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Wirtschaft

Mahlo erweitert Produktion in Saal

Die Mahlo GmbH + Co. KG investiert in eine neue Montagehalle. „Ein Bekenntnis zum Standort Saal“, sagt Ralph Greenwood-Mahlo.

Beim symbolischen Spatenstich: Gesellschafter Ralph Greenwood-Mahlo mit Gattin Aura Greenwood-Mahlo, Geschäftsführer Rainer Mestermann und Produktionsleiter Oliver Kastl (v. r.) Foto: Firma Mahlo
Beim symbolischen Spatenstich: Gesellschafter Ralph Greenwood-Mahlo mit Gattin Aura Greenwood-Mahlo, Geschäftsführer Rainer Mestermann und Produktionsleiter Oliver Kastl (v. r.) Foto: Firma Mahlo

Saal.Volle Auftragsbücher, positive Geschäftsentwicklung: Die Mahlo GmbH + Co. KG hat Rückenwind. Beim Maschinenbauer aus Saal ist die Nachfrage nach seinen Mess-, Regel- und Automatisierungssystemen für die Textil- und Veredelungsindustrie sowie dem Beschichtungs-, Folien- und Papierbereich sogar so hoch, dass die räumlichen Kapazitäten nicht mehr ausreichen. Deshalb ist jetzt der Spatenstich zum Neubau einer Montagehalle erfolgt.

Qualitätskontrolle liegt im Trend

„Im neuen Gebäude wird künftig unser Qualitätskontrollsystem Qualiscan QMS montiert“, sagt Geschäftsführer Rainer Mestermann. Mit dem Messsystem können zum Beispiel Flächengewicht, Feuchte oder Dicke von Folien, Papier oder Vliesstoffen erfasst und geregelt werden. Gerade dieser Sektor sei in den letzten Jahren stark gewachsen. Weit über 100 QMS-Maschinen haben 2016 die Produktionsstätte in Saal verlassen. Tendenz weiter steigend. „Für diese Mengen fehlen uns aber Produktions- und Lagerflächen“, sagt Mestermann. Schon jetzt sei man platzbedingt am Limit. Deshalb bezieht die QMS-Montage planmäßig im Sommer 2018 ihr neues Heim, das moderne Arbeitsplätze für zwölf bis 15 Mitarbeiter bietet. Mit Bau, technischer Einrichtung und einer Parkplatzerweiterung investiert Mahlo dabei einen Millionenbetrag.

Mit 650 Quadratmetern bietet die neue Halle dreimal so viel Platz wie die derzeitige Lösung. Die Größe brauche man, um ein effektives Arbeiten zu ermöglichen, sagt Oliver Kastl, Leiter der Produktion bei Mahlo. „Wir können künftig eine Fließfertigung umsetzen, wie wir es bereits beim Bau unserer Richtmaschine tun.“ Dabei wird die Maschine nicht an einer Stelle komplett montiert, sondern durchwandert nacheinander verschiedene Arbeitsstationen, was den Materialfluss verbessere und die Durchlaufzeit der Produktion verkürze. Außerdem wachsen bei Mahlo nicht nur die Aufträge, sondern auch die Maschinen selbst. „Im Moment misst unser längster Maschinentyp neun Meter, in Zukunft werden Geräte mit bis zu 15 Metern Länge gebaut. Die Größe wird von den Kunden immer häufiger angefordert“, sagt Mestermann. Zusätzlich biete die neue Halle noch Platz für Besprechungen und Kundenabnahmen.

Angenehmes arbeiten ermöglichen

Bei der Planung des Gebäudes habe man auf ein angenehmes Arbeitsumfeld für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geachtet. „Dazu gehört unter anderem eine Akustikdecke für den Lärmschutz und viele natürliche Lichtquellen“, sagt Kastl. Und auch der Umweltschutz spiele eine große Rolle. Eine Industriefußbodenheizung mit Betonkernaktivierung sorgt für ein gleichmäßiges Klima ohne überflüssige Energie zu verbrauchen. Mit einer Photovoltaikanlage zur Eigennutzung am Dach wird zudem rund die Hälfte des Stromverbrauchs im Betrieb abgedeckt.

Der Erweiterungsbau ist aber nicht nur Mittel, eine effektivere Arbeitsumgebung zu schaffen, wie Gesellschafter Ralph Greenwood-Mahlo sagt: „Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort Saal.“ Denn auch in Zukunft will das Familienunternehmen nur am Stammsitz produzieren.

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