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Umweltschutz

Mehr Ökologie im Landratsamt

Die Behörde setzt auf Photovoltaik-Anlage und E-Autos.
Von Roland Kugler

Landrat Martin Neumeyer (von re.) mit Peter-Michael Schmalz und Wolfgang Burger Foto: Roland Kugler
Landrat Martin Neumeyer (von re.) mit Peter-Michael Schmalz und Wolfgang Burger Foto: Roland Kugler

Kelheim.Auf dem Dach des Kelheimer Landratsamtes wurde eine Photovoltaik-Anlage (PV) errichtet und vor Kurzem in Betrieb genommen. Das Projekt geht auf eine Initiative des ÖDP-Kreisrates Peter-Michael Schmalz zurück, der auch Berater des Landrates in Umweltfragen ist.

„Ich hätte mir die Anlage schon beim Bau des Landratsamtes gewünscht. Aber damals waren die Kosten gedeckelt, und die politische Situation war noch anders“, sagte Schmalz bei der Inbetriebnahme am vergangenen Mittwoch im Landratsamt. Jetzt läuft die PV-Anlage und erzeugt etwa 99 000 Kilowattstunden Strom im Jahr.

Auf dem Dach des Gebäudes befinden sich 322 Module mit einer Fläche von 532 Quadratmetern. 13 Prozent des erzeugten Stroms werden ins öffentliche Netz eingespeist. 87 Prozent dienen dem Eigenverbrauch des Landratsamtes, sechs Prozent davon werden für die Ladung der beiden Elektro-Dienstfahrzeuge verbraucht. Diese wurden ebenfalls offiziell in Betrieb genommen. Es handelt sich um zwei BMW i3 mit 120 Amper-Stunden und 170 PS. Sie stehen den Mitarbeitern von nun an für Dienstfahrten zur Verfügung.

Zwei erforderliche Ladestationen befinden sich auf dem Parkplatz hinter dem Landratsamt. „Sie sind nicht öffentlich“, sagt Landrat Martin Neumeyer, weist aber auf die nahegelegenen Ladestationen bei Edeka Dillinger hin. „E-Mobilität allein kann das Klima nicht retten, aber sie ist ein zunehmend wichtiger Bestandteil. Es wird auch Wasserstoff-Technik und anderes notwendig sein“, sagte Schmalz.

Das Landratsamt bemüht sich in Sachen Energiesparen und Umweltschutz. In den Gängen des Hauses gibt es eine automatische Lichtabsenkung. Geothermische Wärme aus den umliegenden Brunnen, die beim Bau des Landratsamtes gebohrt wurden, wird für das Gebäude genutzt. Bei einem jährlichen Stromverbrauch von 360 000 Kilowattstunden stammt ein Viertel aus Solarstrom. Ab Januar soll reiner Ökostrom bezogen werden.

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