mz_logo

Region Kelheim
Dienstag, 25. September 2018 15° 1

Bildung

Montessori fördert Handwerk

Montessori-Schule in Essing wird zu einer der ersten „Handwerksschulen“ in Bayern und stellt das am Tag der offenen Tür vor.

  • Schon jetzt werden Handwerksprojekte an der Montessori-Schule angeboten. Foto: Montessori-Schule Essing
  • Schüler und Handwerkslehrer beim Ausfachen und Decken des letztjährigen Handwerk- und Umweltschulprojektes: „Jura-Insektenhotel“. Foto: Montessori-Schule Essing

Essing.Am Sonntag, 4. Februar, veranstaltet die Montessori-Schule Essing von 14 bis 17 Uhr ihren alljährlichen Tag der offenen Tür. Zu diesem Anlass stellt die private Einrichtung die Besonderheiten der Montessori-Pädagogik der Öffentlichkeit als Alternative zur Regelschule vor. Dabei erklärt die Landtagsabgeordnete Johanna Werner-Muggendorfer die Schule zu einer der ersten „Handwerksschulen“ in Bayern.

Neben den Schulprofilen „Spielen macht Schule“, „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und „Umweltschule“ schreibt sich die Montessori-Schule in Essing nun auch „Handwerksschule“ ganz weit oben auf die Fahne. So bekennt sich die Schule, ähnlich naturwissenschaftlichen, musischen oder sprachlichen Schulen, als eine der ersten in Bayern als Handwerksschule zum Handwerk.

Mit dem „Bündnis für Bildung-Handwerk-Zukunft“ will man dem „ungerechtfertigt schlechten Image des Handwerks entgegenwirken“, sagen die Montessori-Pädagogen. So soll durchgängig von der ersten bis zur neunten Klasse in Bereichen wie Werken, Technik, Hauswirtschaft, Textil und Kunst, aber auch im offenen Ganztagsangebot, Lust auf das Handwerk gemacht werden.

Projekte müssen Sinn ergeben

Projekte werden nicht durchgeführt, um ein Projekt gemacht zu haben, sondern sie müssen einen Sinn ergeben, der insbesondere für die Kinder einen praktischen Bezug mit sich bringt.

Ab der fünften Klasse ist es bereits erlaubt, sich Berufspraktika zu suchen, die dem Alter entsprechend möglich sind. Ab der sechsten Klasse stehen Pflichtpraktika an. Ein Höhepunkt sei die sogenannte „Große Arbeit“ in der achten Klasse, bei der die Schüler selbstständig einen Mentor wählen und mit seiner Unterstützung über mehrere Monate an einer praktischen Arbeit verbringen müssen. Diese „Große Arbeit“ wird dann vor einem öffentlichen Publikum und einer speziell ausgewählten Jury in einem Erfahrungsbericht vorgestellt und anschließend präsentiert.

Wer die Schule nach der neunten Klasse verlässt, soll insbesondere ein gutes handwerkliches Grundverständnis erworben haben, das nicht nur eine optimale Voraussetzung für eine Handwerkslehre, sondern auch eine Grundlage für ein Studium legt.

Wer mehr über die Handwerksschule und das „Bündnis für Bildung-Handwerk-Zukunft“ erfahren oder es sogar als Partnerbetrieb unterstützen möchte, kann sich auf der Homepage der Montessori-Schule informieren oder unter info@montessori-essing.de Informationen anfordern. Bereits ein gutes Dutzend handwerkliche Betriebe haben sich dem Bündnis angeschlossen und loben die Initiative der Schule.

Zeichen für Handwerk setzen

„Je mehr Handwerksbetriebe sich zu dem Bündnis bekennen, desto mehr wird die Einrichtung bewirken können, um ein Zeichen für das Handwerk zu setzen“, erklärt Dieter Simon, Hausherr und Begründer der Initiative: „Auch die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz beschreibt die Initiative als unterstützenswert.“

Weitere Informationen gibt es unter: www.montessori-essing.de

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht