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Saft

Mosterei besteht den ersten Probelauf

Nach neun Monaten Pause: Die Anlage in Herrnwahlthann wurde verbessert. Ein „Muser“ kann nun auch Quitten zerkleinern.
Von Johann Kolb

Für den ersten Probebetrieb der Mosterei in Herrnwahlthann füllte Christian Hirthammer die ersten Äpfel in den Auffangkasten. Der Vorsitzende des Mostvereins, Maximilian Schober, assistiert.  Foto: Johann Kolb
Für den ersten Probebetrieb der Mosterei in Herrnwahlthann füllte Christian Hirthammer die ersten Äpfel in den Auffangkasten. Der Vorsitzende des Mostvereins, Maximilian Schober, assistiert. Foto: Johann Kolb

Hausen.Nach einer nun neunmonatigen Ruhezeit wurde die Mosterei in Herrnwahlthann wieder zum Leben erweckt. Dazu setzten Maximilian Schober und Hans Thalhofer einen vorgezogenen Mosttermin an. Dabei sollten alle Geräte auf ihre Tauglichkeit getestet und überprüft werden. Dies ist nun auch gelungen.

Zu dem Termin kam auch Fachmann Christian Hirthammer, der für den Betriebsablauf der Geräte verantwortlich ist. Der gleich aufgetretene Fehler in der Elektrik wurde von einem Elektriker bald behoben. So konnte die Anlage starten und ihr Können unter Beweis stellen. In der langen Zeit der Ruhe war man aber in der Anlage nicht tatenlos. Der neue Mostmeister hat in der Anlage immer wieder was gefunden, was verbessert werden konnte. So wurden einzelne Rohre und auch die Zu- und Ablaufhähne erneuert und in besserer Ausführung ausgewechselt. Auch im Arbeitsablauf wurde einiges verbessert.

Zwei neue Pumpen

So kamen zwei neue Pumpen in die Anlage. Besonders stolz sind die Verantwortlichen auf eine neue Filteranlage. Mit einer sogenannten Spaltfilteranlage wird nun der Most besonders fein gefiltert. So kommen keine ungewollten Trübstoffe mehr in die Beutel oder Flaschen. Dies wurde von den Kunden immer wieder gefordert und so kann man diese Wünsche nach einem gut gefilterten, naturtrüben Saft aus den eigenen Äpfeln erfüllen. Zur hygienischen Verarbeitung und Sauberkeit in der Anlage wurde ein neuer Hochdruckreiniger angeschafft.

Anmeldungen

  • Flaschen:

    Saubere Flaschen sind selbst mitzubringen.

Eine besondere Neuerung ist auch die Anschaffung eines neuen Musers. Dieser kann auch die steinharten Schalen von Quitten zerkleinern. Mit dem Muser für die Äpfel war dies bisher nicht möglich, da dieser für die harten Quitten nicht geeignet ist. Mit dem neuen Muser können auch die Weintrauben ohne vorheriges Trennen der Trauben von den Stielen verarbeitet werden. Werden die Äpfel und Quitten über die Bandanlage ausgepresst, erfolgt hier die Saftgewinnung über eine Hydropresse. Auch hier wurde der Arbeitsablauf mit einer Pumpe verbessert. Auch umweltfreundlich wollte man die Hydropresse betreiben. So wird das gebrauchte Wasser nicht mehr einfach in den Kanal abgeführt, sondern wird wieder verwendet.

Neuer Flyer

In dem neuen Flyer, der in Kürze verteilt wird, ist es nach den Worten vom Ersteller Johann Thalhofer sehr erfreulich zu lesen, dass die Preise für das Mosten und Erhitzen gleich geblieben sind. Nun warten die Verantwortlichen und die Mitglieder der Mosterei auf eine gute Obsternte und eine gute Auslastung durch die Obstanbauer. Abfüllbeutel für fünf und zehn Liter Saft mit den passenden Verpackungskartonagen sind in der Mosterei vorrätig. Wichtig sei, so Johann Thalhofer, dass bei der Anmeldung die zu liefernden Obstmengen ziemlich genau angegeben werden.

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