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Region Kelheim
Samstag, 26. Mai 2018 28° 2

Vernissage

Mal dezent, mal farbenfroh

Die Eröffnung der Ausstellung mit Bildern von Franz Biersack aus Mühlhausen stieß auf großes Interesse.
Von Margot Kirzinger

Im Kunstforum in Neustadt stellt Franz Biersack derzeit Arbeiten der Öffentlichkeit vor. Foto: Katrin Kirzinger

Neustadt.Reges Interesse hat die Bilderausstellung des Mühlhausener Hobbykünstlers Franz Biersack im Kunstforum in Neustadt geweckt. Zahlreiche Besucher waren bereits vor Beginn der offiziellen Eröffnung der Ausstellung zum Kunstforum gekommen, um vorab einen Blick auf die Kunstwerke zu werfen.

Franz Biersack freute sich sehr über das Interesse an seinen Bildern. Er bedankte bei Ausstellungsleiter Erhard Rohwer, dass er seine Werke erstmalig im Kunstforum ausstellen darf. Mit verschmitztem Lächeln erzählte er, dass er in der Nacht vor der Vernissage geträumt hatte, er würde bei der Eröffnung ganz alleine dastehen. Biersack betonte, dass er male, was ihm gefalle. In seinem Job als Polizist benötigte er einst immer viel Fantasie, auch abstrakte Fantasie, die er manchmal einfach zur Beruhigung brauchte. Das Malen sei dann ein schöner Ausgleich zu seiner Polizeiarbeit gewesen.

Seit fast fünf Jahren ist Franz Biersack in Rente. Er war sehr gerne Polizist, freute sich aber auch darauf, endlich mehr Zeit zum Malen zu haben. Vor allem dem Malen von Aquarellen und Acrylbildern gilt seine große Leidenschaft. Außerdem ist er ein begeisterter Gärtner. „Wenn da keine dringenden Arbeiten anstehen, widme ich mich immer gerne der Malerei“, sagt der Mühlhausener.

Vielfältige Inspirationen

Franz Biersack teilt sich sein „Arbeitszimmer“ mit seiner Frau, der Fotografin Else Krammel. Für seine Bilder lässt er sich gerne von ihren Fotografien inspirieren. So sind schon mehrere Bilder wie zum Beispiel das Aquarell „Winter am See“, das in der Ausstellung gezeigt wird, entstanden. Ansonsten lässt er seiner Fantasie freien Lauf und malt, was ihm gefällt. Seine Frau betont mit einem Lachen, dass sie für die Aktbilder, die im Kunstforum gezeigt werden, übrigens nicht Modell gestanden habe. Sie seien reine Fantasie. Ein anderes Werk, das farbenfrohe Bild mit den Planeten, ist auf Grund einer Sendung im Fernsehen entstanden. „Ursprung der Erde“ habe ihn speziell zu dem Gemälde inspiriert, erklärt Biersack. Die Motive der Bilder sind so unterschiedlich wie die Farben. Mal dezent, zurückhaltend, zart in den Aquarellen, mal farbenfroh, leuchtend bunt bei den Acrylbildern. Eine bunte, wunderbare Mischung eben.

Wie lange er für ein Bild brauche? wurde er gefragt. Ein Aquarellbild sei „so in drei Stunden“ fertig. Da müsse man zügig malen, weil das Papier immer feucht bleiben solle. Für ein Acrylbild bräuchte man schon ein bisschen mehr Zeit. Das könnten mehrere Tage sein.

Eröffnung

  • Die Ausstellung

    mit Bildern von Franz Biersack im Kunstforum Neustadt (Herzog-Ludwig-Straße 5) wird am Sonntag, 15. April, um 15 Uhr eröffnet.

  • Die Bilder werden

    bis zum 20. Mai gezeigt. Das Kunstforum ist jeweils samstags, sonntags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Gemälde, die in der Ausstellung gezeigt werden, sind bei weitem nicht alle, die Franz Biersack gemalt hat. Er hat sie mit Bedacht ausgewählt. Zu dem Aquarell „roter Schuh“ erzählt er, dass er noch ein weiteres Bild mit einem Frauenbein zu Hause hätte. Da sei das Bein allerdings mit einem Stacheldraht umwickelt und bei einer vorherigen Ausstellung leider sofort als frauenfeindlich tituliert worden.

Neustadts früherer zweiter Bürgermeister Gottfried Beck meinte, er halte bei der Eröffnung sehr gerne eine Rede, denn der Mensch, der sich hier in seinen Bildern darstelle, sei ein bemerkenswerter, ganz besonderer. Als ehemaliger Polizist, bewaffnet und in Uniform und damit auch Respekt einflößend, sei Biersack auch ein Maler. Auf den ersten Blick sei das ein Gegensatz, der anscheinend schwer zu überbrücken sei.

Schon als Kind gemalt

Franz Biersack habe schon als Kind gemalt, wurde aber damals leider nicht gefördert. Seine Aquarelle seien Aquarelle und keine Malkastenbilder. Es erfolge eine intensive Auseinandersetzung mit Licht und Schatten. Damit könne man Tiefe erzeugen, so dass aus einer Dimension schließlich zwei werden. Franz Biersack male Natur- und auch Aktbilder, wobei der menschliche Körper ja eben auch der Natur entspreche. Er sehe die Farbigkeit in dessen Bildern.

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