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Mehr Platz für Autofahrer in Langquaid

Am Bahnhof entstehen 44 öffentliche und zeitlich unbegrenzte neue Parkplätze. Auch das Seniorenservicehaus wird erweitert.
Von Edith Vetter

Am Bahnhof entstehen 44 neue, zeitlich unbegrenzte Parkplätze.  Foto: EDITH VETTER
Am Bahnhof entstehen 44 neue, zeitlich unbegrenzte Parkplätze. Foto: EDITH VETTER

Langquaid.In der Marktgemeinderatssitzung in der Schulsporthalle wurde der Parkplatznot entgegengesteuert mit der Ausweisung von 44 neuen Stellplätzen am Bahnhof. Auch wurde die Erweiterung des Seniorenservicehauses mit Tagespflege und betreutem Service-Wohnen vorgestellt.

In der Sitzung des Marktgemeinderates im Dezember 2019 war das Konzept eines „grünen“ Parkplatzes von der Städteplanerin Ulrike Färber vorgestellt worden. Auf einer Gesamtfläche von 1370 Quadratmetern sollen 44 zeitlich unbefristete Stellplätze entstehen, erläuterte Bürgermeister Herbert Blascheck. Die Zufahrtsbereiche sollen asphaltiert und die gesamten Stellplätze in „sickerfähiger“ Pflasterbauweise ausgeführt werden. Die Fugen werden mit Kräuterlinien begrünt, und zur Bahnallee und zum angrenzenden Discounter soll ein Grünstreifen mit heimischen Stauden, Wiesengräsern und Zierkirschen bepflanzt werden. Mit diesen zusätzlichen Parkplätzen stünden dann östlich des Marktplatzes insgesamt 70 zeitlich unbegrenzte Parkplätze zu Verfügung. Das gesamte Umfeld in diesem Bereich werde somit städtebaulich deutlich aufgewertet. Für die gesamte Baumaßnahme, die an die günstigst bietende Firma Fahrner, Barbing, in Höhe von 197.839 Euro vergeben wurde, erhalte der Markt eine 80-prozentige Förderung aus dem Programm „Soziale Stadt“ (Innen statt Außen), ergänzte der Rathauschef.

Erweiterung wurde vorgestellt

Zur Sitzung begrüßte der Bürgermeister Veronika Wedel-Oberndorfer und Susanne Wedel, die den Räten die Erweiterung des Seniorenservicehauses, Hintere Marktstraße, mit der Konzeption Tagespflege und betreutes Service-Wohnen vorstellten. Der Standort des ehemaligen Krankenhauses habe sich zu einem sozialen Zentrum entwickelt. Ältere, pflege- und hilfebedürftige Menschen würden in den ambulant betreuten Wohngemeinschaften des Seniorenservicehauses versorgt, das Mehrgenerationenhaus sei ein Begegnungs- und Informationszentrum für alle Generationen, und das Angebot des betreuten Wohnens sowie der Pflegestützpunkt des Krankenpflegedienstes Wedel in den Jakobshöfen rundeten die Angebote ab, erläuterte Blascheck.

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Votum

Nur beim Baureferenten knirschte es

Georg Scheuerer ist neuer dritter Bürgermeister in Langquaid. Kritik gab es bei der Referentenbesetzung.

Mit dem Neubau der Firma Wedel entstehe eine Tagespflege für Senioren, die die pflegenden Angehörigen für einige Stunden entlasten solle, oder auch für alleinstehende, betreuungsbedürftige Menschen, die Gesellschaft suchen, sowie betreutes Service-Wohnen für Personen, die ihre Privatsphäre beibehalten wollen, aber Unterstützung im täglichen Leben benötigen und Wert auf gehobenen Wohn- und Pflegestandard legen. Die Tagespflege biete 25 bis 30 Plätze und die Bring- und Hol-Zeiten seien variabel. Die Fertigstellung sei für 2021/22 geplant. Parkplätze würden ausreichend vorhanden sein.

Markt hat keine Befugnisse

Eine rege Diskussion entfachte die Frage von Rat Georg Scheuerer zur Maskenpflicht bei Schülern während des Unterrichts in der Franziska-Obermayr-Grundschule. Die Schule sei die einzige im Landkreis, die Maskenpflicht im Unterricht verlange. Er sei von Eltern daraufhin angesprochen worden, weil die Kinder darunter sehr leiden würden und sich nicht konzentrieren könnten. Bürgermeister Blascheck meinte, dass der Markt hier keine Befugnis habe, aber es laut Mitteilung des Kultusministeriums keine Maskenpflicht während des Unterrichts gebe. Ingolf Lugauer führte aus, für ihn seien die Masken reine „Virenschleudern“ und er habe seinem Kind geraten, während des Unterrichts die Maske abzunehmen. Hier müssten auch die Eltern aktiv werden.

Hermann Pritsch meinte, dass das kein Thema für eine öffentliche Gemeinderatssitzung sei, sondern das Thema mit dem Schulamt respektive mit der Schule abzuklären sei.

Marktratssplitter

  • Projekt:

    Im Familien- und Bildungszentrum soll eine Photovoltaikanlage als Eigennutzungsanlage (Teilbereich Volkshochschule) errichtet werden. Anlagengröße 20,8 kWpeak. Amortisation: zehn Jahre.

  • Vergabe:

    Im Betrachtungszeitraum von 20 Jahren wird ein Gesamtüberschuss von 28000 Euro erwartet. Der Auftrag wurde an Sonnenstrom Bauer in Höhe von 24622 Euro vergeben. (eav)

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