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Erlebnis

Mit dem GPS-Gerät auf Schnitzeljagd

Die Düsenjäger sind längst abgedreht, jetzt sind es die Kinder, die sich mit Hightec-Gerät dem Wald rund um das Bombodrom nähern.

Josefa, Sofia, Lena, Laura und Bastian schauen, ob sie auf dem richtigen Weg sind.Foto: Einsle

Siegenburg. GPS, in den 1970er Jahren von US-Militärs entwickelt, nutzt längst auch die friedliche Welt – jeder Autofahrer, der ein Navi im Auto hat, aber auch jene Zeitgenossen, die ihren Spaß am Geocachen – also einer Hightec-Variante der klassischen Schnitzeljagd – haben. Das Ganze ist natürlich ein friedlicher Spaß, der Technik mit Naturerlebnis verbindet. Mit Irene Zeschmann und Christiane Zettl vom Obst- und Gartenbauverein und Naturpädagogin Michaela Schlosser von Radula ging es mit 30 Kindern samt Eltern zum Geocaching rund um die „Range“.

Zuerst musste Schlosser erklären was ein „GPS“ ist. Also so etwas wie ein Navi! Aber wie funktioniert dies genau – und vor allem was machte man früher als es noch kein Navi gab? Jakob (9) wusste es: navigiert wurden „mit den Sternen“. „Richtig“, bestätigte Schlosser – „auch die Seefahrer haben sich früher an den Sternen orientiert“. Aber auch die Sonne zeigt einem den Weg. „Wo steht die denn so um 12 Uhr mittags?“, will Schlosser wissen. Bastian (11) weiß es: „Im Süden!“

Schon wird der bekannte Spruch zitiert „Im Osten geht die Sonne auf, im Süden ist ihr Mittagslauf, im Westen wird sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen.“

Auch an den Bäumen kann man sich orientieren – „am Moos“ auch das weiß Bastian – denn die Bäume sind an ihrer nach Westen ausgerichteten Seite vermoost. Aber auch auf sein Gehör kann man sich verlassen meint Schlosser – man kann die nahe Straße hören.

Nun kommt der mitgebrachte Globus zum Einsatz – Schlosser erklärt, dass man anhand der Breiten- und Längengrade das GPS-Gerät (GPS = Global Positioning System) programmiert, dann dann eine Verbindung zu Satelliten aufbaut.

Dann werden einzelne Stationen angepeilt, die die Gruppen finden müssen. In jeder Gruppe soll ein Kind das GPS-Gerät tragen, ein weiteres soll auf die Uhr schauen, eines ist der Gruppenschriftführer und eines der „Geheimnisträger“ – Schlosser gibt jeder Gruppe den Code für die einzelnen Stationen mit.

Jede Gruppe beginnt mit einer anderen Station. Schnell stellen die Kinder fest, dass das GPS nur funktioniert wenn man sich bewegt.

Bei jeder Station ist ein Jutesäckchen mit einem Aufgabenblatt hinterlegt. Hier gilt es Fragen zur Natur zu beantworten – und dann geht es weiter zum nächsten Cache.

Michaela Schlosser und ihre Tochter Josefa (3) hatten zuvor – um die Route zu verdeutlichen – auf dem Weg Pfeile aus Holzstöckchen ausgelegt. Bastian (11), Sofia (9), Laura (12) und Lena (12) nehmen mich, die MZ-Reporterin, mit. Schon an der ersten Station – der Nr. 6 – führt das GPS uns im Kreis herum. So genau kann man nicht feststellen ob nun rechts – oder links – oder doch noch ein wenig geradeaus? Nach mehreren Fehlversuchen beschließen die Kinder, umzudrehen – doch gerade da kommt Schlossers Tochter Josefa uns entgegen und bringt uns wieder auf den rechten Weg. Von da an haben die Kinder den Dreh raus und finden jede einzelne Station. Fragen wie „Wer lebt mit dem Fuchs zusammen in einem Bau?“ müssen ebenso beantwortet werden wie, welcher Specht der größte bei uns ist. Womit der Specht klopf, t ist allen hingegen sofort klar. Dass es bei uns keine Hirsche gibt – sondern nur Rehböcke, lernen die Kinder auch noch gleich.

Da Sofia, Laura, Lena und Bastian mit der Station 6 begonnen haben führt uns der Weg direkt an der „Jausenstation“ vorbei, wo sich alle erstmal kräftig stärken mit „Wald- und Wiesenlimo“. Das ist Apfelsaft, der mit Lavendel, Zitronenmelisse und Pfefferminze aufgefüllt ist. Dazu gibt es leckeres Brot mit Quark und Frischkäse, der angereichert ist mit Rosensalz, Brennnessel, Knoblauchsrauke, Dost und Rucola.

Ein paar weitere Kilometer und ein paar Jutesackerlfragen weiter, sind die Kinder fertig – erschöpft fallen alle vier auf die Heckfläche m eines Autos. Sie stellen fest – „es war lustig aber auch anstrengend.“

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