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Brauchtum

Mit Hades die Ernte eingebracht

Drescherfest in Matting lockte nach sechs Jahren wieder zahlreichen Besucher: Auf den Takt kam es an.
Von Josef Eder

Hades zieht den Erntewagen. Foto: Josef Eder
Hades zieht den Erntewagen. Foto: Josef Eder

Matting.Nach sechs Jahren veranstaltete der Krieger- und Reservistenvereins Matting wieder sein Drescherfest. Viele Besucher besonders aus dem nahen Oberndorf und Bad Abbach kamen am Sonntagnachmittag auf die Festwiese zwischen der Donaufähre und der katholischen Pfarrkirche St. Wolfgang. Der Roggen wurde vor mehreren Wochen mit den Sensen gemäht. Aufgesammelt und ökologisch mit auf dem Felde hergestellten Strohhalmbändern gebündelt.

Der neunjährige Wallach namens Hades zog den Erntewagen, auf dem das Roggengetreide aufgeschichtet war zum Mattinger Drescherfest. Geduldig ließ er sich fotografieren, Es stampfte hinter den Mattinger Bauersleuten Maria und Josef sen. Lammel auf den Druschplatz. Hinter dem Wagen gingen die weiteren Mitwirkenden mit Dreschflegeln, Gabeln, Rechen und den weiteren Utensilien die beim Dreschen gebraucht werden.

Wichtig: Sachte aufschlagen

Der Wagen wurde neben die Dreschmaschine gezogen. Als die Krammel den Rappen ausspannten, baten sie alle aus Sicherheitsgründen zurück zutreten. Zwischen den Zuschauern und dem Tier waren die Maschinen als Sicherheitskordon. Das Pferd ist an Menschen gewöhnt. Aber durch einen voreiligen Fotografen der unachtsame Bewegung macht, hätte es eventuell scheuen können.

Zuerst wurde das Drischeldreschen im Viererteam vorgeführt. Das Schwierigste dabei ist nicht nur den Dreschflegel zu schwingen, sondern den Takt zu halten. Sachte aufschlagen, damit das Getreidekorn aus der Ähre fällt. Aber nicht zu stark, damit es nicht zerstört wird. Dann folgten das Dreschen. Die Maschine wurde von einem Lanz-Bulldog angetrieben.

Er kam mit vier Jahren aus Österreich

Die Bad Abbacher Bauersleute Stilla und Werner Krammel die Besitzer von Hades sowie ihre Tochter führten den Rappen. Stilla Krammel erzählt, dass das Pferd aus dem österreichischen Pongau stammt. Als vierjähriger kam er zu Ihren. Es ist als Kutsch- und Reitpferd ausgebildet. Im Winter wird er auch zum Holzrücken im schwerzugänglichen Gelände eingesetzt.

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