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Markträte kümmern sich um Senioren

Kornelia Saller und Gernot Seefelder sind Beauftragte für die Älteren. Straßenbauarbeiten kommen Siegenburg teurer.
Von Martin Beck

Dr. Johann Bergermeier (1. Bürgermeister, rechts) und Dr. Siegfried Gehrmann (2. Bürgermeister, links) gratulierten der neuen Seniorenbeauftragen Kornelia Saller.
Dr. Johann Bergermeier (1. Bürgermeister, rechts) und Dr. Siegfried Gehrmann (2. Bürgermeister, links) gratulierten der neuen Seniorenbeauftragen Kornelia Saller. Foto: Martin Beck

Siegenburg.Gleich zwei Seniorenbeauftragte wurden bei der Marktratssitzung in Siegenburg gewählt. Neben Kornelia Saller erhielt auch Gernot Seefelder das einstimmige Vertrauen der anwesenden Markträte. Seefelder, der entschuldigt fehlte, hatte seine Bereitschaft im Vorfeld erklärt.

Bürgermeister Dr. Johann Bergermeier war dann auch sehr erfreut, dass sich gleich zwei Markträte für dieses Ehrenamt zur Verfügung stellten. „Das Amt übernehme ich sehr gerne und ich freue mich darauf“, sagte Kornelia Saller, die einen Blumenstrauß erhielt.

Ums Geld ging es in der Sitzung, als Sebastian Peintinger vom Ingenieurbüro Wöhrmann mittels detaillierter Präsentation erläuterte, warum die ursprünglich geplanten Kosten bei den Straßenbauarbeiten nicht eingehalten werden konnten.

„Alle Arbeiten waren notwendig“

Zusätzlich zu den bereits bezahlten 371 000 Euro wird noch eine Summe von 149 000 Euro fällig. Peintingers Unterlagen zeigten dabei genau auf, wie sich dieser Betrag zusammensetzt. Auch Bürgermeister Bergermeier war über die Arbeiten gut informiert und hielt die zusätzlichen Arbeiten für notwendig. So mussten diverse Sinkkästen neu gesetzt, Fahrbahndecken und Zuläufe sowie Durchlässe erneuert werden. „Da ist keine Maßnahme dabei, die nicht nötig gewesen wäre", merkte Marktrat Georg Steibel (FBL) an, und auch die anderen Markträte stimmten ihm zu.

Marktrat in Kürze

  • Fassadenprogramm:

    Das bereits seit einigen Jahren erfolgreiche Fassadenprogramm soll fortgeführt werden. Der Förderantrag hierfür wurde einstimmig befürwortet.

  • Mobilfunk

    Die Mobilfunksendeanlage der Firma Vodafone soll aus Siegenburg heraus an den Ortsrand verlegt werden. Während der Bauzeit der neuen Sendeanlage wird auf dem Parkplatz am Freibad für ca. ein Jahr ein mobiler Funkmast errichtet.

Bergermeier stellte die Planung zur Errichtung einer Obdachlosenunterkunft im Bauhof vor. Neben den Räumlichkeiten der Bauhofmitarbeiter wird im gleichen Gebäude eine abgeschlossene Wohnung bereitgestellt. Der Antrag wurde mit einer Gegenstimme angenommen. Bei der Schlussrechnung für das Eisenbauernhaus wurde eine Erhöhung aufgrund des Schwierigkeitsgrades von 20 Prozent verrechnet. Da die Anfrage nach dem genauen Grund bisher nicht beantwortet wurde, stimmten drei Räte gegen die Freigabe der Zahlung.

Anwohner werden gefragt

Nach der Ingolstädter Straße soll auch im Baugebiet Hochstetter Ost eine Tempo-30-Zone errichtet werden. Die Markträte Till Schweisthal (SPD) und Richard Zausinger (FWG NU) fragten nach, ob wirklich alle Anwohner hinter diesem Vorhaben stünden. Dies sei unbedingt zu klären, da man sonst gleich wieder Anträge hätte, um diese Maßnahme wieder rückgängig zu machen. Bergermeier sagte zu, bei allen Anwohnern noch einmal nachzufragen.

75 Jahre Kriegsende

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1933 nahm Adolf Hitler die Befreiungshalle in Beschlag. Er sprach er von Frieden, rasselte aber gleichzeitig mit dem Säbel.

Eine angeregte Diskussion gab es auch zur Neufassung der Hundeverordnung, die nötig wurde, da die bisherigen Formulierungen dem aktuellen Rechtsstand angepasst werden müssten, so Bergermeier. Es werde in „Verbotsbereichen“ wie Kinderspielplätzen oder Sportplätzen nicht erlaubt sein, Kampfhunde zu führen. Große Hunde seien hier grundsätzlich anzuleinen. Auch die Länge der erlaubten Hundeleinen wird auf 2,25 Meter begrenzt. Zuwiderhandlungen sollen mit einem Bußgeld von 20 bis 1000 Euro geahndet werden können, je nachdem, ob fahrlässig oder vorsätzlich gegen die Verordnung verstoßen wurde.

Zum Schluss des öffentlichen Teiles der Sitzung informierte Dr. Bergermeier über den zu stellenden Förderantrag, für den bereits gebauten barrierefreien Eingangsbereich beim Rathaus. Von den Gesamtkosten von 36.000 Euro wurden 15 Prozent von der Verwaltungsgemeinschaft Siegenburg übernommen und der Rest (85 Prozent) vom Markt Siegenburg. Von diesen 85 Prozent muss der Markt 40 Prozent bezahlen, der Rest kann vom Bund-Länder-Städtebauförderprogramm erstattet werden. So sind gut 18 000 Euro Förderung möglich. Hierzu musste allerdings noch eine Vereinbarung mit der VG Siegenburg geschlossen werden.

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