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Bürgerentscheid

Mehrheit stimmt für neue Grundschule

Initiatoren des Bürgerentscheids in Mainburg setzen sich durch. Sie freut, dass ihre Mitbürger ihre Arbeit honorierten.
Von Wolfgang Abeltshauser


              
              Die Schule im Ortsteil Sandelzhausen. Foto: Abeltshauser
Die Schule im Ortsteil Sandelzhausen. Foto: Abeltshauser

Mainburg.Die Mainburger haben sich deutlich für einen Neubau der Grundschule im Ortsteil Sandelzhausen ausgesprochen. Beim Bürgerentscheid sprachen sich wie berichtet 63,5 Prozent derer, die abgestimmt haben, für diese Variante aus – und gegen eine Sanierung des Altbaus. Die Initiatoren des Urnengangs sehen sich in ihrer Arbeit bestätigt.

Erleihterung bei Initiatoren

Bei Tobias Fritz – einem der Initiatoren des Bürgerentscheids – ist Erleichterung in der Stimme zu spüren, als er über das Ergebnis spricht. „Wir sind sehr dankbar darüber“, sagt er. Die Mainburger hätten mit diesem Abstimmungsergebnis den Einsatz der Initiative für den Neubau honoriert. Die Befürworter eines Neubaus hatten im Vorfeld in mehreren öffentlichen Veranstaltungen für ihre Vorstellungen geworben. Ein so klares Ergebnis habe Fritz dennoch nicht erwartet. „Für mich war der Ausgang offen.“ Er habe kein Gefühl dafür gehabt, in welche Richtung es gehen könnte.

Chance für Zukunftskonzept

Vor allem freut es ihn, dass in Ortsteilen wie Lindkirchen, aus denen keine Kinder die Grundschule in Sandelzhausen besuchen, die Bürger mit Mehrheit für den Neubau gestimmt haben. Auch das ist für ihn ein Zeichen, dass der Weg der richtige ist. Nun gebe es die Chance, ein zukunftsträchtiges Konzept für die Schule zu finden, das auf die kommenden Jahrzehnte ausgerichtet ist.

Der Einsatz seiner Gruppe für die Schule in Sandelzhausen muss jetzt noch nicht zu Ende sein. „Wir haben uns extrem in das Thema eingearbeitet.“ Deshalb will er absolut nicht ausschließen, dass seine Initiative sich bei den Planungen für eine neue Schule in Sandelzhausen beteiligen würde, sollte das gewünscht werden. Jedoch sei es jetzt absolut zu früh, darüber zu spekulieren, ob etwa konkrete Anträge für Details für das neue Projekts in den Stadtrat eingebracht werden. Es gelte erst einmal abzuwarten, wie das politische Gremium nun mit dem Votum umgeht.

Bürgerwille ist erkennbar

Matthias Bendl spricht für die Stadtratsmehrheit, die sich für die Sanierung des alten Gebäudes eingesetzt hat. Er zumindest will den Siegern keine Knüppel zwischen die Beine werfen, indem man etwa im Rat irgendwie doch noch den Weg zur Sanierung suche. „Das Ergebnis ist eindeutig, da gibt es nichts daran zu rütteln“, räumt er ein. Der Bürgerwille sei eindeutig erkennbar.

Bendl, der das Amt des dritten Bürgermeisters in Mainburg innehat, bedauert jedoch, dass die Kommune nun beim Thema Sandelzhausener Schule ganz von vorn beginnen müsse. Bisher gibt es ja nur Planungen für die Sanierung und Erweiterung des alten Gebäudes in der Ortsmitte. Den Beschluss dazu hatte das politische Gremium im Sommer 2017 gefällt. Im Herbst wurden die ersten Stimmen laut, doch lieber neu zu bauen. Schon damals war ein städtisches Grundstück am Ortsrand von Sandelzhausen zwischen Wohnbebauung und TSV-Gelände im Blick. Das muss jetzt neu überplant werden.

Genaue Daten geliefert

Bendl sieht den Einsatz der Befürworter einer Sanierung jedoch absolut nicht umsonst. Sie haben im Vorfeld der Abstimmung Informationsmaterial unter die Bürger gebracht. Immerhin sei es auch darum gegangen, die Mainburger mit allen notwendigen Zahlen zu versorgen, die es zum Stichtag für Sanierung und für Neubau gab. Da ging es vor allem um Bau- und Nebenkosten. Bendl ist der Meinung, dass aufgrund des Einsatzes seiner Gruppierung die Mainburger eine echte Chance hatten, sich vor dem Urnengang umfassend zu informieren. Jetzt ist das Ergebnis da: „Wir werden da nicht nachtarocken.“

Das Ergebnis des Bürgerentscheids

  • Jastimmen:

    3295 Mainburger sprachen sich dafür aus, die Schule im Ortsteil Sandelzhausen neu zu bauen.

  • Neinstimmen:

    1894 Bürger und Bürgerinnen der Stadt votierten dagegen.

  • Wähler:

    Insgesamt fielen beim Bürgerentscheid 5496 Stimmzettel in die Urnen. Stimmberechtigt wären 10925 Mainburger gewesen. Die Wahlbeteiligung lag so bei 50,31 Prozent. (wo)

Nun gibt es viel Arbeit für die Politik. Der Geschäftsleiter im Rathaus Karl Raster kündigt eine baldige Fraktionsführersitzung im Rat an. Dort soll vorbesprochen werden, in welche Richtung der Neubau gehen solle. Beispielsweise sei zu klären, ob eine Turnhalle gebaut wird oder nicht. Er rechnet damit, dass das Thema im November in den Rat kommt. Auch über das alte Gebäude werde schon gesprochen. Eine Kinderkrippe oder sozialer Wohnungsbau sei in seinen Augen dort jetzt möglich.

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