschaffenheit nicht so gerne angenommen wird. (lhl)

Ein Nullsummenspiel

Bei der Verkehrsüberwachung der Stadt Regensburg hatte die Gemeinde mit der finanziellen Seite gar nichts zu tun, sie hat nichts bezahlt, aber auch nichts bekommen. Beim Zweckverband bezahlt sie die gebuchten Stunden, bekommt aber auch die Einnahmen aus den Knöllchen und den Strafen für zu schnelles Fahren. Unterm Strich landen die Gemeinden dabei zumeist bei einer schwarzen Null.

Der Gemeinderat beschloss, dass Bad Abbach Vollmitglied im Zweckverband werden soll und für die Übergangszeit eine Zweckvereinbarung abschließen soll. Bürgermeister Wachs rechnet damit, dass die Überwachung spätestens ab den Sommermonaten intensiviert werden kann.

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