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Jubiläum

Musik macht sie alle glücklich

Die Musikwerkstatt Saal feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Nicht nur Kindern macht es dort Freude, ein Instrument zu lernen.
Von Roland Kugler

Pia Baumgartner und Jakob Ackermann gefällt es, mit ihrem Gitarrenlehrer Felix Strehl Musik zu machen. Foto: Kugler
Pia Baumgartner und Jakob Ackermann gefällt es, mit ihrem Gitarrenlehrer Felix Strehl Musik zu machen. Foto: Kugler

Saal.Die Kinder kommen gerne in die Schule. Nicht nur zum Unterricht am Morgen, sondern zum Musizieren am Nachmittag. Denn in der Saaler Schule sind auch die Übungsräume der Musikwerkstatt. Manche Kinder sind gerade mal etwas größer als die Instrumente die sie auf dem Rücken haben, aber sie freuen sich. So wie Pia Baumgartner und Jakob Ackermann. Sie sind beide zehn Jahre alt und schon länger dabei, sie lernen das dritte Jahr Gitarre.

Erst Flöte, dann Gitarre

„Ich hab in der ersten und zweiten Klasse Flöte gelernt“, erzählt Pia. „Dann hat eine Freundin Gitarre gelernt. Das hat mir gefallen, das wollte ich auch.“ Jetzt spielt sie schon das dritte Jahr, und es macht ihr immer noch Spaß. „Mein Papa ist ein Heavy Metal Fan“ sagt Jakob. „Ich war schon auf einem Queen-Konzert mit ihm, nächstes Jahr gehen wir zu Kiss.“ Die Wege zur Musik sind sehr verschieden: „Manche wollen schon immer ein ganz bestimmtes Instrument lernen, manche kommen über die Familie oder Freunde dazu“, sagt Felix Strehl. Er ist seit 2011 Gitarrenlehrer in der Musikwerkstatt. Nicht nur Gitarre und E-Gitarre kann man dort lernen, auch Klavier, Schlagzeug, Geige, Keyboard, Akkordeon und viele andere mehr. Und das seit Generationen, die Saaler Musikwerkstatt wurde 1977 gegründet, feiert also heuer ihr 40-jähriges Bestehen. Anlass für einen großen Konzert- und Festabend, der am 30. November in der Aula der Schule stattfindet.

Die Musikwerkstatt

  • Angebot:

    Zahlreiche Instrumente können in Einzel- oder Gruppenunterricht gelernt werden. Man kann zwischen 30 oder 45 Minuten Unterricht wählen. Der Unterricht orientiert sich am Schuljahr, in den Ferien ist Pause.

  • Feier:

    Zum 40. Geburtstag gibt es am 30. November um 19.30 Uhr einen großen Festabend. Musikschüler spielen vor, es kommen viele Ehemalige, unter ihnen der Donikkl.

„Wir machen einen Vorspielabend, und dann gemeinsames Musizieren“, sagt Fritz Krebler. Er leitet die Musikwerkstatt und unterrichtet unter anderem Akkordeon und Klavier. „Wir haben auch viele Ehemalige eingeladen, die vor Jahren und Jahrzehnten bei uns Musik gelernt haben“ sagt er und freut sich auf einen tollen Abend. Einer der Ehemaligen ist heute ein bekannter Kinderliedermacher – der Donikkl!

Die Teilnehmer üben auch alle fleißig. Einmal in der Woche im Unterricht, und „wenn es geht drei oder vier Mal in der Woche daheim“ sagt Pia. „Wenn wir eine Probe schreiben vielleicht nur zweimal.“ „Ich geh gerne in die Schule“ sagt Jakob. „Aber Gitarre spielen ist noch schöner.“ Wenn er zu Hause übt, hören ihm seine Eltern gerne zu. Manchmal spielt er auch zusammen mit seiner Mama, sie begleitet ihn auf dem Keyboard oder auf der Gitarre. Manchmal spielen sie auch zu Familienfesten, „an Geburtstagen oder zu Weihnachten“ sagt Pia.

Musik mit Lockerheit und Spaß

„Ich spiele lieber Lieder, die ich schon kann. Die neuen, die noch schwierig sind, üb’ ich nicht so gerne.“ „Manche haben am Anfang schon zu hohe Erwartungen und meinen schnell etwas spielen zu können“ sagt ihr Lehrer. Trotzdem bleiben fast alle über Jahre beim Musikunterricht. Was auch an der Geduld und dem Gefühl der Lehrer liegt. „Felix ist nett“ sagt Jakob. „Und gar nicht streng“ sagt Pia. Man merkt es beim Spielen, es geht locker und mit Spaß. Und ein kleiner Fehler macht nichts, deshalb üben sie ja. „Das Schönste ist, wenn die Kinder Fortschritte machen. Und wenn es ihnen gefällt“ sagt Felix. Dem es auch nach Jahren noch Freude macht seinen Schülern etwas beizubringen, mindestens so viel wie den Kindern. Musik verbindet, egal wie alt man ist.

Auch für Erwachsene

In der Musikwerkstatt können auch Erwachsene noch ihr Lieblingsinstrument lernen. „Ich bin jetzt 43, wollte mein Leben lang Gitarre lernen, hab mir aber nie Zeit genommen“ sagt Thomas Fürst. Dann hat er doch noch angefangen, mit seinem Kumpel Sebastian Seidl. „Es macht einfach Spaß“ sagt der, grinst, und stöpselt seine E-Gitarre ein.

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